OpenAI, Gesichter-Uploads

OpenAI verbietet Gesichter-Uploads für KI-Video-Modell Sora 2

26.01.2026 - 20:39:12

OpenAI schließt eine gefährliche Lücke: Der KI-Pionier hat für sein Videomodell Sora 2 den Upload von Bildern mit erkennbaren Gesichtern komplett gesperrt. Die drastische Maßnahme soll die Erstellung bösartiger Deepfakes verhindern.

Die neuen Restriktionen traten bereits diesen Monat in Kraft. Das System scannt nun automatisch hochgeladene Bilder und stoppt den Video-Generierungsprozess, sobald es Gesichtsmerkmale erkennt. Diese präventive Blockade ist eine direkte Reaktion auf die wachsende Sorge vor nicht einvernehmlichen oder täuschenden Videos realer Personen.

Der totale Upload-Bann markiert eine kritische Wende in der Sicherheitsstrategie des Unternehmens. Die Maßnahme gilt für alle Bilder – von Fotos realer Menschen bis hin zu Anime-Figuren. Damit schließt OpenAI eine potenzielle Hintertür für Creator.

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Die Politik folgt auf den Start von Sora 2 am 30. September 2025. Dessen bahnbrechende Fähigkeiten zur Videogenerierung lösten schnell Kontroversen aus. Nutzer erstellten angebliche Promi-Deepfakes und andere sensible Inhalte. Das unterstrich den dringenden Bedarf nach schärferen Kontrollen.

„Cameo“-Feature und das Einverständnis-Problem

OpenAI setzt stattdessen auf sein „Cameos“-Feature. Es erlaubt Nutzern, wiederverwendbare Charaktere nach ihrem eigenen Ebenbild zu erschaffen. Dafür müssen sie eigenes Audio- und Videomaterial hochladen. Das System verlangt eine Liveness-Prüfung und explizite Zustimmung.

Doch die erste Implementierung von Cameos erntete Kritik. Zu weit gefasste Zugriffsrechte konnten die ungewollte Nutzung einer digitalen Identität ermöglichen. Nach einem Shitstorm um unautorisierte Deepfakes von Prominenten verschärfte OpenAI seine Politik schrittweise. Das Upload-Verbot für externe Gesichter ist die bisher strengste Maßnahme.

Branche unter regulatorischem Druck

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer hitzigen Debatte über die gesellschaftlichen Auswirkungen realistischer KI-Inhalte. Interessengruppen hatten OpenAI zuvor aufgefordert, seine Schutzmaßnahmen zu verstärken. Einige forderten sogar eine vorübergehende Pause des Dienstes.

Auch Regulierungsbehörden ringen mit den rechtlichen und ethischen Herausforderungen durch Deepfakes. OpenAIs proaktive Restriktionen können als Versuch der Selbstregulierung in einem sich rasant entwickelnden Feld gesehen werden. Gesetzgebung hinkt der Innovation hier oft hinterher.

Kreative Freiheit versus Schutz der Identität

Das Upload-Verbot wird Kreative treffen, die auf konsistente Charaktere für ihre KI-Videos angewiesen waren. Die Politik schränkt bestimmte Anwendungen ein – auch für berühmte Marken oder animierte Figuren.

Dennoch setzt OpenAIs strikte neue Politik für Sora 2 einen neuen Maßstab für Sicherheit im Bereich der generativen KI. Die Branche steht unter Dauerdruck, kreative Freiheit mit dem Schutz vor Schaden abzuwägen. Die Wirksamkeit dieses Banns und sein Einfluss auf Wettbewerber werden aufmerksam verfolgt werden.

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