Studie, Bewegungsmangel

Studie: Bewegungsmangel erhöht Diabetes-Komplikationen massiv

15.02.2026 - 22:30:12 | boerse-global.de

Neue Daten zeigen, dass körperliche Inaktivität einen erheblichen Teil schwerster Komplikationen bei Typ-2-Diabetes verursacht, darunter Schlaganfall und Erblindung.

Eine neue Studie zeigt alarmierende Zahlen: Körperliche Inaktivität verursacht bei Menschen mit Typ-2-Diabetes einen erheblichen Teil schwerster Folgeerkrankungen. Die Daten belegen einen direkten Zusammenhang zwischen Bewegungsmangel und einem stark erhöhten Risiko für Schlaganfall, Herzversagen und Erblindung.

Laut der Untersuchung lassen sich rund 10,2 % aller Schlaganfälle und 9,7 % der Fälle von diabetischer Retinopathie – einer Netzhautschädigung, die zur Erblindung führen kann – auf unzureichende Bewegung zurückführen. Bei Herzinsuffizienz sind es 7,3 %. Die Botschaft der Forscher ist eindeutig: Ein großer Teil dieser oft als Schicksal hingenommenen Komplikationen wäre vermeidbar.

Sitzen ist das neue Rauchen

Die Studie unterstreicht, was Experten schon länger warnend als „neues Rauchen“ bezeichnen. Wer täglich mehr als acht Stunden sitzt und keinen Ausgleich schafft, gefährdet seine Gesundheit massiv. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche.

Die Folgen treffen nicht nur Diabetiker. Ein sitzender Lebensstil ist ein Hauptrisikofaktor für:
* Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Bluthochdruck
* Fettleibigkeit (Adipositas)
* Bestimmte Krebsarten, darunter Darm- und Brustkrebs

Psyche leidet mit

Die negativen Effekte beschränken sich nicht auf den Körper. Forschungsergebnisse belegen einen klaren Zusammenhang zwischen Inaktivität und einem erhöhten Risiko für Depressionen und Angststörungen. Regelmäßige Bewegung wirkt hier präventiv und kann bei bestehenden Erkrankungen die Symptome lindern. Zudem bleibt das Gehirn länger leistungsfähig.

Deutschland sitzt zu viel – mit Milliardenkosten

Das Problem ist gesellschaftlich massiv: Weltweit bewegt sich fast ein Drittel aller Erwachsenen zu wenig. In Deutschland verbringen Menschen im Schnitt über neun Stunden täglich im Sitzen; bei jungen Erwachsenen sind es sogar mehr als zehn.

Diese Inaktivität verursacht immenses Leid und belastet die Gesundheitssysteme mit Milliardensummen. Die Behandlung von bewegungsmangelbedingten Krankheiten frisst riesige Ressourcen.

Die Lösung: Kleine Schritte mit großer Wirkung

Die neuen Daten erhöhen den Druck auf das Gesundheitswesen, Prävention stärker in den Fokus zu rücken. Die gute Nachricht: Schon kleine Änderungen im Alltag senken das Risiko erheblich.
* Kurze Autofahrten durch einen Spaziergang ersetzen
* Regelmäßige Bewegungspausen im Büro einlegen
* Langsames Gehen in den Tag integrieren

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Experten fordern zudem, dass künftige Förderprogramme soziale Ungleichheiten berücksichtigen müssen, da Frauen und Menschen mit niedrigerem Bildungsstand oft höhere Komplikationsraten aufweisen. Der Appell ist klar: Bewegung muss zur täglichen Routine werden.

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