Studie: Muskelkraft verlängert Leben älterer Frauen
22.02.2026 - 09:48:14 | boerse-global.deStarke Muskeln senken das Sterberisiko bei älteren Frauen deutlich. Das belegt eine neue Langzeitstudie, die einen Paradigmenwechsel in der Altersmedizin einleitet. Demnach ist reine Muskelkraft ein entscheidenderer Überlebensfaktor als das Erreichen klassischer Ausdauerziele.
Kraft schlägt Schrittzahl
Den Kern der Neubewertung bildet die OPACH-Studie. Forscher der University at Buffalo analysierten dafür über durchschnittlich 8,4 Jahre die Daten von 5.472 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren. Sie trugen Beschleunigungssensoren und absolvierten Krafttests.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Frauen mit der stärksten Handgriffkraft hatten ein um 33 Prozent geringeres Sterberisiko als die schwächste Gruppe. Auch eine bessere Leistung im Stuhl-Aufsteh-Test – ein Indikator für Bein- und Rumpfkraft – senkte die Sterblichkeit signifikant.
Ein unabhängiger Schutzfaktor
Das Revolutionäre: Der schützende Effekt der Muskeln wirkt unabhängig vom allgemeinen Aktivitätslevel. Selbst bei Frauen, die die empfohlenen 150 Minuten Bewegung pro Woche nicht erreichten, reduzierten starke Muskeln das Sterberisiko.
Warum ist das so? Muskeln fungieren als aktives Stoffwechselorgan. Sie regulieren den Blutzucker, produzieren entzündungshemmende Botenstoffe und beugen Stürzen vor. Eine gut trainierte Muskulatur erhält die Selbstständigkeit – und damit auch die psychische Gesundheit im Alter.
Neue Empfehlungen für das Training
Die Studie zwingt zum Umdenken. Europäische Geriater raten bereits von starren täglichen Schrittzielen ab. Stattdessen empfehlen sie drei bis vier gezielte Trainingseinheiten pro Woche mit integrierten Kraftübungen.
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Dazwischen sind Erholungstage entscheidend, denn die Regenerationsfähigkeit nimmt im Alter ab. Im Fokus stehen nun funktionelle Übungen, die Alltagsbewegungen simulieren: Aufstehen vom Stuhl, Tragen oder Gleichgewicht halten.
Folgen für Gesundheitssystem und Technik
Die Fitnessbranche steht vor einem Wandel. Die Nachfrage nach altersgerechtem Krafttraining dürfte massiv steigen. Gesundheitsexperten fordern zudem, einfache Krafttests wie die Griffkraftmessung zur Routine in der Geriatrie zu machen.
Krankenkassen werden ihre Präventionsprogramme anpassen müssen. Und Wearables könnten künftig weniger auf Schritte, sondern mehr auf muskuläre Fitness und Erholung achten. Die Botschaft ist klar: Gegen den schleichenden Kraftverlust im Alter anzutrainieren, ist eine der effektivsten Strategien für ein langes, selbstbestimmtes Leben.
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