Depression, Studie

Sport gegen Depression: Studie belegt Wirkung

15.02.2026 - 01:39:12

Umbrella-Review belegt: Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt gegen Depressionen und Angststörungen ähnlich effektiv wie professionelle Behandlungen und Medikamente.

Bewegungsmangel schadet nicht nur dem Körper – er belastet auch die Psyche erheblich. Das zeigt eine neue wissenschaftliche Auswertung im British Journal of Sports Medicine: Regelmäßige körperliche Aktivität kann Depressionen und Angstzustände deutlich lindern. Für Millionen Menschen weltweit könnte das eine zentrale Erkenntnis sein.

Die Umbrella-Review analysierte 57 Metaanalysen mit Daten von etwa 58.000 Personen. Das Ergebnis ist eindeutig: Sport wirkt. Besonders Schwimmen, Gewichtheben und Yoga zeigen positive Effekte auf die mentale Gesundheit. Die Effekte sind dabei mit denen von Psychotherapie oder Medikamenten vergleichbar – ein überraschendes Signal für alle, die nach Wegen aus depressiven Episoden suchen.

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Das unterschätzte Problem

Dabei war das Grundproblem längst bekannt: Fast ein Drittel der Weltbevölkerung bewegt sich zu wenig. Laut WHO-Daten von 2022 erreichen etwa 1,8 Milliarden Menschen die empfohlenen 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche nicht. Ein Trend, der sich verschärft – bis 2030 könnte die Quote auf 35 Prozent ansteigen.

Deutschland schneidet besonders schlecht ab:
44 Prozent der Frauen über 18 Jahren sind körperlich inaktiv
40 Prozent der Männer erreichen die WHO-Richtlinien nicht
– Bei Jugendlichen sind die Zahlen noch dramatischer

Die körperlichen Folgen

Die Liste der Risiken ist lang: Herzinfarkte, Schlaganfälle, Typ-2-Diabetes, Demenz, Brust- und Dickdarmkrebs. Die WHO warnte 2022, dass zwischen 2020 und 2030 fast 500 Millionen Menschen an Krankheiten leiden werden, die durch Bewegungsmangel ausgelöst werden.

Milliarden für vermeidbare Krankheiten

Die wirtschaftliche Bilanz ist verheerend. Die WHO prognostiziert jährliche Kosten von 27 Milliarden US-Dollar für die Behandlung von Inaktivitätsfolgen. Bis 2030 könnte sich dieser Betrag auf fast 300 Milliarden US-Dollar für neue Fälle summieren.

Das zeigt: Prävention durch Bewegung wäre nicht nur gesünder, sondern auch deutlich günstiger.

Was jetzt passieren muss

Experten fordern entschiedenes Handeln auf allen Ebenen. Schulen sollten Gesundheitsbildung und Bewegung stärker in ihre Lehrpläne integrieren. Regierungen müssen Infrastrukturen ausbauen – mehr Radwege, sichere Fußgängerzonen, zugängliche Sportangebote für alle Bevölkerungsgruppen.

Für den Einzelnen bleibt die Botschaft einfach: 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche. Wearables und Fitness-Apps können dabei unterstützen, die eigene Aktivität zu tracken und zu steigern.

Die neue Studie macht klar: Bewegung ist nicht nur eine Option für mehr Fitness – sie ist Medizin für Körper und Geist zugleich.

@ boerse-global.de

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