Sivers, Q1-Bericht

Sivers: Q1-Bericht am 29. Mai unter PCAOB-Standards

17.05.2026 - 04:03:40 | boerse-global.de

Sivers verschiebt Quartalszahlen und korrigiert Vorjahresumsätze nach unten. Der Photonik-Spezialist bereitet sich auf die Zweitnotiz in New York vor.

Sivers: Q1-Bericht am 29. Mai unter PCAOB-Standards - Foto: über boerse-global.de
Sivers: Q1-Bericht am 29. Mai unter PCAOB-Standards - Foto: über boerse-global.de

Sivers Semiconductors will an die Nasdaq New York. Der Weg dorthin führt aber erst einmal über harte Bilanzarbeit. Der schwedische Photonik-Spezialist verschiebt Termine, korrigiert alte Zahlen und trifft auf eine Bewertung, die viel Zukunft einpreist.

Bilanzarbeit bremst den Kalender

Der Q1-Bericht soll nun am 29. Mai erscheinen. Ursprünglich war der Termin für den 20. Mai geplant. Grund ist ein Audit-Uplift im Rahmen der möglichen Zweitnotiz in New York.

Für Sivers ist das mehr als ein formaler Schritt. Die an US-Prüferstandards angelehnte Rechnungslegung dürfte mitentscheiden, wie belastbar die Story für amerikanische Investoren wirkt. Kein Wunder, dass der neue Bericht eine wichtige Probe wird.

Auch die Hauptversammlung rückt nach hinten. Sie ist für den 15. Juni in Stockholm angesetzt, nachdem der frühere Termin Ende Mai gestrichen wurde. Auf der Tagesordnung stehen ein Optionsprogramm, neue Ermächtigungen für Aktienausgaben und der Vorschlag, keine Dividende auszuschütten.

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Optionsplan mit Verwässerung

Der Vorstand schlägt das Programm P11 vor. Es umfasst bis zu 7 Millionen neue Aktienoptionen. Voll verwässert würde das rund 2,0 Prozent des Kapitals entsprechen.

Teilnehmen können Beschäftigte in den USA, Schottland, Schweden und Indien. Nicht angestellte Verwaltungsratsmitglieder bleiben außen vor. Sivers will damit Fachkräfte halten, neue Talente gewinnen und die Motivation im Konzern erhöhen.

Für europäische Teilnehmer kann die finale Zahl ausübbarer Optionen von Leistungskriterien abhängen. Maßstab ist ein jährliches Wachstum nahe der Branchenprognose von 16,6 Prozent. Für Teilnehmer in den USA oder Indien sind keine Leistungsbedingungen vorgesehen.

Korrigierte Zahlen verändern das Bild

Die überarbeiteten Abschlüsse fallen spürbar schwächer aus. Für 2025 sieht Sivers den Umsatz nun bei 306,6 Millionen schwedischen Kronen. Der operative Verlust steigt in der neuen Darstellung auf 177,8 Millionen Kronen.

Auch unter dem Strich verschlechtert sich das Bild. Der Nettoverlust liegt nun bei 222,6 Millionen Kronen statt zuvor 186,5 Millionen Kronen. Das ist für eine Wachstumsstory kein kleines Detail.

Für das Vorjahr senkt Sivers den Umsatz auf 219,2 Millionen Kronen. Der Nettoverlust weitet sich auf 183,9 Millionen Kronen aus. Beim Umsatz hatte das Unternehmen zuvor 243,7 Millionen Kronen ausgewiesen.

Die Korrekturen betreffen mehrere Punkte. Sivers ordnet Umsätze anderen Perioden zu, passt Lagerwerte an und ändert Annahmen für aktienbasierte Vergütung. Hinzu kommen Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten.

Am Markt ist die Aktie trotz der Verluste teuer. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 46,4 und damit etwa dreimal so hoch wie der Peer-Schnitt von 15,1. Gegenüber Europas Halbleiterbranche mit 5,1 fällt der Abstand noch größer aus.

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Am Freitag schloss die Aktie bei 55,70 Kronen. Im späten Vormittagshandel hatte sie noch nahe 54,00 Kronen gelegen und lag damit 4,7 Prozent im Minus. Die Schwankungen bleiben hoch.

Davor war der Kurs in der Woche um 31,3 Prozent gestiegen. Seit der Ankündigung der geplanten Zweitnotiz im April zählt Sivers zu den auffälligsten europäischen Börsentiteln.

Der nächste Prüfstein ist der 29. Mai. Dann zeigt Sivers, wie sich die bereinigte Rechnungslegung im laufenden Geschäft niederschlägt. Am 15. Juni folgt die Abstimmung über Optionen und Aktienermächtigungen. Bis dahin bleibt die Nasdaq-Story intakt, aber sie hängt stärker als zuvor an sauberen Zahlen.

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