Studie, Geschwindigkeitstraining

Studie: Geschwindigkeitstraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

18.02.2026 - 03:31:12 | boerse-global.de

Eine groß angelegte Studie zeigt, dass nur ein Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko älterer Erwachsener langfristig um bis zu 29 Prozent reduzieren konnte.

Eine Langzeitstudie zeigt: Spezifisches Gehirntraining kann das Demenzrisiko älterer Erwachsener deutlich reduzieren. Andere populäre Methoden wie das N-Back-Spiel zeigten diesen Langzeiteffekt nicht.

Die Ergebnisse der groß angelegten ACTIVE-Studie, veröffentlicht im Fachjournal Alzheimer’s and Dementia, stellen bisherige Prioritäten beim Gehirnjogging infrage. Über 20 Jahre beobachteten Forscher mehr als 2.800 gesunde Senioren ab 65 Jahren. Das Ergebnis ist eindeutig: Nur jene Teilnehmer, die ein computergestütztes Geschwindigkeitstraining der Informationsverarbeitung absolvierten, senkten ihr Demenzrisiko um ein Viertel. Gedächtnis- oder Logikübungen brachten diesen langfristigen Schutzeffekt nicht.

N-Back: Der populäre Gedächtnis-Booster

Das N-Back-Spiel gilt seit Jahren als Königsdisziplin des Gehirntrainings. Es zielt darauf ab, das Arbeitsgedächtnis – unsere Schaltzentrale für kurzfristige Informationen – zu stärken. Dabei müssen sich Nutzer eine ständig wechselnde Abfolge von Reizen merken und angeben, ob der aktuelle mit einem vor mehreren Schritten übereinstimmt.

Frühe Studien, etwa von Dr. Susanne Jaeggi 2008, ließen hoffen: Sie deuteten an, dass N-Back nicht nur das Gedächtnis, sondern sogar die grundlegende Problemlösefähigkeit (fluide Intelligenz) verbessern könnte. Doch hält dieser Effekt einem Langzeittest stand?

Der Durchbruch: Geschwindigkeit schlägt Gedächtnis

Die ACTIVE-Studie liefert nun überraschende Antworten. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt:
* Eine Kontrollgruppe ohne Training
* Drei Trainingsgruppen für Gedächtnis, logisches Denken oder Verarbeitungsgeschwindigkeit

Das erfolgreiche Geschwindigkeitstraining forderte die Senioren heraus, visuelle Muster auf einem Bildschirm immer schneller zu identifizieren und ihre Aufmerksamkeit zu teilen. Entscheidend war: Nur die Teilnehmer dieser Gruppe, die zusätzliche Auffrischungssitzungen absolvierten, profitierten langfristig mit einem 29 Prozent geringeren Demenzrisiko über zehn Jahre und einem 25 Prozent geringeren Risiko über den gesamten 20-Jahres-Zeitraum.

Was bedeutet das für Gehirn-Apps und Nutzer?

Die Studie befeuert eine alte Debatte: Führt das Training einer speziellen Fähigkeit auch zu allgemeineren Verbesserungen im Alltag – dem sogenannten Transfer-Effekt? Bei N-Back ist dieser Transfer umstritten. Zwar kann es gezielt etwa das verbale Arbeitsgedächtnis bei Erwachsenen mit ADHS stärken. Der breite, langfristige Schutz vor Demenz blieb in der ACTIVE-Studie jedoch aus.

Die neuen Erkenntnisse fordern die milliardenschwere Brain-Training-Branche heraus. Sie legt nahe, dass für die Demenzprävention die Geschwindigkeit und Effizienz der grundlegenden Informationsverarbeitung kritischer sein könnte als das reine Merken von Inhalten.

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Heißt das, N-Back-Spiele sind nutzlos? Nicht unbedingt. Sie bleiben ein Werkzeug für gezielte Gedächtnisstärkung. Der Weg zu einem gesunden Gehirn wird jedoch vielfältiger. Die Zukunft könnte in personalisierten Trainingsplänen liegen, die verschiedene kognitive Bereiche ansprechen – immer kombiniert mit einem gesunden Lebensstil. Die wichtigste Botschaft der Studie: Kognitive Fitness ist wie körperliche Fitness. Sie braucht langfristiges Engagement und die richtige Art der Herausforderung.

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