OpenAI und Paradigm starten KI-Benchmark für Krypto-Sicherheit
18.02.2026 - 23:19:31 | boerse-global.deKI-Modelle knen Smart Contracts besser hacken als schützen. Das zeigt der neue Benchmark EVMbench, den OpenAI mit dem Krypto-Investor Paradigm entwickelt hat. Die Initiative soll die Sicherheit von Blockchain-Anwendungen verbessern ? und deckt dabei ein gefährliches Ungleichgewicht auf.
Die Daten sind alarmierend: OpenAIs aktuelles Modell GPT-5.3-Codex erreicht beim Ausnutzen von Schwachstellen in Smart Contracts eine Erfolgsquote von 72,2 Prozent. Vor einem halben Jahr lag dieser Wert noch bei unter 32 Prozent. Doch dieselbe KI schneidet beim Aufspüren und Reparieren von Sicherheitslücken deutlich schlechter ab.
?Diese Offense-Defense-Gap ist eine kritische Herausforderung?, analysieren Branchenbeobachter. KI-Agenten werden immer besser darin, automatisiert Lücken im Code zu finden, der Milliardenwerte sichert. Die Zeit für Entwickler, diese Probleme zu beheben, schrumpft dadurch dramatisch.
EVMbench: 120 reale Schwachstellen als Testfeld
Das neue Benchmark-System soll hier für Transparenz sorgen. EVMbench umfasst 120 sorgfältig ausgewählte Sicherheitslücken aus 40 professionellen Smart-Contract-Audits. Ein Großteil der Testfälle stammt aus öffentlichen Wettbewerben wie denen von Code4rena ? sie spiegeln echte Probleme wider, nicht theoretische Übungen.
Das System testet KI-Agenten in drei Modi:
* Detect: Schwachstellen in Smart-Contract-Code identifizieren
* Patch: Sicherheitslücken beheben, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen
* Exploit: Angriffe in einer abgeschotteten Blockchain-Umgebung durchführen
Besonderes Augenmerk liegt auf Szenarien, die der Sicherheitsprüfung für Tempo nachempfunden sind ? einer Hochgeschwindigkeits-Blockchain von Paradigm. Damit deckt der Benchmark auch die komplexe Welt dezentraler Finanzanwendungen (DeFi) ab.
10 Millionen Euro für die Verteidigung
Als Reaktion auf das Ungleichgewicht baut OpenAI seine defensiven Sicherheitsbemühungen massiv aus. Das Unternehmen stockt sein Cybersecurity-Grant-Programm um 10 Millionen Euro an API-Guthaben auf. Dieses Budget ist explizit für Forscher und Entwickler defensiver Anwendungen reserviert, mit Fokus auf Open-Source-Software und kritischer Infrastruktur.
Parallel erweitert OpenAI die private Beta von Aardvark, seinem spezialisierten Sicherheitsforschungs-Agenten. Aardvark soll menschliche Sicherheitsteams unterstützen, indem es die Erstanalyse potenzieller Bedrohungen automatisiert und Code auf bekannte Schwachstellenmuster untersucht.
EVMbench macht deutlich, wie schnell KI-Angriffe real werden ? zugleich steigen regulatorische Anforderungen an Entwickler und Anbieter von KI-Systemen. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden zur EU?KI?Verordnung erklärt kompakt, welche Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationsanforderungen jetzt gelten ? und welche Nachweise Sie kurzfristig vorbereiten sollten, um rechtssicher mit KI?Auditoren zu arbeiten. Jetzt kostenlosen KI?Verordnungs-Leitfaden herunterladen
Branche unter Druck: Milliardenverluste durch Exploits
Das Timing der Veröffentlichung ist kein Zufall. Die Kryptobranche verzeichnete 2025 weiterhin Milliardenverluste durch Smart-Contract-Exploits. Die Partnerschaft mit Paradigm, einem Investor mit tiefen Kenntnissen in Krypto-Sicherheit, unterstreicht OpenAIs ernsthaftes Engagement in diesem Bereich.
Experten sehen in EVMbench das Potenzial zum neuen Industriestandard für die Bewertung von ?KI-Auditoren?. Sollte die Künstliche Intelligenz die Lücke zwischen Angriff und Verteidigung schließen, könnte dies Smart-Contract-Audits deutlich billiger und schneller machen ? eine Voraussetzung für den breiten Durchbruch von DeFi.
Die Sicherheitsgemeinschaft erwartet nun rasche Weiterentwicklungen. Benchmarks wie EVMbench müssen komplexer werden, um ?Overfitting? zu verhindern ? das Auswendiglernen spezifischer Antworten statt dem Erlernen allgemeiner Sicherheitslogik. Die Botschaft ist klar: Die KI-Systeme, die die Zukunft der Finanzen schützen sollen, sind mächtig. Doch jene, die sie gefährden können, liegen derzeit vorn.
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