Studie: GLP-1-Medikamente wirken bei Frauen deutlich besser
16.03.2026 - 00:00:25 | boerse-global.deFrauen verlieren mit Abnehmspritzen mehr Gewicht als Männer. Das belegt eine aktuelle Metaanalyse, die Anfang März im Fachjournal JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurde. Die Untersuchung zeigt einen klaren geschlechtsspezifischen Unterschied in der Wirksamkeit von GLP-1-Rezeptor-Agonisten.
Deutlicher Vorteil für Frauen
Die Metaanalyse wertete Daten von fast 20.000 Patientinnen und Patienten aus sechs großen klinischen Studien aus. Das Ergebnis ist eindeutig: Während Männer durchschnittlich 6,8 Prozent ihres Körpergewichts verloren, lag der Gewichtsverlust bei Frauen bei 10,9 Prozent.
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Forscher führen diesen Vorteil auf mehrere Faktoren zurück. Eine mögliche Synergie zwischen den Medikamenten und weiblichen Östrogenen könnte die Wirkung verstärken. Zudem spielt das durchschnittlich geringere Ausgangsgewicht von Frauen eine Rolle für die Verarbeitung der Wirkstoffe im Körper.
Hormon Asprosin stabilisiert Gewicht nach Menopause
Parallel machten Forscher der University of California in Irvine eine wichtige Entdeckung. Sie identifizierten das Hormon Asprosin als Schlüsselfaktor für die Gewichtskontrolle nach den Wechseljahren.
In einer Studie mit über 4.000 postmenopausalen Frauen fanden sie heraus: Höhere Asprosin-Spiegel korrelieren mit deutlich geringerer Gewichtszunahme und besserer langfristiger Stabilität. Frauen mit den höchsten Werten hatten eine um 83 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für signifikanten Gewichtsverlust.
Der gefürchtete Rebound-Effekt
Trotz der Erfolge bleibt die langfristige Gewichtskontrolle eine Herausforderung. Eine weitere Studie im Fachjournal eClinicalMedicine beleuchtet das Problem des Rebound-Effekts nach dem Absetzen der Medikamente.
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Die Analyse zeigt: Innerhalb eines Jahres nach Therapieende nehmen Patienten durchschnittlich 60 Prozent des verlorenen Gewichts wieder zu. Da etwa die Hälfte der Anwender die Behandlung im ersten Jahr abbricht, bleibt langfristig oft nur ein Netto-Gewichtsverlust von 4 bis 5 Prozent.
Paradigmenwechsel in der Medizin
Die aktuellen Studien markieren einen Wendepunkt. Sie belegen, dass generalisierte Therapieansätze in der Adipositas-Behandlung nicht mehr zeitgemäß sind. Das weibliche Hormonsystem reagiert grundlegend anders auf medikamentöse Interventionen.
Die Identifizierung von Biomarkern wie Asprosin eröffnet neue Möglichkeiten. Künftig könnten Risikopatientinnen früher erkannt und maßgeschneiderte Präventionsprogramme entwickelt werden. Der Fokus verschiebt sich vom reinen Gewichtsverlust hin zur langfristigen metabolischen Gesundheit.
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