OpenAI und Microsoft starten Ära der autonomen KI-Sekretärinnen
08.01.2026 - 17:22:12KI-Assistenten buchen jetzt eigenständig Flüge und steuern Computer. Die Tech-Branche stellt auf der CES 2026 einen historischen Wendepunkt vor: Aus passiven Chatbots werden aktive “Macher-Bots”. Sie übernehmen die lästige Logistik des Alltags – von der Reiseplanung bis zur E-Mail-Verwaltung.
OpenAI: Vom Denken zum Handeln
Der wohl größte Wurf steht unmittelbar bevor: OpenAIs neuer Agent “Operator”. Er schließt die Lücke zwischen Planung und Ausführung. Statt nur zu beraten, führt “Operator” Aktionen direkt am Computer aus. Er kann Webbrowser bedienen, Flüge buchen und Coding-Aufgaben übernehmen – und steuert dafür Maus und Tastatur wie ein Mensch.
Analysten sprechen vom Sprung von “Level 2” (Denken/Reden) zu “Level 3” (Handeln) der KI. Parallel demonstrierte Samsung auf der CES, wie ein KI-Agent den Arbeitstag eines Beamten managt. Das Versprechen: Bis zu fünf Stunden administrative Arbeit pro Tag sparen.
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Microsoft und Google automatisieren den Alltag
Während OpenAI auf radikale Autonomie setzt, bauen Microsoft und Google die neuen Fähigkeiten in ihre Ökosysteme ein.
- Microsoft Copilot erhält ein Update für den Einzelhandel. Mit “Copilot Checkout” kaufen Nutzer Produkte direkt im Chat, ohne auf externe Seiten zu wechseln. Sprachnotizen wandelt die KI zudem automatisch in handlungsrelevante Aufgaben um.
- Google rollt ein massives Gmail-Update aus. “AI Overviews” scannen den Posteingang und fassen komplexe Korrespondenzen in prägnante Briefings. Für Pro-Nutzer beantwortet Gemini konkrete Fragen wie “Wann kommt meine Lieferung?” durch Analyse der Bestätigungsmails.
Die unsichtbare Revolution in den Lagern
Die Automatisierungswelle erreicht auch die physische Logistik. 2026 könnte zum Jahr der “Dark Warehouses” werden – Lager, die fast ohne menschliches Zutun operieren. Spezialisierte KI-Agenten überwachen Lieferketten in Echtzeit, erkennen Verzögerungen und buchen eigenständig alternative Transportrouten. Diese “Schwarmintelligenz” sorgt im Hintergrund dafür, dass die Bestellung pünktlich ankommt.
Vertrauen als neue Währung
Die Bequemlichkeit hat einen Preis. Einem Agenten die Kontrolle über Mauszeiger oder Kreditkarte anzuvertrauen, erfordert ein neues Sicherheitsniveau. Die zentrale Frage der Branche lautet nun: Wie verhindert man Fehler?
Die aktuelle Antwort sind “Human-in-the-Loop”-Systeme. Kritische Aktionen wie ein Kaufabschluss benötigen vorerst noch eine menschliche Bestätigung. Doch dertrend ist klar: Die Ära, in der “Ich lass das meine Sekretärin machen” zum digitalen Standard wird, hat begonnen.


