Studie 2026: Deep Work wird zur Schlüsselkompetenz
16.02.2026 - 06:09:12Eine neue psychologische Studie enthüllt die wahren Treiber digitaler Ablenkung. Sie macht deutlich: Die Fähigkeit zu konzentrierter Arbeit wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Die Forschung der Semmelweis-Universität zeigt, dass nicht die reine Nutzungszeit problematisch ist. Vielmehr sind es psychologische Faktoren wie die „Angst, etwas zu verpassen“ (FOMO), die unser Smartphone-Verhalten antreiben. Schon die bloße Anwesenheit des Geräts bindet kognitive Ressourcen.
Warum uns Apps so leicht ablenken
Das Design vieler Apps nutzt einen mächtigen Mechanismus: die intermittierende Verstärkung. Likes, Nachrichten und Benachrichtigungen wirken wie unvorhersehbare Belohnungen. Dies trainiert das Gehirn auf ständige Alarmbereitschaft und untergräbt die Fähigkeit zur Tiefenkonzentration.
Die Folge ist ein fragmentierter Arbeitstag mit häufigen Unterbrechungen. Dieser Zustand erhöht den Stress und senkt die Qualität der Arbeit signifikant.
Deep Work vs. Shallow Work: Der entscheidende Unterschied
Als Gegenmodell steht das Konzept „Deep Work“. Es beschreibt einen Zustand ablenkungsfreier, hochkonzentrierter Arbeit an kognitiv anspruchsvollen Aufgaben. Dieser steht im Kontrast zur „Shallow Work“ – also logistischen, leicht reproduzierbaren Tätigkeiten wie E-Mail-Beantwortung.
In einer Wirtschaft, die zunehmend von KI geprägt wird, verschiebt sich der Wert menschlicher Arbeit. Originelle Problemlösungen und Kreativität, die Deep Work erfordern, werden unersetzbar.
So gelingt konzentriertes Arbeiten im Alltag
Die Integration von Deep Work erfordert bewusste Strategien. Eine der effektivsten Methoden ist das Timeboxing.
- Fokus-Blöcke reservieren: Terminieren Sie feste Zeiten für konzentriertes Arbeiten im Kalender und schützen Sie diese wie wichtige Meetings.
- Ablenkungen eliminieren: Schalten Sie E-Mail-Clients, Messenger und Smartphones in diesen Phasen konsequent aus oder legen Sie sie weg.
- Aufgaben priorisieren: Nutzen Sie Methoden wie die ABC-Analyse, um die wertvolle Fokuszeit für die wichtigsten und anspruchsvollsten Tätigkeiten einzusetzen.
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Vom Trend zur wirtschaftlichen Notwendigkeit
Makrotrends wie hybride Arbeit und Digitalisierung verstärken den Bedarf an Deep Work. In dezentralen Teams zählt nicht mehr sichtbare Anwesenheit, sondern die Qualität des Outputs.
Unternehmen erkennen, dass eine Kultur der ständigen Erreichbarkeit und Meeting-Flut die Innovationskraft erstickt. Konzepte wie „Meeting Minimalism“ oder „Deep Work Protection“ werden zu harten Wettbewerbsfaktoren. Firmen, die konzentriertes Arbeiten ermöglichen, sichern sich Vorteile im Talentewettbewerb.
Die Zukunft: Menschliche Stärke im KI-Zeitalter
Mit der weiteren Verbreitung Künstlicher Intelligenz gewinnt Deep Work weiter an Bedeutung. KI kann Shallow Work übernehmen – komplexes Denken, Strategie und Kreativität bleiben menschliche Domänen.
Die Fähigkeit, sich von digitaler Ablenkung freizumachen und Spitzenleistungen zu erbringen, wird zur Kernkompetenz. Für Unternehmen wird die Gestaltung einer konzentrationsförderlichen Umgebung damit zur strategischen Zukunftsinvestition.
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