OpenAI und Microsoft treiben KI-Sicherheitsforschung in Großbritannien voran
20.02.2026 - 02:10:12 | boerse-global.deDie Tech-Giganten OpenAI und Microsoft schließen sich mit Millionen-Investitionen einem britischen Sicherheitsforschungsprojekt an. Die Partnerschaft soll verhindern, dass fortschrittliche KI-Systeme außer Kontrolle geraten.
London — In einer bedeutenden Erweiterung globaler KI-Regulierungsbemühungen unterstützen OpenAI und Microsoft offiziell das britische AI Security Institute Alignment Project. Die Ankündigung fiel zum Abschluss des AI Impact Summit in Indien und unterstreicht Großbritanniens Ambitionen, internationale KI-Sicherheitsstandards mitzugestalten.
Regierungsvertreter bestätigten am Freitag, dass beide Technologiekonzerne erhebliche Ressourcen für die Initiative bereitstellen. Damit erhöht sich das Gesamtbudget für die Ausrichtungsforschung des Instituts auf über 27 Millionen Pfund (rund 32 Millionen Euro).
Millionen-Investition bei KI-Gipfel in Indien
Die Partnerschaft wurde von Vize-Premierminister David Lammy und KI-Minister Kanishka Narayan zum Abschluss des Indien-Gipfels bekannt gegeben. OpenAI steuert laut offiziellen Angaben direkt 5,6 Millionen Pfund bei, Microsoft zusätzliche Mittel und Ressourcen.
Diese Zusammenarbeit markiert einen wichtigen Schritt in der öffentlich-privaten Kooperation zur KI-Sicherheit. Durch ihren Beitritt integrieren die Unternehmen ihre Kapazitäten in das britische AI Security Institute (AISI), das Risiken fortschrittlicher KI-Modelle bewerten soll.
Vize-Premierminister Lammy betonte die Bedeutung dieser Allianz: Die Einbindung führender Entwickler sei entscheidend für robuste Sicherheitsprotokolle. Die Initiative konzentriert sich auf „KI-Alignment“ – die technische Herausforderung, hochleistungsfähige KI-Systeme im Einklang mit menschlichen Absichten zu halten.
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Forschungsprojekte in acht Ländern geplant
Die neuen Mittel und Expertise sollen etwa 60 Forschungsvorhaben in acht verschiedenen Ländern finanzieren. Diese Förderungen sollen den technischen Fortschritt in der KI-Sicherheit beschleunigen – ein Feld, das mit wachsender Modellkomplexität immer kritischer wird.
Das ursprünglich Mitte 2025 angekündigte Alignment Project ist eine Flaggschiff-Initiative des AISI. Sein Hauptziel: technische Sicherheitsvorkehrungen zu entwickeln, die verhindern, dass fortschrittliche Systeme Sicherheitskontrollen umgehen.
Branchenanalysten sehen darin eine Festigung der britischen Position als Zentrum für KI-Regulierung. Indem die Regierung finanzielle und technische Zusagen von den Schöpfern von ChatGPT und Copilot sichert, bindet sie die Technologieentwickler direkt in regulatorische Prozesse ein.
Internationale Antwort auf globale Herausforderungen
Die Ankündigung betont den internationalen Charakter der KI-Sicherheitsfrage. Die 60 geförderten Projekte werden Talente weltweit einbeziehen – eine Anerkennung, dass KI-Risiken nicht von einzelnen Nationen isoliert bewältigt werden können.
KI-Minister Narayan erklärte, die Partnerschaft sei entscheidend für den Aufbau öffentlichen Vertrauens. Da KI-Technologien öffentliche Dienste und Wirtschaftsstrukturen zunehmend verändern, sei ihre Zuverlässigkeit von größter Bedeutung.
Diese Entwicklung folgt auf frühere Vereinbarungen wie die Bletchley Declaration, unterscheidet sich aber durch direkte finanzielle Beiträge und spezifische Forschungsaufträge. Im Gegensatz zu früheren freiwilligen Zusagen beinhaltet diese Partnerschaft konkrete Ressourcen für die Lösung technischer Alignment-Probleme.
Zweite Förderrunde bereits in Planung
Das AISI hat einen klaren Zeitplan für die Erweiterung der Initiative vorgelegt. Nach der sofortigen Mittelvergabe an die ersten 60 Projekte soll bereits diesen Sommer eine zweite Förderrunde starten. Diese nächste Phase wird sich voraussichtlich auf neu identifizierte Risiken konzentrieren.
Für die Tech-Branche signalisiert diese Partnerschaft einen Wandel hin zu kooperativeren Sicherheitsrahmen. Marktbeobachter erwarten, dass kleinere Unternehmen unter Druck geraten könnten, ähnliche Engagement für Alignment und Sicherheit nachzuweisen.
Die Zusammenarbeit soll die Entwicklung von „Evaluierungen“ beschleunigen – standardisierte Tests, die die Neigung eines KI-Modells zu Täuschung, Verzerrung oder Kontrollverlust messen. Erfolgreiche Forschungsergebnisse könnten die Grundlage für künftige verbindliche Vorschriften in Großbritannien bilden und sogar EU- und US-Politik beeinflussen.
Mit dem Abschluss des AI Impact Summit verlagert sich der Fokus nun auf die Umsetzung dieser Forschungsförderungen. Beteiligte in der gesamten Branche werden genau beobachten, ob dieses öffentlich-private Modell die rasanten Fortschritte bei KI-Fähigkeiten effektiv adressieren kann.
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