Resilienztraining, Stressgesellschaft

Resilienztraining wird in der Stressgesellschaft unverzichtbar

21.02.2026 - 03:22:12 | boerse-global.de

Psychische Belastungen erreichen neue Höchststände und verursachen Milliardenschäden. Unternehmen und Politik setzen zunehmend auf präventive Resilienzförderung.

Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich häufig gestresst. Die wirtschaftlichen Kosten psychischer Belastungen gehen in die Milliarden. Aktuelle Analysen zeigen: Die Fähigkeit, mit Krisen umzugehen, muss heute gezielt trainiert werden.

Stress erreicht neuen Höchststand

Laut dem aktuellen Stressreport der Techniker Krankenkasse (TK) fühlen sich 66 Prozent der Menschen in Deutschland häufig oder manchmal gestresst. Vor einem Jahrzehnt lag dieser Wert noch bei 57 Prozent. Haupttreiber sind hohe Ansprüche an sich selbst, Belastungen aus Beruf oder Studium sowie politische und gesellschaftliche Probleme.

Die Folgen sind massiv. Psychische Erkrankungen verursachen die längsten Fehlzeiten. Eine DAK-Analyse verzeichnete zuletzt 301 Fehltage pro 100 Versicherte – ein Anstieg von 48 Prozent in zehn Jahren. Der volkswirtschaftliche Schaden wird auf bis zu 42 Milliarden Euro geschätzt.

Mehr als nur Stressmanagement: Was ist Resilienz?

Als Antwort auf diese Entwicklung gewinnt Resilienztraining an Bedeutung. Es geht über klassisches Stressmanagement hinaus. Resilienz ist die Fähigkeit, Krisen und Rückschläge zu bewältigen, ohne dauerhaften Schaden zu nehmen. Experten bezeichnen sie als das „Immunsystem der Seele“.

Die Methoden sind wissenschaftlich fundiert. Sie stärken innere Ressourcen wie Optimismus, Akzeptanz und Lösungsorientierung. Entscheidend ist auch die Selbstwirksamkeitserwartung – der Glaube, Herausforderungen meistern zu können. Techniken wie Achtsamkeitsübungen helfen, negative Denkmuster zu verändern.

Unternehmen und Politik handeln

Die Dringlichkeit ist in der Wirtschaft angekommen. Konzerne wie SAP, Google oder Siemens haben umfassende Programme etabliert. Diese reichen von internen Schulungen bis zu digitalen Coaching-Angeboten.

Auch die Politik reagiert. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert mit Initiativen die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz. Krankenkassen wie die AOK oder TK flankieren dies mit eigenen Kursen und Aufklärungskampagnen.

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Vom Feuerlöschen zur Prävention

Die Diskussion markiert einen Paradigmenwechsel. Es geht nicht mehr nur um die Behandlung von Burnout, sondern um die proaktive Stärkung der mentalen Gesundheit. Investitionen in Prävention verringern nicht nur Leid, sie sind auch volkswirtschaftlich sinnvoll.

Die Forschung, etwa am Deutschen Resilienz-Zentrum in Mainz, arbeitet an effektiveren Methoden. Das Ziel: eine Kultur, in der psychische Gesundheit ebenso selbstverständlich gefördert wird wie körperliche Fitness. In einer unsicheren Welt wird diese innere Stärke zur Schlüsselkompetenz für alle.

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