S&P, Diplomatie

S&P 500: Diplomatie rettet die Rally

13.04.2026 - 23:24:19 | boerse-global.de

Der S&P 500 erholt sich vollständig von seinen Kriegsverlusten, nachdem diplomatische Signale die frühen Verluste ausgleichen. Analysten sehen das Korrektur-Tief als erreicht an.

S&P 500: Diplomatie rettet die Rally - Foto: über boerse-global.de

Der gescheiterte Waffenstillstand am Wochenende hatte den Markt zunächst auf dem falschen Fuß erwischt. Doch dann kam die Wende: Trumps Aussage, der Iran wolle nun doch einen Deal, ließ den S&P 500 seine frühen Verluste vollständig aufholen — am Ende stand ein Plus von 1,02 Prozent auf 6.886,24 Punkte. Damit hat der Index die seit Kriegsbeginn aufgelaufenen Einbußen wieder wettgemacht.

Der Tag begann allerdings alles andere als entspannt. Futures hatten vorbörslich rund 0,7 Prozent nachgegeben, nachdem Trump eine Seeblockade der Straße von Hormus verhängt hatte — in Kraft seit Montagmorgen. Brent-Öl schoss zeitweise über 100 Dollar je Barrel. Die Sorge: anhaltend hohe Energiepreise könnten die ohnehin gestiegene Inflation weiter anheizen, nachdem der März-CPI bereits deutlich anzog.

Fragile Erholung, klare Kursziele

Trotz der weiterhin unsicheren Lage mehren sich die Stimmen, die das Korrektur-Tief für erreicht halten. Zwei namhafte Wallstreet-Strategen legten am Montag ihre Einschätzungen vor.

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RBC Capital sieht den S&P 500 auf Sicht von zwölf Monaten bei 7.750 Punkten — ein Aufwärtspotenzial von gut 13 Prozent gegenüber dem Stand vom 9. April. Der Index habe sich innerhalb einer normalen Korrekturspanne von weniger als zehn Prozent gehalten, Rezessionsängste seien bislang ausgeblieben. Wolfe Research formuliert es noch direkter: Das Tief bei 6.343 Punkten sei gesetzt, Anleger sollten Schwächephasen für Zukäufe nutzen.

Morgan Stanley teilt die vorsichtig optimistische Haltung. Nach einem Rückfall bis an den unteren Rand der anvisierten Korrekturbandbreite hat der Index seither rund sieben Prozent zugelegt. Das Gewinnwachstum gibt dieser Einschätzung Rückenwind: Das nachlaufende EPS-Wachstum liegt bei 15 Prozent, die Schätzungen für die nächsten zwölf Monate sogar bei über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Geopolitik bleibt der Unsicherheitsfaktor

So konstruktiv die Analysten auch klingen — die geopolitische Lage bleibt das entscheidende Risiko. Die Blockade der Straße von Hormus ist in Kraft, auch wenn das US-Zentralkommando klarstellte, dass sich die Maßnahme ausschließlich gegen iranische Schiffe und Häfen richtet. In Pakistan, wo die Gespräche am Wochenende stattfanden, halten Gerüchte über eine mögliche Wiederaufnahme der Verhandlungen an.

Parallel dazu beginnt die Berichtssaison für das erste Quartal 2026 Fahrt aufzunehmen. Goldman Sachs öffnete bereits am Montag seine Bücher, JPMorgan, Wells Fargo und Citigroup folgen am Dienstag. Morgan Stanley setzt dabei auf eine Kombination aus Zyklikern — Finanzwerte, Industrie, Konsumgüter — und qualitativ hochwertigen Wachstumstiteln wie den großen Hyperscalern, deren Bewertungen sich nach der Korrektur wieder attraktiver darstellen.

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