OpenAI, Fachkräftemangel

OpenAI warnt vor Fachkräftemangel für KI-Datencenter

07.02.2026 - 15:15:11

Der Ausbau der KI-Infrastruktur benötigt ein Fünftel aller US-Facharbeiter und verschärft den bestehenden Mangel. OpenAI fordert eine nationale Ausbildungsinitiative.

Die KI-Revolution stößt an handfeste Grenzen: Für den Bau ihrer geplanten Rechenzentren benötigt die Branche ein Fünftel aller US-Handwerker. Das zeigt eine Analyse von OpenAI, die ein nationales Arbeitskräfteproblem offenbart.

Ein Fünftel aller US-Handwerker für KI-Infrastruktur nötig

OpenAI hat das Weiße Haus gewarnt: Der Ausbau der KI-Infrastruktur droht am Mangel an Facharbeitern zu scheitern. Die benötigten Datencenter und Energieanlagen würden über die nächsten fünf Jahre etwa 20 Prozent der aktuellen US-Handwerkerschaft binden. Besonders gefragt sind Elektriker, Mechaniker und Installateure.

Hinter der Warnung stehen konkrete Mega-Projekte. Allein OpenAI investiert Hunderte Milliarden Dollar in Vorhaben wie „Stargate“ – sechs riesige Rechenzentren in Bundesstaaten wie Texas und Ohio. Der Energiehunger dieser Anlagen ist gewaltig: Laut US-Energieministerium könnten Datencenter bis 2028 bereits zwölf Prozent des nationalen Stroms verbrauchen, gegenüber 4,4 Prozent im Jahr 2023.

Anzeige

Passend zum Thema nationale Qualifizierungsoffensive — viele Unternehmen stehen jetzt vor der Frage, wie sie Fachkräfte schnell und systematisch ausbilden bzw. intern weiterentwickeln können. Der kostenlose Praxisleitfaden „Mitarbeiterentwicklung“ liefert Checklisten, Upskilling‑Maßnahmen, Praxisbeispiele (auch für Elektriker, Installateure und technische Berufe) und konkrete Umsetzungspläne für HR und Betriebsleiter. Ideal für alle, die jetzt Kompetenzen kurzfristig aufbauen müssen. Gratis-Praxisleitfaden zur Mitarbeiterentwicklung sichern

KI-Boom verschärft bestehenden Handwerkermangel

Die Warnung trifft einen neuralgischen Punkt. Die USA leiden bereits unter einem akuten Fachkräftemangel. Der Bauindustrie fehlen in diesem Jahr schätzungsweise eine halbe Million Arbeiter. Besonders kritisch ist die Lage bei Elektrikern: Bis 2034 klafft jährlich eine Lücke von durchschnittlich 81.000 Fachkräften.

Jetzt konkurriert die Tech-Branche mit Wohnungs- und Gewerbebau um dieselben Spezialisten. Das treibt nicht nur die Lohnkosten, sondern könnte auch andere Wirtschaftssektoren ausbremsen. Ein Paradoxon zeichnet sich ab: Während KI oft als Jobkiller für Büroangestellte gefürchtet wird, schafft sie aktuell vor allem Nachfrage nach handwerklicher Arbeit.

Temporärer Bauboom mit langfristigen Fragen

Der KI-Ausbau generiert zwar hochbezahlte Jobs – manche Baupositionen zahlen sechsstellige Gehälter ohne Studienabschluss. Doch diese Jobs sind meist temporär. Einmal in Betrieb, benötigen die hochautomatisierten Rechenzentren nur wenige permanente Mitarbeiter für Wartung und Sicherheit.

Damit unterscheiden sie sich fundamental von traditionellen Industrieanlagen, die ganze Gemeinden langfristig beschäftigten. Die KI-Infrastruktur erzeugt also einen massiven, vorübergehenden Bauboom, während sie dauerhaft lokale Ressourcen wie Strom und Wasser bindet.

Appell für nationale Ausbildungsinitiative

OpenAI drängt die Regierung zu einer nationalen Qualifizierungsoffensive. Das Unternehmen selbst plant für 2026 eine Zertifizierungsplattform in Kooperation mit Berufsschulen nahe seiner Standorte. Die Botschaft ist klar: Die Zukunft der KI wird nicht nur in Laboren entschieden, sondern auch auf Baustellen und in Ausbildungszentren.

Ohne eine massive Qualifizierungsoffensive droht die physische Infrastruktur der digitalen Ambition hinterherzuhinken. Die KI-Revolution steht vor einer ironischen Wendung: Ihr Erfolg hängt maßgeblich von Berufen ab, die sie eigentlich überflüssig machen sollte.

Anzeige

PS: Die aktuelle Entwicklung wirft die Frage auf, wie Unternehmen Ausbildungs‑ und Weiterbildungsprogramme so gestalten, dass Fachkräfte langfristig im Betrieb bleiben. Der kostenlose Leitfaden „Mitarbeiterentwicklung“ zeigt praxisnahe Programme, Fördermöglichkeiten, Kennzahlen zur Erfolgsmessung und konkrete Beispiele aus der Praxis — ideal für HR‑Teams, die Fachkräfte gewinnen und halten wollen. Jetzt Mitarbeiterentwicklungs-Leitfaden herunterladen

@ boerse-global.de