Studie, Gehirn

Studie enthüllt: So speichert das Gehirn Erinnerungen

13.01.2026 - 23:24:13

Forscher entdecken, dass unser Gedächtnis Inhalt und Kontext in separaten Nervenzellen abspeichert. Diese Erkenntnis könnte neue Therapien gegen Alzheimer ermöglichen.

Forscher haben entdeckt, wie das Gehirn Erinnerungen flexibel abspeichert. Eine heute im Fachjournal Nature veröffentlichte Studie zeigt: Unser Gedächtnis trennt Inhalt und Kontext in separaten Nervenzellen.

Diese neuronale Arbeitsteilung könnte erklären, warum wir ein Gesicht an verschiedenen Orten wiedererkennen. Die Erkenntnisse wecken auch Hoffnungen für neue Therapien gegen Gedächtnisstörungen wie Alzheimer.

Zwei neuronale Bibliotheken für eine Erinnerung

Das Team der Universität Bonn und TU Berlin identifizierte zwei Zelltypen im Hippocampus, dem Gedächtniszentrum des Gehirns:
* Konzeptneuronen feuern für den Inhalt – etwa ein bestimmtes Bild.
* Kontextneuronen reagieren auf den situativen Rahmen – etwa eine gestellte Frage.

In Experimenten sahen Teilnehmer wiederholt dieselben Bilder, beantworteten aber unterschiedliche Fragen dazu. Einige Neuronen feuerten nur beim Bild, andere ausschließlich bei der Frage. Diese klare Trennung widerlegt frühere Annahmen aus Tierversuchen.

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Der Trick: Blitzschnelle Verknüpfung

Die eigentliche Meisterleistung ist die dynamische Verknüpfung. Das Gehirn kombiniert die getrennten Informationen bei Bedarf millisekundenschnell.

Dieser Prozess – Mustervervollständigung – erlaubt es, aus einem Teilreiz den gesamten Kontext abzurufen. So kann ein bekanntes Konzept in unzähligen neuen Situationen verwendet werden, ohne für jede Kombination eine neue Zelle zu benötigen.

Einzigartiger Blick ins lebende Gehirn

Möglich wurde die Studie durch eine seltene Gelegenheit: 16 Epilepsie-Patienten hatten für ihre Diagnose feine Elektroden im Gehirn. Dies erlaubte die Echtzeit-Aufzeichnung von über 3.000 einzelnen Neuronen während Gedächtnistests.

„Bisher stammten viele Erkenntnisse aus Tierversuchen“, sagt ein Forscher. „Jetzt haben wir direkte Einblicke in den menschlichen Hippocampus.“

Was bedeutet das für Alzheimer und PTBS?

Die Entdeckung hat große medizinische Relevanz. Bei Alzheimer ist oft genau diese Verknüpfung von Inhalt und Kontext gestört – Patienten erkennen ein Gesicht, wissen aber nicht mehr, wo.

Ein besseres Verständnis dieser Grundlage könnte gezieltere Therapien ermöglichen. Langfristig könnten Technologien entwickelt werden, um fehlerhafte Verknüpfungen bei PTBS zu korrigieren oder Gedächtnisverlust zu verlangsamen.

Die Forscher planen bereits nächste Schritte: Sie wollen testen, ob eine gezielte elektrische Stimulation den Kontext-Abruf stören kann – ein weiterer Beleg für den entdeckten Mechanismus.

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