Steuerchaos, USA

Steuerchaos in den USA: Höhere Erstattungen, endlose Wartezeiten

17.02.2026 - 22:52:12

Die US-Steuerbehörde IRS kämpft mit massiven Bearbeitungsstaus und Personalmangel, was zu wochenlangen Verzögerungen bei Steuerrückzahlungen führt.

Die US-Steuerbehörde IRS kämpft mit massiven Bearbeitungsstaus. Millionen Bürger warten trotz höherer Rückzahlungen.

Washington D.C. – Die amerikanische Steuergesaison 2026 droht zum Albtraum zu werden. Zwar erhalten Steuerzahler im Schnitt deutlich mehr Geld vom Staat zurück. Doch genau diese großzügigen Neuregelungen führen zu einem massiven Bearbeitungsstau bei der Steuerbehörde IRS. Die Folge: Verzögerungen von Wochen, frustrierte Bürger und ein System am Limit.

Neues Steuergesetz als Bremsklotz

Im Zentrum des Chaos steht der „One Big Beautiful Bill Act“. Das umfangreiche Steuerreformpaket wurde im Sommer 2025 verabschiedet und bringt über 100 Änderungen mit sich. Neue Abzüge für Trinkgelder, Überstunden und vor allem ein spezieller 6.000-Dollar-Abzug für Senioren sollen die Bürger entlasten.

Doch die Umsetzung gestaltet sich zum Desaster. Das automatisierte IRS-System kommt mit den komplexen Berechnungen nicht zurecht. Vor allem der Seniorenabzug führt zu Abweichungen bei der Einkommensberechnung. Die Software markiert daraufhin Hunderttausende Erklärungen zur manuellen Prüfung – ein Vorgang, der jede Rückerstattung einfriert.

„Wir sehen einen perfekten Sturm aus neuen Gesetzen und personeller Unterbesetzung“, warnte die National Taxpayer Advocate bereits im Vorfeld. Diese Prognose bewahrheitet sich nun.

Personalkrise beim IRS verschärft Probleme

Die bürokratischen Hürden treffen auf eine ausgeblutete Behörde. Der IRS startete 2026 mit 27 Prozent weniger Personal als im Vorjahr. Statt 102.000 Mitarbeitern sind nur noch rund 74.000 im Dienst. Dieser Kahlschlag wirkt sich verheerend aus.

Der Rückstau bei nachträglich geänderten Steuererklärungen ist auf fast 600.000 Fälle angewachsen. Die Wartezeit beträgt oft mehr als 20 Wochen. Auch die Telefon-Hotline ist überlastet. Nach internen Zielvorgaben könnten drei von zehn Anrufen unbeantwortet bleiben. Eine frustrierende Situation für Bürger, die dringend Auskunft benötigen.

Was betroffene Steuerzahler jetzt tun können

Trotz der Krisenstimmung hält der IRS offiziell an seinem Versprechen fest: Elektronisch eingereichte und fehlerfreie Erklärungen sollen innerhalb von 21 Tagen bearbeitet werden. Wer früh abgegeben hat, könnte bereits Geld erhalten haben.

Doch für Familien, die den „Earned Income Tax Credit“ oder den Kindersteuerbonus beanspruchen, gilt eine gesetzliche Zwangspause. Diese Rückerstattungen dürfen laut „PATH Act“ nicht vor Mitte Februar ausgezahlt werden. Die meisten Betroffenen müssen sich bis Anfang März gedulden.

Der dringende Rat der Experten: Elektronisch einreichen und auf Direktüberweisung bestehen. Papierformulare landen ganz am Ende der Bearbeitungsschlange und verzögern die Auszahlung um viele weitere Wochen.

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Ein Lehrstück in Bürokratie

Die Misere zeigt ein grundlegendes Dilemma. Die Politik kann noch so großzügige Steuergeschenke beschließen. Wenn der Verwaltungsapparat nicht mithalten kann, verpufft die Wirkung im bürokratischen Gestrüpp. Für die US-Regierung wird die Steuersaison 2026 zum gefährlichen Stimmungstest. Gelingt es nicht, die Bearbeitung zu beschleunigen, könnte der Unmut der Wähler die Freude über höhere Erstattungen schnell überdecken.

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