Psychische Gesundheit wird zum Chef-Thema
22.01.2026 - 06:24:12Psychische Belastungen kosten die deutsche Wirtschaft Milliarden. Unternehmen setzen nun auf ihre Führungskräfte als Schlüssel zur Lösung. Denn Manager sind oft die ersten, die Warnsignale wie Burnout oder Depressionen bei ihren Teams erkennen – doch viele fühlen sich überfordert.
Fehlzeiten durch Psyche verdreifacht
Die wirtschaftlichen Folgen sind alarmierend. Laut DEKRA Arbeitssicherheitsreport 2025 verursachten psychische Erkrankungen 2023 Produktionsausfallkosten von 20,5 Milliarden Euro. Die Krankenkassen bestätigen den Trend: Der DAK-Psychreport 2025 zeigt psychische Leiden auf Platz drei der Fehltage-Ursachen. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Zahl der Ausfalltage fast verdreifacht.
Depressionen und Angststörungen sind dabei die Haupttreiber. Für Unternehmen wird klar: Die mentale Gesundheit der Belegschaft wirkt sich direkt auf Produktivität und Erfolg aus.
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Führungskräfte zwischen Fürsorge und Überlastung
Vorgesetzte sind die entscheidende Schnittstelle. Sie sollen ein Klima des Vertrauens schaffen, in dem über psychische Gesundheit offen gesprochen werden kann. Doch die Aufgabe überfordert viele.
Eine Studie der ias Stiftung von Ende 2024 ergab: Fast die Hälfte der befragten Mittelstandsführungskräfte nimmt mehr psychische Belastungen in ihren Teams wahr. Als Gründe nennen sie:
* Ein gestiegenes Arbeitspensum
* Zunehmenden Leistungsdruck
* Den anhaltenden Fachkräftemangel
Ohne Schulung fehlt es den Chefs jedoch oft an Handlungssicherheit. Wie führt man ein sensibles Gespräch, ohne Grenzen zu überschreiten?
Trainings boomen – aber reicht das?
Immer mehr Betriebe investieren deshalb in gezielte Führungskräfte-Trainings. Diese Programme vermitteln Wissen zur Früherkennung von Burnout und Depressionen. Sie schulen lösungsorientierte Gesprächsführung und stärken die eigene Resilienz der Vorgesetzten.
Denn eine zentrale Erkenntnis lautet: Nur wer gut für sich selbst sorgt, kann auch für andere eine Stütze sein. Ziel ist eine präventive Führungskultur.
War for Talents: Psyche wird zum Job-Argument
Das Engagement für mentale Gesundheit ist längst mehr als Sozialpolitik – es ist ein Wettbewerbsvorteil. In Zeiten des Fachkräftemangels wird eine gesundheitsfördernde Kultur zum entscheidenden Faktor. Vor allem jüngere Generationen wie die Gen Z legen großen Wert darauf.
Die Techniker Krankenkasse (TK) bestätigt den Bedeutungszuwachs in ihrer Zukunftsstudie: Erwarteten 2022 noch 38,5 Prozent der Unternehmen, dass psychischen Belastungen große Bedeutung zukommt, sind es heute fast 70 Prozent.
Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine Lücke: Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen setzt laut DEKRA-Report nur etwa jedes vierte Unternehmen konsequent um.
Vom Trend zur gelebten Kultur
Die Richtung ist klar: Die Sensibilisierung für psychische Gesundheit wandert vom freiwilligen Add-on zum festen Bestandteil der Führungsausbildung. Experten erwarten mehr interne Hilfsangebote und eine Verankerung des Themas in den Unternehmenswerten.
Der offene Dialog, vorgelebt von geschulten Führungskräften, wird zum Fundament zukunftsfähiger Unternehmen. Am Ende profitieren beide Seiten: Mitarbeiter durch ein gesünderes Umfeld, Betriebe durch höhere Bindung und Produktivität.
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