Ramones, Kult

Ramones 2026: Warum der Kult jetzt wieder explodiert

13.02.2026 - 22:47:27

Ramones-Hype 2026: Dokus, Reissues, Fan-Gerüchte – warum die Punk-Legenden gerade wieder überall sind und was das für deutsche Fans heißt.

Du merkst es wahrscheinlich selbst: Auf TikTok tauchen immer mehr Leute mit Ramones-Shirts auf, in Reels läuft plötzlich wieder "Blitzkrieg Bop" und auf Streaming-Plattformen schießen die Playlists mit altem New-York-Punk nach oben. Die Ramones sind 2026 wieder da – nicht als Reunion (alle vier Originalmitglieder sind inzwischen verstorben), sondern als massive Retro-Welle, als Kino- und Streaming-Thema und als ewige Referenz für alles, was nach ehrlichem Drei-Akkorde-Punk klingt.

Offizielle Infos, Merch & Legacy-Projekte der Ramones

Gerade in Deutschland wird der Kult neu entdeckt: Vinyl-Reissues, Tribute-Shows, Themennächte im Club und junge Bands, die ihre komplette Ästhetik auf die Ramones zurückführen. Viele Fans, die 20 oder 25 sind, haben die Band nur über alte Live-Videos und den typischen Logo-Print kennengelernt – aber sie feiern den Sound, als wäre er gestern erschienen. Grund genug, einmal sauber zu sortieren: Was passiert 2026 wirklich rund um die Ramones, was bedeutet das für deutsche Fans, und wo kannst du dieses Erbe live erleben – wenn auch "nur" in Form von Tribute-Events und Hommagen?

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Auch wenn die Ramones als aktive Band Geschichte sind, ist die Marke "Ramones" alles andere als tot. In den letzten Monaten häufen sich Meldungen zu neuen Dokus, Biografie-Projekten, erweiterten Album-Neuauflagen und Ausstellungen. Die Rechteverwalter und die verbliebenen Weggefährten wissen ganz genau: Der Hunger nach authentischem Punk mit klarer Attitüde ist im Jahr 2026 riesig – vor allem, weil vieles im Mainstream glatt gebügelt wirkt.

Ein Fokus liegt aktuell auf Anniversary-Editionen der klassischen Alben. Immer wieder tauchen zum Jubiläum von Meilensteinen wie "Ramones" (1976), "Rocket to Russia" (1977) oder "Road to Ruin" (1978) neue Versionen auf – mit Demo-Takes, bisher unveröffentlichten Live-Mitschnitten und ausführlichen Liner Notes. Besonders spannend für deutsche Fans sind die Archiv-Aufnahmen von Shows in Europa: In Boxsets landen regelmäßig Mitschnitte aus London, Italien oder Skandinavien – und immer öfter Wunschlisten von Fans, die sagen: "Gib uns mehr Material von den legendären Deutschland-Gigs in den Achtzigern."

Parallel dazu arbeitet die Film- und Serienwelt weiter am Ramones-Mythos. In Interviews deuten verschiedene Produzenten an, dass punkige Biopics und Serien, die im CBGB-Umfeld spielen, weiterhin in Planung sind. Die Ramones sind dabei oft Dreh- und Angelpunkt, weil sie wie kaum eine andere Band für das stehen, was die meisten sich unter "echtem Punk" vorstellen: kurze, direkte Songs, keine virtuosen Egos, sondern pure Energie. Für einen Streaming-Markt, der nach markanten Geschichten sucht, ist diese Bandgeschichte ein Geschenk.

Für Deutschland interessant: Immer mehr Ausstellungen und Museumsprojekte greifen die Ramones auf – sei es in größeren Städten wie Berlin oder in spezialisierten Popkultur-Museen. Poster, alte Konzerttickets von Gigs in Hamburg, Berlin oder Düsseldorf, rare Fotos mit deutschen Fans im Backstage: Diese Dinge tauchen in Kuratoren-Listen auf, weil sie zeigen, dass der Ramones-Hype schon damals eine starke europäische und eben auch deutsche Komponente hatte. Punk war nie nur London und New York – und die Ramones haben in Deutschland früh Clubs abgebrannt, lange bevor viele Radiosender überhaupt wussten, was da passiert.

Ein weiterer Faktor für den aktuellen Buzz ist die stetige Präsenz auf Social Media. Auf TikTok und Instagram rollen Edits mit Live-Ausschnitten quer durch die Feeds. Junge Creator schneiden alte Schwarzweiß-Videos der Band auf moderne Memes, posten Outfit-Inspirationen mit Lederjacken, Jeans, Chucks und dem ikonischen Logo, und erzählen dazu, wie sie über ihre Eltern oder über Filmbundles bei Streamingdiensten zu den Ramones gekommen sind. Diese Mischung aus Nostalgie und Neu-Entdeckung treibt die Streamingzahlen nach oben – und je öfter "Hey Ho, Let's Go" irgendwo im Hintergrund läuft, desto stärker verankert sich die Band in der Popkultur von 2026.

Für deutsche Fans bedeutet das: Mehr Themenabende, Tribute-Festivals und Punk-Specials. Clubs reagieren auf den Hype. In Line-ups tauchen häufiger Ramones-Coverbands auf, Veranstalter kleben das bekannte Logo bewusst groß auf ihre Plakate, um sowohl Alt-Fans als auch neugierige Gen-Z-Kids anzulocken. Selbst wenn du die Original-Ramones nie live hören konntest, rückt das Erlebnis, diese Songs laut, schwitzend und wild im Moshpit mitzuschreien, wieder in greifbare Nähe.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Weil die Ramones selbst nicht mehr touren können, verlagert sich der komplette Live-Fokus auf Tribute-Bands, Punk-Festivals und Themenkonzerte, die den Geist der Band transportieren. Und genau da wird es spannend, denn viele dieser Acts orientieren sich extrem eng an typischen Ramones-Setlists aus der Hochphase der späten Siebziger und frühen Achtziger.

Wenn du dir aktuelle Setlisten von Tribute-Shows in Europa anschaust, tauchen bestimmte Songs praktisch immer auf: "Blitzkrieg Bop" (klar – der ultimative Opener oder Finale-Song), "Sheena Is a Punk Rocker", "Rockaway Beach", "I Wanna Be Sedated", "Teenage Lobotomy", "Judy Is a Punk", "Beat on the Brat", "Do You Remember Rock 'n' Roll Radio?" und "Pet Sematary" als späterer Fan-Favorit. Viele Tributes bauen ihre Show dramaturgisch so, wie die Ramones es damals gemacht haben: kaum Pausen, kaum Ansagen, Songs gehen fast nahtlos ineinander über.

In klassischen Original-Setlists lag die Songanzahl oft bei 25 bis 30 in rund einer Stunde. Das Tempo war brutal hoch, die Übergänge bestanden manchmal nur aus einem schnellen "1-2-3-4" und schon knallte der nächste Track. Genau das versuchen viele moderne Bands nachzustellen: kurze Stille, dann Schlagzeug-Count-In, Gitarrenwand, alle springen, alle schreien den Refrain. Wenn du sonst eher auf ausgefeilte Lichtshows und Bühnen-Deko stehst, bist du hier im falschen Film – Ramones-Tributes setzen auf Minimalismus: Jeans, Lederjacke, oft die typische dunkle Sonnenbrille, fertig. Alles andere macht die Crowd.

Der Ablauf vieler Tribute-Nächte sieht so aus, dass der erste Teil stark auf das legendäre Debüt "Ramones" (1976) und die frühen Singles fokussiert. Du bekommst also gleich am Anfang eine Attacke aus "Blitzkrieg Bop", "Beat on the Brat", "Judy Is a Punk" und "Havana Affair". Im Mittelteil tauchen dann Songs von "Rocket to Russia", "Leave Home" und "Road to Ruin" auf, also "Cretin Hop", "I Don't Care", "I Wanna Be Sedated" oder "I Just Want to Have Something to Do". Zum Schluss rasen viele Bands durch die größten Singalong-Hits – hier kommen dann oft "Sheena Is a Punk Rocker", "Rock 'n' Roll High School" oder "Do You Wanna Dance?".

Atmosphärisch ist so ein Abend meistens das Gegenteil von distanziertem Konzertkonsum. Bei Ramones-Songs hält niemand das Handy die ganze Zeit hoch, alle wollen mitmachen

Spannend ist auch, wie junge Bands eigene Songs in die Setlist mischen, die stark von den Ramones beeinflusst sind. Du hörst dann neuen Punk auf Deutsch oder Englisch, mit maximal zwei Minuten Spielzeit, klaren Hooks und null Schnickschnack. Viele Acts sagen auf der Bühne explizit: "Ohne Ramones gäbe es uns nicht." Dieser Mix aus Tribute und Weiterentwicklung zeigt, dass der Sound nicht nur Retro ist, sondern immer noch als Blaupause für frischen, direkten Gitarrenpunk funktioniert.

Selbst wenn keine offizielle "Ramones-Tour" durch Deutschland angekündigt werden kann, lohnt es sich, lokale Clubprogramme und Festival-Line-ups genau zu checken. Häufig stehen da Formulierungen wie "Ramones Night", "Gabba Gabba Hey Special" oder "Punkrock Classics 1976–1984", hinter denen sich komplette Abende mit Schwerpunkt auf dieser Band verbergen – inklusive DJ-Sets, die zwischen den Live-Acts alles von "Suzy Is a Headbanger" bis "I Wanna Live" laufen lassen.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Wenn du dich auf Reddit, in deutschen Punk-Discords oder auf TikTok durch die Kommentare wühlst, merkst du schnell: Rund um die Ramones kursieren 2026 einige spannende Theorien und Diskussionen. Vieles dreht sich darum, wie groß der Kult noch werden kann – und was als Nächstes auf Fans zukommt.

Eine der heißesten Spekulationen: Kommt eine große, europaweite Ramones-Ausstellung, die auch in Deutschland Station macht? Immer wieder tauchen in Threads Hinweise auf, dass Kurator:innen in Gesprächen mit Archiven und Sammler:innen stehen. Viele Fans wünschen sich eine Wanderausstellung mit Original-Gitarren, alten Bühnenoutfits, handschriftlichen Setlisten, Tourpostern und vielleicht sogar einem rekonstruierten Bühnenaufbau inklusive Joey-Ramone-Mikroständer. Berlin, Hamburg oder Köln werden dabei regelmäßig als potenzielle Stopps genannt. Offiziell bestätigt ist bislang nichts, aber je stärker das Interesse an solchen Projekten kommuniziert wird, desto wahrscheinlicher wird es.

Auf TikTok machen außerdem AI-Experimente die Runde, bei denen Creator versuchen, herauszufinden, wie die Ramones heute klingen würden. Manche Apps generieren "neue" Songs im klassischen Stil, andere basteln Cover-Versionen moderner Pop-Hits im Ramones-Sound. Die Kommentare sind gespalten: Die einen feiern es als liebevolle Hommage und Einstiegshilfe für junge Hörer:innen, die anderen finden es respektlos, den Stil einer Band virtuell zu kopieren, deren Mitglieder sich zu solchen Experimenten nicht mehr äußern können. Diese Diskussion berührt ein größeres Thema: Wem "gehört" eigentlich eine Band, wenn alle Originalmitglieder tot sind – nur der Rechteverwaltung oder auch der Fan-Community?

In deutschen Foren tauchen immer wieder Fragen zu Ticketpreisen bei Tribute-Shows auf. Manche Fans finden es kritisch, wenn Ramones-Coverabende plötzlich so viel kosten wie eine Clubshow aktueller Top-Acts, obwohl es "nur" eine Hommage ist. Andere argumentieren, dass professionelle Tribute-Bands heute massiv in guten Sound, Licht, Reisekosten und Promo investieren und deshalb nicht für Zehn-Euro-Tickets spielen können. Dass Original-Ramones-Konzerte in den Achtzigern zum Teil vergleichsweise günstig waren, taucht als nostalgischer Vergleichspunkt auf – aber eben in einer völlig anderen Zeit mit anderen Kostenstrukturen.

Ein weiterer Dauerbrenner: Welche Alben gelten wirklich als Pflichtprogramm für neue Fans? In Threads liest du oft hitzige Rankings. Manche sagen, die ersten vier Alben seien das Nonplusultra und danach ginge es nur noch abwärts. Andere verteidigen spätere Platten wie "End of the Century" oder "Too Tough to Die" und betonen, wie wichtig diese für die Weiterentwicklung des Sounds waren. Für die jüngere Gen-Z-Fanbase spielt das oft eine kleinere Rolle – sie kommen über einzelne Songs, Playlists und TikTok-Sounds, nicht über das klassische Albumformat. Das sorgt für Reibung mit älteren Fans, die die Ramones noch über komplette LPs entdeckt haben.

Eher liebevoll ist die Fan-Theorie, dass das bekannte Logo mit Adler und Namensring irgendwann den Status eines globalen Subkultur-Wappens erreicht hat – ähnlich wie das Nirvana-Smiley oder das Rolling-Stones-Zungenlogo. Auf Social Media wird diskutiert, ob die Leute, die das Shirt tragen, die Band überhaupt hören, oder ob es nur ein Mode-Statement ist. Viele berichten davon, dass sie zuerst das Shirt in Fast-Fashion-Läden gesehen haben und erst später angefangen haben, die Musik zu checken. Ironischerweise funktioniert das für die Legacy der Ramones ziemlich gut: Der visuelle Hype öffnet die Tür, die Songs halten die Leute fest.

Spannend ist, dass sich in Kommentaren immer wieder der Wunsch nach zeitgemäßen Tribute-Formaten zeigt: Fans träumen von VR-Konzerten, bei denen man quasi mitten im CBGB von 1977 steht, oder von offiziellen Remixen, bei denen aktuelle Künstler:innen aus Rap, Hyperpop oder Techno einzelne Ramones-Spuren auseinandernehmen und neu zusammensetzen. Purist:innen laufen bei solchen Ideen Sturm, andere feiern den Gedanken, dass der Ramones-Spirit so weitere Generationen erreicht. Klar ist: Der Mythos ist lebendig genug, dass ständig neue Spekulationen entstehen – und das hält das Gespräch über die Band in Gang.

Alle Daten auf einen Blick

Damit du die wichtigsten Fakten schnell parat hast, hier ein kompakter Überblick in Tabellenform – von historischen Eckdaten bis zu typischen Facts, die in Diskussionen immer wieder auftauchen.

KategorieInfoHinweis für Fans in Deutschland
Bandgründung1974 in New York (Queens)Startpunkt der Punk-Bewegung, die später starken Einfluss auf deutsche Szenen in Berlin, Hamburg, Düsseldorf hatte.
Debütalbum"Ramones" (Vö. 1976)Wird 2026 als 50-Jahre-Meilenstein extrem gefeiert; häufig Thema in Specials und Reissues.
Ursprüngliche MitgliederJoey, Johnny, Dee Dee, Tommy RamoneAlle Originalmitglieder sind inzwischen verstorben; Legacy-Projekte werden von Nachlässen und Partnern betreut.
Klassische Hits"Blitzkrieg Bop", "Sheena Is a Punk Rocker", "I Wanna Be Sedated"Laufen regelmäßig in Punk- und Alternative-Playlists, werden von Tribute-Bands fast immer gespielt.
Legendäre KonzertländerUSA, UK, Deutschland, Italien, SkandinavienDeutschland war früh ein starker Markt; viele ältere Fans schwärmen bis heute von Clubshows in den 80ern.
Typische Setlänge (Ramones-Original)25–30 Songs in ~60 MinutenHohe Songdichte, extrem wenig Pausen; wird von vielen Tribute-Bands nachgeahmt.
Standard-BühnenlookLederjacke, Jeans, T-Shirt, ChucksWird von Fans wie von Bands kopiert; Ramones-Nights in Deutschland sind oft auch ein Style-Revival.
Einfluss auf deutsche BandsStarke Inspiration für Deutschpunk & IndieVon frühen Deutschpunk-Bands bis zu modernen Indie-Acts: Ramones werden häufig als Vorbild genannt.
Merch-BedeutungLogo-T-Shirts weltweit verbreitetRamones-Shirts sind in deutschen Innenstädten überall zu sehen; oft Einstieg für neue Hörer:innen.
Offizielle Websitewww.ramones.comQuelle für Legacy-Projekte, offizielle Statements und ausgewählten Merch.

Häufige Fragen zu Ramones

Rund um die Ramones tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf, gerade bei jüngeren Fans, die über Social Media zur Band kommen. Hier findest du ausführliche Antworten, damit du im Freundeskreis oder in den Kommentaren mitreden kannst.

1. Wer waren die Ramones überhaupt – und warum gelten sie als Punk-Ikonen?

Die Ramones waren eine 1974 in New York gegründete Band, die wie kaum eine andere für den Ur-Sound des Punk steht. Statt komplexer Soli und ausufernder Songstrukturen setzten sie auf maximal einfache, direkte Songs: Drei Akkorde, eingängiger Refrain, Text auf den Punkt. Joey Ramone mit seiner unverwechselbaren, leicht nöligen Stimme, Johnny mit seinem ultra-straffen Downstroke-Gitarrenspiel, Dee Dee am Bass und Tommy (später Marky u.a.) am Schlagzeug formten einen Stil, der damals radikal anders wirkte als der dominierende Stadionrock.

Sie gelten als Ikonen, weil sie diesen Ansatz kompromisslos durchgezogen haben und damit unzählige Bands beeinflussten – von britischem Punk der späten Siebziger bis hin zu amerikanischem Hardcore, Grunge und Pop-Punk. Selbst wenn du heute Acts wie Green Day, The Offspring oder deutsche Punk- und Pop-Punk-Bands hörst, findest du in deren Songs Elemente, die direkt oder indirekt auf die Ramones zurückgehen.

2. Kann ich die Ramones 2026 noch live sehen?

Die ehrliche Antwort: Nein, nicht im Original. Die vier Gründungsmitglieder leben alle nicht mehr, und auch spätere Musiker der Band sind verstorben. Deshalb sind echte Reunion-Konzerte ausgeschlossen. Was du aber sehr wohl erleben kannst, sind hochkarätige Tribute-Shows und Festivals, bei denen ganze Abende den Ramones gewidmet sind.

Viele dieser Bands orientieren sich detailverliebt am Sound, an der Bühnenpräsenz und sogar an einzelnen Gesten der Originale. Das ist natürlich nie dasselbe wie damals – aber es kann dir einen extrem intensiven Eindruck davon vermitteln, wie es gewesen sein muss, 1978 schweißgebadet in der ersten Reihe zu stehen und bei "Blitzkrieg Bop" die Stimme zu verlieren. Gerade in deutschen Großstädten findest du regelmäßig solche Konzerte; ein Blick in die Eventkalender von Punk-Clubs lohnt sich.

3. Mit welchem Album sollte ich als Neueinsteiger:in anfangen?

Wenn du komplett neu bist, gibt es zwei klassische Einstiegswege. Entweder du startest mit dem Debüt "Ramones" (1976), weil dort der Sound in seiner rohen Urform zu hören ist, oder du gehst über eine gut kuratierte Best-Of- oder Playlist, die die wichtigsten Songs aus verschiedenen Phasen zusammenfasst.

Das Debüt hat den Vorteil, dass du direkt checkst, worum es der Band ging: Schnell, direkt, keine Balladen, keine Spielereien. Songs wie "Blitzkrieg Bop", "Judy Is a Punk" oder "Beat on the Brat" geben in unter drei Minuten mehr Energie als manche modernen Tracks in der doppelten Länge. Wenn du danach tiefer graben willst, bieten sich "Rocket to Russia" und "Road to Ruin" an, weil sie den Stil leicht erweitern, ohne die Essenz zu verlieren. Best-Of-Kompilationen sind super, um im Alltag reinzuskippen, aber wenn du das ganze Bild willst, führt am Albumhören kein Weg vorbei.

4. Warum tragen so viele Leute Ramones-Shirts, die die Band gar nicht kennen?

Das Ramones-Logo hat sich zu einem echten Popkultur-Symbol entwickelt. Ähnlich wie bei Nirvana oder den Rolling Stones taucht es in Modeketten auf, auf Caps, Beuteln und Jacken. Viele Menschen finden das Design schlicht und markant, ohne sich tiefer mit der Musik beschäftigt zu haben. Das sorgt bei Fans manchmal für Augenrollen – gleichzeitig berichten viele, dass genau dieses Shirt sie neugierig gemacht hat.

Insofern kann man das ambivalent sehen: Ja, es ist ein bisschen absurd, wenn jemand das Logo trägt und nicht einen Song benennen kann. Andererseits sorgt diese visuelle Präsenz dafür, dass die Ramones nicht aus dem kollektiven Gedächtnis verschwinden. Und oft reicht ein kurzer Kommentar wie "Hast du die Band eigentlich schon mal gehört?" in der Schule, im Club oder auf der Arbeit, um jemanden dazu zu bringen, abends "I Wanna Be Sedated" zu streamen – und vielleicht selbst Fan zu werden.

5. Wie wichtig waren die Ramones für die deutsche Musikszene?

Sehr wichtig – auch wenn das nicht immer laut mitgesprochen wird. In den späten Siebzigern und frühen Achtzigern inspirierten die Ramones eine ganze Welle von Deutschpunk- und NDW-Bands, direkt oder indirekt. Das Prinzip, Dinge simpel zu halten, lieber klare Aussagen zu treffen als verkopfte Texte zu schreiben, und mit wenig Mitteln maximalen Druck zu erzeugen, hat viele deutsche Musiker:innen geprägt.

In Interviews beziehen sich deutsche Punk-Acts immer wieder auf die Ramones als Grund, überhaupt eine Gitarre in die Hand genommen zu haben. Selbst in Indie, Emo und Pop-Punk made in Germany finden sich Spuren – sei es in Songlängen, Melodieführungen oder im Bekenntnis dazu, lieber roh und ehrlich zu klingen als perfekt glatt. Dass die Ramones mehrfach in Deutschland getourt haben und hier auf extrem leidenschaftliche Fans getroffen sind, hat diesen Austausch noch verstärkt.

6. Warum tauchen die Ramones 2026 wieder überall auf – ist das nur Nostalgie?

Es ist Nostalgie, aber nicht nur. Zum einen markieren runde Jubiläen (50 Jahre Debüt, runde Geburtstage, Gedenktage) immer wieder Punkte, an denen Medien, Labels und Fans zurückschauen. Das führt zu Dokus, Reissues, Podcast-Serien und Social-Media-Themenwochen. Zum anderen passt der Ramones-Ansatz gerade extrem gut zur Stimmung vieler jüngerer Leute: Weniger Perfektion, mehr Direktheit. In einer Zeit, in der vieles Instagram-optimiert und glatt aussieht, wirkt dieser rohe, fiese, aber melodische Punk befreiend.

Dazu kommt, dass Social-Media-Plattformen Songs aus vergangenen Jahrzehnten immer wieder viral gehen lassen. Ein passender Clip, ein witziges Meme mit "Blitzkrieg Bop" im Hintergrund, eine Szene in einer beliebten Serie – und schon entdecken Millionen Menschen den Track neu. Labels, Kurator:innen und Streamingdienste sehen das an den Daten und pushen entsprechende Playlists. So entsteht eine Feedback-Schleife, die dafür sorgt, dass die Ramones nicht im Archiv verstauben, sondern aktiv im Alltag von Gen Z und Millennials auftauchen.

7. Wo bekomme ich heute verlässlich Infos und guten Ramones-Merch?

Wenn du keine Lust auf halbseidene Bootlegs und Fake-News hast, lohnt sich ein Blick auf die offiziellen Kanäle. Die Website ramones.com dient als zentrale Anlaufstelle für Legacy-Projekte, ausgewählten Merch und Ankündigungen rund um Veröffentlichungen. Darüber hinaus liefern seriöse Musikmedien, Punk-Magazine und spezialisierte Vinyl-Shops in Deutschland regelmäßig Updates zu Reissues, Boxsets und Büchern.

Beim Merch ist es eine Frage der Haltung: Wer sicher sein will, dass die Erben und beteiligten Kreativen etwas abbekommen, setzt eher auf offizielle Shops und lizenzierte Produkte. Second-Hand-Läden, Flohmärkte und Vintage-Stores haben dagegen oft alten, extrem charmanten Stuff – von abgewrackten Tour-Shirts bis zu selbstgedruckten Fanzines. Am Ende kannst du beides kombinieren: ein offizielles Shirt zur Unterstützung der Legacy und ein getragenes Vintage-Teil als authentisches Szene-Relikt.


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