Studie, Gehirntraining

Studie: Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

07.03.2026 - 02:30:51 | boerse-global.de

Eine 20-jährige Studie zeigt, dass spezifisches computergestütztes Geschwindigkeitstraining das Demenzrisiko um ein Viertel senken kann. Andere mentale Übungen zeigten diesen Langzeiteffekt nicht.

Studie: Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent - Foto: über boerse-global.de
Studie: Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent - Foto: über boerse-global.de

Eine 20-jährige Studie liefert starke Belege: Spezielles Gehirntraining kann das Demenzrisiko deutlich reduzieren. Die Ergebnisse der ACTIVE-Studie zeigen, dass computergestütztes Geschwindigkeitstraining die Wahrscheinlichkeit einer späteren Diagnose um ein Viertel senken kann.

Damit stellt die Forschung einen potenziellen Wendepunkt in der Prävention dar. In einer alternden Gesellschaft bietet die Entdeckung neue Hoffnung. Die finalen Daten deuten darauf hin, dass gezielte mentale Übungen über wenige Wochen einen Schutz bieten, der Jahrzehnte anhält.

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Was die Langzeitstudie genau untersuchte

Die ACTIVE-Studie startete bereits Ende der 1990er Jahre mit fast 3.000 gesunden Erwachsenen ab 65 Jahren. Sie wurden per Zufall in vier Gruppen eingeteilt. Drei Gruppen absolvierten über fünf bis sechs Wochen jeweils zehn Trainingssitzungen.

Eine Gruppe übte Gedächtnisstrategien, eine zweite logisches Denken. Die dritte Gruppe trainierte ausschließlich die visuelle Verarbeitungsgeschwindigkeit am Computer. Eine vierte Kontrollgruppe machte nichts. Ein Teil der Probanden erhielt zudem Auffrischungskurse nach einem und drei Jahren.

Nur ein Training zeigte langfristigen Effekt

Nach 20 Jahren werteten die Forscher die Gesundheitsdaten aus. Das verblüffende Ergebnis: Nur die Teilnehmer mit dem Geschwindigkeitstraining und den Auffrischungen profitierten signifikant. Ihr Demenzrisiko lag 25 Prozent unter dem der Kontrollgruppe.

Das Gedächtnis- und Logiktraining zeigte keinen vergleichbaren Langzeitschutz. Das erfolgreiche Programm „Double Decision“ forderte die Probanden heraus, Objekte in der Bildschirmmitte zu identifizieren und gleichzeitig auf Randreize zu reagieren. Der Schwierigkeitsgrad passte sich automatisch der Leistung an.

Warum schützt gerade dieses Training?

Experten vermuten, dass die adaptive Herausforderung den Schlüssel zum Erfolg darstellt. Sie fördert die Neuroplastizität – also die Fähigkeit des Gehirns, sich neu zu vernetzen – besonders stark. Ein zentraler Mechanismus ist die sogenannte kognitive Reserve.

Dieser Puffer entsteht durch lebenslange geistige Aktivität. Er macht das Gehirn widerstandsfähiger gegen altersbedingte Schäden. Das fordernde Geschwindigkeitstraining scheint diese Reserve effektiv zu stärken und zu dauerhaften Veränderungen in den neuronalen Schaltkreisen zu führen.

Kein Allheilmittel, aber ein wichtiger Baustein

Trotz der ermutigenden Ergebnisse betonen Experten: Gehirntraining allein ist kein Wundermittel. Es sollte Teil eines umfassenden Lebensstils für die Gehirngesundheit sein. Studien wie die FINGER-Studie belegen, dass ein multimodaler Ansatz am wirksamsten ist.

Dazu zählen regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, soziale Kontakte und die Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck. Einige Kritiker weisen zudem darauf hin, dass der Effekt nur in einer Untergruppe nachgewiesen wurde und weitere Forschung nötig ist.

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Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für die Demenzprävention. Künftige Forschung wird die biologischen Mechanismen weiter entschlüsseln. Können höhere Trainingsdosen den Schutz noch verstärken?

Die Erkenntnisse könnten die Grundlage für digitale Präventionsprogramme bilden. Während die Suche nach Medikamenten weitergeht, unterstreicht die Studie: Ein aktiver Lebensstil mit gezieltem Training ist ein mächtiges Werkzeug zum Schutz des Gehirns.

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