Sivers, PCAOB-Restatement

Sivers: 11,73 Prozent trotz PCAOB-Restatement

14.05.2026 - 18:54:52 | boerse-global.de

Sivers Semiconductors weitet den Verlust durch strengere US-Bilanzregeln aus. Die Aktie steigt trotzdem dank MSCI-Aufnahme und Nasdaq-Plänen.

Sivers: 11,73 Prozent trotz PCAOB-Restatement - Foto: über boerse-global.de
Sivers: 11,73 Prozent trotz PCAOB-Restatement - Foto: über boerse-global.de

Bei Sivers Semiconductors prallen zwei Signale aufeinander: Die Bilanz wird nach US-Prüfmaßstäben deutlich strenger, die Aktie reagiert trotzdem mit einem kräftigen Sprung. Der schwedische Chipentwickler arbeitet weiter an der Option einer Nasdaq-Notierung in New York. Genau dieser Prozess legt nun Schwächen in den alten Zahlen offen.

US-Standards verschärfen die Rechnung

Am 13. Mai veröffentlichte Sivers den Geschäftsbericht für 2025 und passte die Konzernrechnung stärker an die Vorgaben der US-Prüfaufsicht PCAOB an. Betroffen sind unter anderem Umsatzabgrenzungen, Vorratsbewertungen, Annahmen für aktienbasierte Vergütung und aktivierte Entwicklungskosten.

Die neue Rechnung fällt vor allem beim Ergebnis härter aus. Der Umsatz steigt nur leicht auf 306,6 Mio. Schwedische Kronen. Das EBIT rutscht dagegen auf minus 177,8 Mio. Kronen, nach zuvor ausgewiesenen minus 141,3 Mio. Kronen.

Das ist kein kosmetischer Eingriff. Die Anpassungen verändern das Bild der Profitabilität deutlich und treffen auch Kennzahlen, die bei einer möglichen US-Notierung besonders genau geprüft werden.

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Unter dem Strich steht nun ein Verlust von 222,6 Mio. Kronen statt 186,5 Mio. Kronen. Je Aktie entspricht das minus 0,81 Kronen.

Auch die Vergleichswerte wurden neu gefasst. Für 2024 setzt Sivers nun Nettoumsätze von 219,2 Mio. Kronen an, zuvor waren 243,7 Mio. Kronen ausgewiesen worden. Der Jahresverlust wurde ebenfalls deutlich höher angesetzt.

Quartalsbericht kommt später

Der Terminplan verschiebt sich erneut. Der Bericht zum ersten Quartal soll nun nicht am 20. Mai erscheinen, sondern am 29. Mai. Am selben Tag wird die Aufnahme der Aktie in den MSCI Sweden Small Cap Index nach Handelsschluss wirksam.

Der Kalender wird damit eng. Die Hauptversammlung wandert vom 27. Mai auf den 15. Juni. Als Grund nennt das Unternehmen die laufende Anhebung der Prüfungsanforderungen im Zuge der Prüfung einer möglichen Nasdaq-Zweitnotiz.

Die Börse nahm die Veröffentlichung dennoch positiv auf. In Stockholm erreichte die Aktie 56,65 Kronen und schloss bei 48,20 Kronen. Das Tagesplus lag bei 11,73 Prozent.

Rally trifft auf Gegenwind

Der Indexeffekt dürfte geholfen haben. Eine MSCI-Aufnahme kann zusätzliche Nachfrage von Fonds erzeugen, die entsprechende Indizes abbilden oder daran orientiert investieren. Das erklärt aber nicht automatisch, warum der Markt die deutlich schlechteren Ergebniszahlen so gelassen hinnahm.

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Gegenwind bleibt sichtbar. Voleon Capital Management und Two Sigma Investments halten jeweils Short-Positionen von knapp 2 Prozent. Parallel untersucht die schwedische Wirtschaftskriminalitätsbehörde, ob Details zur angestrebten Nasdaq-Notierung vor der offiziellen Mitteilung im April durchgesickert sind.

Hinzu kommt der größte Einzelaktionär Achilles Capital. Dessen Mutter DDM Finance ist mit Anleihen in Zahlungsschwierigkeiten geraten und befindet sich in Restrukturierung. Damit bleibt ein möglicher Aktienüberhang im Markt, falls ein größerer Bestand verkauft werden müsste.

Operativ verweist Sivers weiter auf die Partnerschaft mit Jabil bei optischen 1,6-Terabit-Transceivern für KI-Infrastruktur. Der nächste Fixpunkt ist der 29. Mai: Dann treffen Quartalszahlen und MSCI-Aufnahme zusammen. Liefert Sivers belastbare Fortschritte, rückt die Nasdaq-Story wieder stärker nach vorn; dominieren Verzögerungen und Bilanzkorrekturen, bleibt die Qualität der Zahlen das zentrale Thema.

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