Spritpreise, Regelung

Spritpreise schießen trotz neuer Regelung auf Rekordhoch

06.04.2026 - 00:00:34 | boerse-global.de

Trotz neuer Preisregelung erreichen Diesel und Super E10 neue Höchststände. Experten kritisieren Risikozuschläge der Konzerne und verweisen auf die geopolitische Lage als Haupttreiber.

Spritpreise schießen trotz neuer Regelung auf Rekordhoch - Foto: über boerse-global.de
Spritpreise schießen trotz neuer Regelung auf Rekordhoch - Foto: über boerse-global.de

Deutsche Autofahrer erlebten am Ostersonntag einen Preisschock an der Zapfsäule. Trotz einer neuen Preisregelung nach österreichischem Vorbild schnellte der Dieselpreis über die Marke von 2,40 Euro. Im bundesweiten Durchschnitt kostete ein Liter Diesel am Nachmittag etwa 2,488 Euro – ein Sprung von über sieben Cent innerhalb weniger Minuten. Auch Super E10 markierte mit 2,239 Euro pro Liter ein neues Jahreshoch.

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Neues Marktmodell unter Beschuss

Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12:00 Uhr erhöhen. Preissenkungen sind jederzeit möglich. Das Ziel: mehr Transparenz und ein Ende des ständigen Preiskampfes im Tagesverlauf.

Doch Experten des ADAC zeigen sich skeptisch. Ihre Beobachtung: Die Mineralölkonzerne nutzen die einzige tägliche Erhöhungsmöglichkeit, um umfangreiche Risikozuschläge einzupreisen. Seit Einführung der Regelung ist das Preisniveau tendenziell gestiegen – statt zu sinken. Besonders kritisch bewerten die Analysten die massiven Aufschläge am Osterwochenende. Die Rohölbörsen waren geschlossen, es gab keine unmittelbaren Kostentreiber vom Weltmarkt.

Österreich zieht die Spritpreisbremse

In Österreich, dem Vorbild der deutschen Regelung, hat die Regierung bereits weitergehende Schritte unternommen. Seit dem 1. April gilt ein Paket, das die Preise um zehn Cent pro Liter senken soll. Es basiert auf zwei Säulen: einer vorübergehenden Senkung der Mineralölsteuer um fünf Cent und einer Begrenzung der Margen für Treibstoffhändler, die weitere fünf Cent bringen soll.

Interessanterweise gilt in Österreich parallel eine befristete Sonderregelung: Preiserhöhungen sind dort nur an Montagen, Mittwochen und Freitagen zur Mittagszeit zulässig. Diese Maßnahme soll den Preisdruck während der Osterreisezeit dämpfen und gilt noch bis zum 12. April.

Krieg im Nahen Osten treibt Ölpreise

Der Haupttreiber für die aktuelle Preisexplosion ist die militärische Eskalation im Nahen Osten, oft als „Irankrieg“ bezeichnet. Die Unsicherheit über die Ölversorgung trieb die Rohölpreise von etwa 100 auf zeitweise über 110 US-Dollar pro Barrel. Besonders Diesel ist betroffen – der Kraftstoff ist existenziell für Logistik, Landwirtschaft und Bauwirtschaft.

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Wirtschaftsvertreter warnen vor den Folgen. Ein dauerhaft hohes Preisniveau könnte die Transportkosten für Lebensmittel und Konsumgüter weiter in die Höhe treiben und die allgemeine Inflation befeuern. In Deutschland fordern Verbraucherschützer und die Opposition nun eine Aussetzung der CO2-Abgabe oder eine temporäre Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe. Die schwarz-rote Koalition in Berlin zeigt sich bisher zurückhaltend.

Warten auf Entspannung

Für die kommenden Tage ist an den Tankstellen keine rasche Entspannung in Sicht. Viel hängt davon ab, ob sich die Lage im Nahen Osten stabilisiert. Marktbeobachter rechnen mit weiter hoher Volatilität. In Deutschland wird das Bundeskartellamt die Preisgestaltung unter dem neuen 12-Uhr-Modell genau prüfen.

In Österreich hält die politische Debatte über die Wirksamkeit der Spritpreisbremse an. Die Regierung verbucht die Entlastung als Erfolg, die Opposition kritisiert sie als unzureichend. Die Grünen mahnen, dass kurzfristige Preissenkungen nicht den notwendigen Ausstieg aus fossilen Energien verzögern dürfen.

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