Stress am Arbeitsplatz erreicht neuen Höchststand
25.02.2026 - 19:09:43 | boerse-global.deZwei Drittel der Deutschen fühlen sich häufig gestresst. Aktuelle Gesundheitsreports zeigen: Der Druck im Job steigt weiter und psychische Erkrankungen verursachen immer mehr Fehltage. Die Belastung für Arbeitnehmer und Unternehmen wächst.
Psychische Leiden verdrängen Rückenprobleme
Die Zahlen sind alarmierend. Laut dem TK-Stressreport 2025 geben 66 Prozent der Menschen an, häufig oder manchmal gestresst zu sein – ein kontinuierlicher Anstieg. Die DAK-Gesundheit meldet für 2025 einen stabil hohen Krankenstand von 5,4 Prozent. Doch im Detail tut sich eine dramatische Verschiebung ab: Psychische Erkrankungen sind mit einem Plus von 6,9 Prozent bei den Fehltagen auf dem Vormarsch.
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Sie haben Muskel-Skelett-Erkrankungen als zweithäufigste Ursache für Arbeitsausfälle verdrängt. Der AOK-Fehlzeiten-Report unterstreicht das Problem: Die durchschnittliche Krankheitsdauer bei psychischen Diagnosen liegt bei 28,5 Tagen pro Fall. Diese langen Ausfälle belasten nicht nur die Betroffenen, sondern verursachen auch hohe volkswirtschaftliche Kosten.
Was treibt den Stress im Job an?
Die Hauptgründe sind klar identifiziert. Laut TK-Report nennen 61 Prozent der Gestressten ein zu hohes Arbeitspensum und Termindruck als Ursache. Ebenfalls 61 Prozent leiden unter ihren eigenen hohen Ansprüchen. Jeder Zweite beklagt die ständige Informationsflut durch E-Mails und Anweisungen.
Das DGUV-Barometer "Arbeitswelt 2025" bestätigt Zeitdruck und hohe Belastung als zentrale Gefahren. Viele Unternehmen geben den externen Druck durch Fachkräftemangel und steigende Kosten direkt an ihre Belegschaft weiter. Die Folge: ein gereiztes Betriebsklima. Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 31- bis 40-Jährigen. Hier häufen sich berufliche und private Verantwortungen – das Burnout-Risiko ist am höchsten.
So können Arbeitnehmer gegensteuern
Experten empfehlen eine Mischung aus Soforthilfe und langfristigen Strategien. Bei akutem Stress helfen kurze Pausen an der frischen Luft, Treppensteigen oder einfache Atemübungen wie die 4-7-8-Technik.
Für mehr Widerstandskraft ist langfristiges Training nötig. Entscheidend ist, klare Grenzen zwischen Job und Privatleben zu ziehen und auch mal "Nein" zu sagen. Gutes Zeitmanagement mit realistischen Plänen reduziert das Gefühl der Überforderung. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation stärken die allgemeine Stresstoleranz. Der Austausch mit Freunden und das Pflegen von Hobbys bleiben wichtige Ausgleichsfaktoren.
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Unternehmen in der Pflicht
Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber bereits, psychische Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung zu erfassen. In der Praxis hapert es daran oft, besonders in kleineren Betrieben. Dabei ist wirksame Gesundheitsförderung mehr als ein Obstkorb.
Eine gesunde Führungskultur ist zentral. Vorgesetzte müssen Stresssymptome erkennen und ein unterstützendes Umfeld schaffen. Die Arbeitsorganisation selbst muss entlasten: durch realistische Planung, Zeiten für ungestörtes Arbeiten und klare Regeln zur Erreichbarkeit. Niedrigschwellige Angebote wie psychologische Beratung oder Resilienztrainings runden das Bild ab.
Wohin steuert die Arbeitswelt?
Der hohe Krankenstand ist ein Weckruf. Die Debatte über neue Modelle wie die Vier-Tage-Woche oder den Einsatz von KI für Routinetasks gewinnt an Fahrt. Langfristig wird der Unternehmenserfolg auch davon abhängen, ob es gelingt, Leistung ohne Gesundheitsgefährdung zu fördern. Der Fokus muss sich von der Behandlung von Stressfolgen hin zu einer echten Präventionskultur verschieben.
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