Power-Nap: 45 Minuten Mittagsschlaf steigert Lernfähigkeit
13.02.2026 - 03:48:12Ein kurzes Nickerchen macht das Gehirn wieder aufnahmefähig. Das belegt eine neue Studie aus Genf, die diese Woche veröffentlicht wurde. Forscher fanden heraus: Schon 45 Minuten Schlaf am Nachmittag verbessern die Fähigkeit, neue Informationen zu lernen, signifikant.
So bereitet Schlaf das Gehirn vor
Die Studie im Fachjournal NeuroImage erklärt einen faszinierenden Mechanismus. Unter permanenter Informationsflut wird das Gehirn im Laufe des Tages „satt“ – seine Lernfähigkeit nimmt ab. Der Mittagsschlaf reguliert diese übermäßige neuronale Aktivität, ohne Gelerntes zu löschen.
In ihrem Experiment ließen die Wissenschaftler eine Gruppe junger Probanden zweimal 45 Minuten schlafen. Eine Kontrollgruppe blieb wach. Das Ergebnis: Nach dem Power-Nap konnte das Gehirn deutlich besser neue neuronale Verbindungen knüpfen. Schlaf ist demnach kein passiver Zustand, sondern aktive Vorbereitung für neue Lerninhalte.
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Warum wir in fremden Betten schlecht schlafen
Während gezielte Ruhe hilft, reagiert unser Schlaf empfindlich auf Störungen. Ein bekanntes Phänomen ist der „Erste-Nacht-Effekt“ – die schlechte Nacht in einem Hotelzimmer. Japanische Forscher identifizierten nun den neuronalen Auslöser.
In einer neuen Umgebung aktivieren bestimmte Neuronen in der Amygdala, unserer Alarmzentrale im Gehirn, den Botenstoff Neurotensin. Dieser erhöht in anderen Arealen die Wachsamkeit. Ein evolutionäres Schutzprogramm, das uns in potenziell gefährlicher Umgebung wachsam hält – und den Schlaf raubt.
Leben gegen die innere Uhr ist riskant
Nicht nur die Umgebung, auch der persönliche Biorhythmus spielt eine große Rolle. Eine aktuelle Studie zeigt: Menschen, die von Natur aus „Nachteulen“ sind, haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders Frauen sind betroffen.
Interessanterweise liegt die Ursache laut Forschern weniger im Chronotyp selbst, sondern in den damit verbundenen Lebensgewohnheiten. Abendtypen neigen häufiger zu:
* Ungesünderer Ernährung
* Rauchen
* Unregelmäßigen Schlafenszeiten
Die gute Nachricht: Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko unabhängig von der genetischen Veranlagung senken.
So schaffen Sie die Basis für guten Schlaf
Angesichts steigender Fallzahlen bei Schlafstörungen empfehlen Experten klare Regeln für die Schlafhygiene. Dazu gehören:
* Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus (auch am Wochenende)
* Ein kühles, dunkles und ruhiges Schlafzimmer
* Verzicht auf Koffein und Alkohol vor dem Zubettgehen
* Entspannungstechniken zum Stressabbau
Bei anhaltenden Problemen sollte immer ein Arzt konsultiert werden. Schlafstörungen können auch Symptom von Erkrankungen wie Depressionen sein.
Schlafmangel wird zum Volksleiden
Die neuen Forschungsergebnisse kommen zu einer kritischen Zeit. Schlafstörungen entwickeln sich zu einem massiven Gesundheitsproblem. Krankenkassendaten zeigen Millionen Betroffene in Deutschland – mit steigender Tendenz unter jungen Erwachsenen.
Psychische Belastungen und chronischer Stress gelten als Haupttreiber. Sie führen zu Erschöpfung und sind bereits die häufigste Ursache für Langzeitkrankenstände. Die Wissenschaft liefert mit Erkenntnissen wie denen zum Power-Nap nun einfache, aber wirksame Gegenstrategien.
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