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Studie: Geistig aktives Sitzen schützt das Gehirn vor Demenz

14.02.2026 - 01:02:11

Eine große Forschungsanalyse zeigt, dass geistig fordernde Tätigkeiten im Sitzen das Gehirn schützen können, während passiver TV-Konsum das Demenzrisiko erhöht.

Eine neue Mega-Analyse zeigt: Nicht Sitzen an sich, sondern die Art der Tätigkeit ist entscheidend für das Demenzrisiko. Geistig fordernde Aktivitäten im Sitzen können das Gehirn schützen, während stundenlanges passives Fernsehen es schädigt.

Die Auswertung von 85 internationalen Studien mit über 1,5 Millionen Teilnehmern unter Leitung der University of Queensland bringt Klarheit in die Debatte. Lange galt Sitzen pauschal als schädlich. Jetzt zeigt sich: Entscheidend ist, was man dabei tut.

Der entscheidende Unterschied: Aktiv vs. passiv

Die Forschung unterscheidet zwei Arten des Sitzens:
* Aktiv und geistig anregend: Dazu zählen Lesen, Arbeiten am Computer, Rätsel lösen oder Kartenspielen.
* Passiv und rezeptiv: Das klassische Beispiel ist der Fernsehkonsum.

Die Analyse ergab: Aktive Tätigkeiten sind häufig mit stabiler oder sogar verbesserter geistiger Leistung verknüpft. Passives Sitzen, vor allem vor dem TV, hingegen mit einem erhöhten Risiko für kognitiven Verfall.

Eine unterstützende Studie der UK Biobank mit über 146.000 Senioren kam zum selben Schluss: Nicht-berufliche Computernutzung wirkte demnach schützend, Fernsehzeit erhöhte das Demenzrisiko.

TV-Konsum: Ab 3,5 Stunden schadet das Gedächtnis

Die neuen Daten bestätigen frühere Warnungen. Eine britische Langzeitstudie von 2019 zeigte bereits: Bei Menschen über 50 führt tägliches Fernsehen von mehr als 3,5 Stunden zu einem signifikanten Abbau des verbalen Gedächtnisses.

Der Effekt war dosisabhängig: Je mehr TV, desto stärker der Gedächtnisverlust innerhalb von sechs Jahren. Dieser Zusammenhang blieb selbst bestehen, nachdem Faktoren wie Bewegungsmangel, Alter und Gesundheitsstatus herausgerechnet wurden.

Was im Gehirn passiert

Die Schäden könnten sogar sichtbar sein. Eine Auswertung der CARDIA-Studie legt nahe, dass Erwachsene mit extrem hohem TV-Konsum (täglich vier oder mehr Stunden über 20 Jahre) im mittleren Alter ein geringeres Volumen an grauer Hirnsubstanz aufweisen. Ein geringeres Hirnvolumen gilt als Risikofaktor für Demenz.

Im Kontext der Demenzprävention sind diese Erkenntnisse bedeutsam. Schätzungen zufolge ließen sich etwa 40 Prozent aller Demenzfälle durch die Anpassung von Lebensstilfaktoren verhindern oder verzögern.

Die neue Devise: Intelligenter sitzen

Die Empfehlung lautet nun nicht mehr „Sitzen vermeiden“, sondern „intelligenter sitzen„. Experten raten zu einer bewussten Balance.

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Die Zeit vor dem Fernseher sollte begrenzt und durch geistig aktivierende Beschäftigungen ergänzt werden. Selbst der TV-Konsum lässt sich aktiver gestalten – etwa durch anspruchsvolle Dokumentationen oder leichte Bewegung nebenher.

Langfristig geht es darum, das Gehirn ebenso regelmäßig zu trainieren wie den Körper, um die kognitive Reserve zu stärken und das Demenzrisiko aktiv zu senken.

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