EuroGiant-Liquidation: Betrüger locken mit Fake-Schlussverkauf
13.02.2026 - 22:49:12Irlands Verbraucherschützer warnen eindringlich vor einer gefälschten Website, die den insolventen Einzelhändler EuroGiant imitiert. Die Betrüger nutzen die aktuelle Liquidation für fingierte „Schlussverkäufe“, um an Daten und Geld zu gelangen.
Die irische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde (CCPC) hat heute Alarm geschlagen. Hinter der betrügerischen Seite stecken kriminelle Akteure, die die Insolvenz des bekannten Händlers schamlos ausnutzen. Sie locken Kunden mit angeblichen Ausverkaufsangeboten zu Spottpreisen – ein klassisches Muster des Online-Betrugs.
Die offiziellen Liquidatoren von EuroGiant haben die Warnung initiiert und die Polizei eingeschaltet. Da die echte Unternehmenswebsite abgeschaltet wurde, nutzen die Scammer dieses Vakuum für ihre Zwecke. Auf den sozialen Medien des echten Unternehmens finden sich bereits entsprechende Warnhinweise.
So funktioniert der Betrug
Die Methode ist alt, aber wirksam: Die Täter erzeugen mit dem „Schlussverkauf“-Narrativ künstlichen Zeitdruck. Verbraucher sollen übereilt kaufen, ohne die Quelle zu prüfen. Die gefälschte Seite wirkt dabei täuschend echt, mit nachgemachten Logos und professionellem Design.
„Solche Angebote sind fast immer zu gut, um wahr zu sein“, mahnen Cybersecurity-Experten. Ungewöhnlich hohe Rabatte seien ein deutliches Warnsignal. Der eigentliche Zweck der Seiten ist nicht der Verkauf von Waren, sondern das Abgreifen von Kreditkartendaten für Identitätsdiebstahl oder direkten finanziellen Schaden.
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Dieser Fall steht exemplarisch für eine globale Welle von E-Commerce-Betrug, bei dem Kriminelle das Vertrauen in etablierte Marken missbrauchen. Die Insolvenz eines großen Players wie EuroGiant – mit 640 gefährdeten Jobs in 77 Filialen – bietet dafür einen perfekten Vorwand.
So schützen Sie sich
Die CCPC gibt klare Handlungsempfehlungen. Der wichtigste Rat: Meiden Sie derzeit alle Social-Media-Werbung oder Links, die mit EuroGiant werben.
- Stoppen und nachdenken: Bei Angeboten, die Druck erzeugen oder unglaublich erscheinen, sollten Sie innehalten.
- Quelle prüfen: Vertrauen Sie nicht blind Logos. Vergewissern Sie sich immer, dass Sie sich auf der offiziellen Website eines Händlers befinden, bevor Sie Zahlungsdaten eingeben.
- Verdacht melden: Verdächtige Seiten sollten umgehend der Polizei gemeldet werden.
Wer bereits Opfer geworden sein könnte, sollte sofort handeln: Bank oder Zahlungsdienstleister kontaktieren, um die Transaktion zu melden und eine Rückbuchung zu beantragen. Die betroffene Karte sollte umgehend gesperrt werden.
Hintergrund: Ein globales Problem
Internationale Ermittlungen haben in der Vergangenheit ganze Netzwerke mit zehntausenden Fake-Shops aufgedeckt, die oft im industriellen Maßstab aus dem Ausland betrieben werden. Finanzinstitute verzeichnen besonders in Stoßzeiten wie den Weihnachtsgeschäften einen starken Anstieg solcher Betrugsmaschen.
Für Verbraucher bleibt Wachsamkeit der beste Schutz. Neben Skepsis gegenüber unerwarteten Angeboten sind grundlegende Sicherheitsmaßnahmen entscheidend: Starke, einzigartige Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierung und die Nutzung sicherer Zahlungsmethoden mit Käuferschutz.
Die irische Polizei wird nun die Ermittlungen gegen die Betreiber der Fake-Seite aufnehmen. Verbraucherschützer wie die CCPC beobachten derweil weiter den digitalen Markt, um frühzeitig vor neuen Gefahren zu warnen.
@ boerse-global.de
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