Sivers, Operative

Sivers: Operative Verluste auf 178 Millionen Kronen

15.05.2026 - 20:11:01 | boerse-global.de

Sivers korrigiert Umsätze und Gewinne für 2024/2025. Der Schritt dient der Vorbereitung auf eine Nasdaq-Notierung, belastet aber die operative Bilanz.

Sivers: Operative Verluste auf 178 Millionen Kronen - Foto: über boerse-global.de
Sivers: Operative Verluste auf 178 Millionen Kronen - Foto: über boerse-global.de

Sivers Semiconductors wollte mit dem Jahresbericht Klarheit schaffen. Stattdessen rücken die neuen Zahlen die angestrebte US-Präsenz in ein raueres Licht. Der schwedische Photonik- und Halbleiterspezialist hat seine Abschlüsse für zwei Jahre umfassend angepasst. Der Grund ist die Annäherung an PCAOB-Vorgaben für eine mögliche Doppelnotierung an der Nasdaq New York.

Korrekturen drücken Ergebnis

Die Anpassungen greifen tief in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Sivers verschob Umsätze zwischen Berichtsperioden und in spätere Jahre. Außerdem änderte das Unternehmen Lagerwerte, Annahmen zu aktienbasierter Vergütung und aktivierte Entwicklungskosten.

Für 2025 weist Sivers nun einen Umsatz von rund 307 Millionen schwedischen Kronen aus. Der operative Verlust fällt mit etwa 178 Millionen Kronen deutlich höher aus als zuvor berichtet. Auch unter dem Strich wurde das Bild schwächer. Der Jahresverlust liegt nun bei rund 223 Millionen Kronen.

Auch die Vergleichsbasis hat sich verschoben. Für 2024 sinkt der ausgewiesene Umsatz auf 219,2 Millionen Kronen nach zuvor 243,7 Millionen Kronen.

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Das ist mehr als eine technische Korrektur. Die neuen Werte verändern den Blick auf Margen, Umsatzqualität und Kapitalbedarf. Beim Ergebnis fällt der Schnitt noch stärker aus. Der Nettoverlust beträgt nun 183,9 Millionen Kronen statt 116,3 Millionen Kronen.

Wachstum bleibt sichtbar

Im operativen Geschäft blieb der Umsatztrend positiv. Im Schlussquartal stieg der Umsatz um fünf Prozent. Auf Jahressicht meldet Sivers ein Plus von 25 Prozent.

Der Wachstumskern liegt weiter im optischen Datenverkehr für KI-Infrastruktur. Sivers verweist dabei auf die Partnerschaft mit Jabil bei optischen 1,6-Terabit-Transceivern. Die Technik adressiert ein klares Problem: KI-Cluster stoßen mit klassischen Kupferverbindungen zunehmend an Grenzen.

Sivers arbeitet in Bereichen wie Co-Packaged Optics und Optical I/O. Dazu kommt die eigene Indiumphosphid-Laserplattform. Die Verbindung zu Ayar Labs und Jabil bleibt damit ein wichtiger Teil der Investmentstory.

Nasdaq-Plan bringt Nebenwirkungen

Den Bericht zum ersten Quartal verschiebt Sivers vom 20. Mai auf den 29. Mai. Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem laufenden Audit-Uplift für die mögliche US-Notierung. Am selben Tag soll die Aktie in den MSCI Sweden Small Cap Index aufgenommen werden.

Neben den Bilanzfragen belasten weitere Unsicherheiten. Voleon Capital Management und Two Sigma Investments halten jeweils Short-Positionen von knapp zwei Prozent. Die schwedische Behörde für Wirtschaftskriminalität prüft außerdem, ob Details zur Nasdaq-Planung vor der offiziellen Mitteilung im April durchgesickert sind.

Ein weiterer Druckpunkt liegt beim größten Einzelinvestor Achilles Capital. Dessen Mutter DDM Finance ist mit Anleihen in Verzug geraten und befindet sich in einem Restrukturierungsverfahren. Damit bleibt die Möglichkeit im Raum, dass ein größeres Sivers-Paket an den Markt kommt. Das Management äußert sich nicht dazu, ob das Paket verkauft werden soll.

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Hauptversammlung im Juni

Die Hauptversammlung ist auf den 15. Juni verlegt. Dort kommt ein neues Mitarbeiteroptionsprogramm zur Abstimmung.

Der Verwaltungsrat schlägt bis zu sieben Millionen Optionen vor. Bei vollständiger Ausübung läge die Verwässerung bei rund zwei Prozent. Die Hürden koppelt Sivers an eine jährliche Wachstumsrate von 16,6 Prozent.

Am 29. Mai liefert Sivers die erste Zahlenbasis nach dem Bilanzumbau. Stimmen Umsatzqualität und Verlusttrend, bekommt der Nasdaq-Plan mehr Halt. Fallen erneut Korrekturen oder Verzögerungen an, bleibt der Bilanzumbau der dominierende Kurstreiber.

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