Studie: Stille Stunden steigern Produktivität messbar
23.01.2026 - 12:31:12Eine Langzeitstudie belegt jetzt den wirtschaftlichen Nutzen von ungestörter Fokuszeit am Arbeitsplatz. Demnach erhöhen synchronisierte „Stille Stunden“ nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Leistung.
Auslöser ist die Veröffentlichung der finalen Ergebnisse des Forschungsprojekts „Next Work Innovation“. Die Studie untersuchte über ein Jahr hinweg die systematische Einführung von Fokusblöcken in sechs deutschen Unternehmen. Die Daten von über 1.000 Beschäftigten zeigen: Bereits zwei tägliche Stunden ohne Meetings oder E-Mails steigern die Produktivität erheblich.
Der Clou? Der Erfolg hängt nicht von der Selbstdisziplin der Mitarbeiter ab, sondern ist eine Managementaufgabe. Führungskräfte, die diese Zeiten kulturell verankern, berichten von besserer Arbeitsqualität und weniger Flüchtigkeitsfehlern.
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Technologie schützt die Konzentration
Parallel gewinnen technologische Lösungen an Bedeutung, die diese Fokusphasen abschirmen. Hoch im Kurs steht das „FlowLight“-Konzept von Forschern der Universität Zürich. Eine Art Ampel signalisiert den Konzentrationsstatus eines Mitarbeiters – leuchtet sie rot, bedeutet das: Bitte nicht stören.
In der Praxis setzen sich aber oft einfachere Methoden durch. IT-Dienstleister verzeichnen einen Boom bei automatisierten „Calendar Blocking“-Strategien. Dabei werden Kalender-Tools firmenweit so synchronisiert, dass in Kernzeiten einfach keine internen Meetings mehr gebucht werden können.
Ein Hebel für den Gesundheitsschutz
Die neuen Daten liefern Betriebsräten starke Argumente. Arbeitsrechtler betonen zwar, dass es kein explizites „Recht auf Fokuszeit“ gibt. Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers verlangt aber Maßnahmen zur Stressreduktion.
Studien, etwa der DAK-Gesundheit, ordnen ständige Unterbrechungen seit langem als Hauptstressfaktor ein. Die aktuelle Entwicklung zeigt einen Trend: weg vom Appell an den Einzelnen, hin zu verbindlichen, strukturellen Lösungen für das ganze Team.
Warum das Konzept jetzt boomt
Branchenbeobachter deuten die „Stille Stunde“ als logischen nächsten Schritt der New-Work-Bewegung. Nach der Flexibilisierung des Arbeitsortes (Homeoffice) rückt nun die Qualität der Arbeitszeit in den Fokus.
Im Vergleich zur oft umstrittenen Vier-Tage-Woche stößt das Modell auf weniger Widerstand. Es bedeutet keine Reduktion der Arbeitszeit, sondern eine klügere Verteilung der Aufmerksamkeit innerhalb derselben. Doch gibt es auch Kritik: In serviceorientierten Berufen mit direktem Kundenkontakt ist die Umsetzung deutlich schwieriger als in der klassischen Wissensarbeit.
Wohin geht die Reise 2026?
Experten erwarten, dass immer mehr Unternehmen „Focus Policies“ in ihre Betriebsvereinbarungen aufnehmen. Große Softwareanbieter wie Microsoft oder SAP dürften ihre Kollaborationstools anpassen, um Fokuszeiten systemseitig zu unterstützen – etwa durch automatisch stummgeschaltete Chats.
Die Fähigkeit, ungestörtes Arbeiten zu garantieren, könnte sich zum neuen Wettbewerbsfaktor im Kampf um Fachkräfte entwickeln. Die wissenschaftliche Begleitung durch Hochschulen wird intensiviert, um auch Langzeiteffekte auf Burnout-Raten und Mitarbeiterbindung zu validieren.
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