Sivers: MSCI-Aufnahme am 29. Mai treibt Kurs
14.05.2026 - 12:31:47 | boerse-global.deHohe Verluste, verschobene Quartalszahlen und polizeiliche Ermittlungen. Eigentlich sind das Zutaten für einen massiven Kursabsturz. Bei Sivers Semiconductors passiert aktuell das genaue Gegenteil. Der schwedische Chiphersteller räumt seine Bilanzen für den Sprung an die Wall Street auf – und die Börse feiert.
Sivers passt die Abschlüsse der vergangenen zwei Jahre an die strengen PCAOB-Standards der US-Börsenaufsicht an. Für 2025 wächst der operative Verlust auf knapp 178 Millionen Schwedische Kronen. Das Eigenkapital schmilzt auf rund 950 Millionen Kronen ab.
Auch die Vorjahreszahlen mussten rückwirkend korrigiert werden. Das Management begründet die Anpassungen mit verschobenen Umsatzrealisierungen, neuen Bestandsbewertungen und Abschreibungen auf Entwicklungskosten. Diese nicht liquiditätswirksamen Effekte belasten das Papierergebnis, schonen aber den Cashflow.
Brisantes Datum für die Aktie
Wegen der aufwendigen Bilanzprüfung verschiebt das Unternehmen die Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal auf den 29. Mai. Dieses Datum birgt Zündstoff. Am selben Tag rückt die Aktie nach Handelsschluss in den MSCI Sweden Small Cap Index auf. Passive Indexfonds müssen dann automatisch Papiere kaufen.
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Der Markt ignorierte die tieferen roten Zahlen der Vergangenheit komplett. Die Aktie schloss am Mittwoch in Stockholm mit einem Plus von knapp zwölf Prozent bei 48,20 Kronen.
Leerverkäufer und Ermittlungen
Leerverkäufer wetten massiv gegen diese Euphorie. Hedgefonds wie Voleon Capital und Two Sigma halten nennenswerte Short-Positionen. Ein weiteres Risiko schlummert in der Aktionärsstruktur. Die Muttergesellschaft des größten Einzelinvestors Achilles Capital ist zahlungsunfähig, was die Angst vor einem unkontrollierten Aktienverkauf schürt.
Parallel dazu ermittelt die schwedische Finanzpolizei. Sie prüft, ob Details zum geplanten US-Börsengang vor der offiziellen Ankündigung im April durchgesickert sind. Um Vertrauen zu schaffen, haben sich Führungskräfte wie CEO Vickram Vathulya einer 90-tägigen Haltefrist für ihre eigenen Aktien unterworfen.
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Die Finanzierung für den US-Traum ist vorerst gesichert. Eine außerordentliche Hauptversammlung billigte in dieser Woche eine Kapitalerhöhung über 125 Millionen Kronen, die vollständig von institutionellen Investoren gezeichnet wurde. Am 29. Mai muss das Management mit dem Quartalsbericht beweisen, dass das bereinigte Zahlenwerk nun eine tragfähige Basis für die Nasdaq bietet.
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