Studie, Psychische

Studie: Psychische Belastung bei Studierenden erreicht Höchststand

01.04.2026 - 21:01:44 | boerse-global.de

Eine aktuelle Studie zeigt einen Höchststand psychischer Belastungen bei Studierenden. Das Forschungsprojekt StuPsy sucht nach Lösungen für Stress und Erschöpfung.

Studie: Psychische Belastung bei Studierenden erreicht Höchststand - Foto: über boerse-global.de

Fast ein Drittel der Studierenden in Deutschland benötigt psychologische Hilfe. Das zeigt die aktuelle Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“. Als Reaktion startet jetzt das Forschungsprojekt „StuPsy“.

Alarmierende Zahlen: Stress und Erschöpfung dominieren

Die Studie offenbart ein düsteres Bild. Insgesamt berichten 29 Prozent der 14- bis 29-Jährigen von einem Bedarf an psychologischer Unterstützung – ein Anstieg um fünf Punkte zum Vorjahr. Unter Studierenden liegt der Wert sogar bei 32 Prozent, einem neuen Höchststand.

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Häufigste Symptome sind Stress (49 Prozent) und Erschöpfung (36 Prozent). Viele junge Menschen kämpfen auch mit Selbstzweifeln (32 Prozent) und Antriebslosigkeit (30 Prozent). Experten machen multiple Krisen, wirtschaftliche Unsicherheit und einen generell erhöhten Leistungsdruck für diese Entwicklung verantwortlich.

Neues Forschungsprojekt sucht nach Lösungen

Als gezielte Antwort auf die Krise hat das Verbundforschungsprojekt „StuPsy“ seine Arbeit aufgenommen. Es untersucht systematisch, wie psychische Belastungen im Studien- und Promotionsverlauf entstehen und welche Maßnahmen helfen können.

Das Projekt wird von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe koordiniert. Weitere Partner sind das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, die Fernuniversität in Hagen und die Universität Galway. Ziel ist es, Hochschulen wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben.

Warum sind so viele Studierende belastet?

Die Ursachen sind komplex. Neben Prüfungsangst und Leistungsdruck spielen finanzielle Sorgen eine entscheidende Rolle. Viele Studierende haben geringe Budgets und fürchten, ihre Rechnungen nicht bezahlen zu können.

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Besonders betroffen sind oft „First Generation“-Studierende, die als erste in ihrer Familie an eine Hochschule gehen. Sie leiden häufiger unter Isolation und dem Gefühl, nicht dazuzugehören. Zudem berichten Studentinnen laut Studien von einer schlechteren mentalen Verfassung als ihre männlichen Kommilitonen.

Was kann die Wende bringen?

Hochschulen und Studierendenwerke bieten bereits Beratungsstellen an. Diese sind jedoch häufig überlastet. Das StuPsy-Projekt will nun „Red Flags“ identifizieren – frühe Warnzeichen für psychische Probleme.

Ein Schlüssel liegt in der Förderung der mentalen Gesundheitskompetenz. Studierende sollen lernen, ihre eigene psychische Verfassung besser einzuschätzen und bewusster mit Belastungen umzugehen. Hochschulen sind gefordert, Orte der Zugehörigkeit zu schaffen, um Isolation zu verhindern.

Eine Generation im Krisenmodus

Die Probleme der Studierenden spiegeln eine breitere Entwicklung wider. Die Jugendstudie zeichnet das Bild einer Generation, die sich in einem anhaltenden Krisenmodus erlebt. Kriege, Inflation und steigende Wohnkosten lassen viele junger Menschen skeptisch in die Zukunft blicken.

Diese generelle Verunsicherung wirkt sich direkt auf das Studium aus. Die Zuversicht in gute Berufschancen schwindet. Die psychische Gesundheit hat sich seit der COVID-19-Pandemie weiter verschlechtert – und erhöht den Handlungsdruck.

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