OpenAI und Leidos bringen KI in US-Behörden
25.01.2026 - 23:02:12KI-Gigant und Staatsdienstleister starten strategische Partnerschaft für sichere KI in kritischen Infrastrukturen. Die Allianz markiert den Übergang von Experimenten zum flächendeckenden Einsatz von Agenten-KI in nationaler Sicherheit, Gesundheit und Verteidigung.
Vom Labor in den Regierungsalltag
OpenAI, bekannt für ChatGPT, und der US-Rüstungs- und IT-Dienstleister Leidos bündeln ihre Kräfte. Ziel ist die Integration generativer und agentenbasierter KI in Kernabläufe der US-Bundesbehörden. Die Partnerschaft, ein Herzstück der Leidos-Strategie „NorthStar 2030“, soll Effizienz und Widerstandsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung steigern.
Dabei geht es nicht nur um Chatbots. Der Fokus liegt auf „Agentic AI“ – Systemen, die komplexe, mehrstufige Aufgaben autonom ausführen. Leidos will OpenAIs Modelle mit eigenen Tools kombinieren, um maßgeschneiderte Workflows für analytische Herausforderungen zu entwickeln. Der Schritt weg von reiner Datenverarbeitung hin zu proaktivem, missionsspezifischem Problemlösen ist damit klar.
Die EU‑KI‑Verordnung ist seit August 2024 in Kraft und bringt konkrete Pflichten für Kennzeichnung, Risikoklassifizierung und Dokumentation mit sich — auch für Systeme, die in sensiblen Bereichen eingesetzt werden. Wer KI‑Systeme in Behörden oder kritischen Infrastrukturen betreibt, muss jetzt nachweisen, wie Risiken bewertet und minimiert werden. Ein kompakter Umsetzungsleitfaden erklärt die neuen Anforderungen, Übergangsfristen und praktische Schritte zur Compliance. Jetzt kostenlosen KI‑Verordnungs‑Leitfaden herunterladen
Sichere KI für sensible Missionen
Ein zentrales Versprechen ist Sicherheit. Die KI-Modelle sollen in speziell abgeschotteten Konfigurationen laufen, um sensible Regierungsdaten zu schützen. Diese Voraussetzung ist entscheidend für die Akzeptanz auf Bundesebene.
Die Anwendungsfelder sind vielfältig: Von globalen Bedrohungsanalysen über die Überwachung komplexer Lieferketten bis hin zur Erkennung von Deepfakes. Ingenieurteams beider Unternehmen passen die Lösungen an die strengen Sicherheitsprotokolle der Behörden an. Parallel nutzt Leidos die OpenAI-Plattform intern, um die Produktivität Tausender eigener Mitarbeiter zu steigern.
Vertrauen als Schlüssel zum Erfolg
Die Partnerschaft kommt zu einem günstigen Zeitpunkt. Die US-Regierung treibt die KI-Adaption zur Modernisierung voran. OpenAI baut seine Präsenz im Public Sector mit Angeboten wie ChatGPT Gov aus und durchläuft FedRAMP-Zertifizierungen.
Experten betonen: Der Erfolg hängt von Vertrauen, Sicherheit und klarem Missionsbezug ab. „Die Zusammenarbeit soll Behörden beim Übergang von Experimenten zum echten Einsatz unterstützen, der den öffentlichen Dienst verbessert“, sagt Joseph Larson, OpenAIs Vizepräsident für Government Affairs. Leidos-CTO Ted Tanner sieht in der KI die Chance, die Arbeitsweise von Bundesbehörden grundlegend zu verbessern.
Auf dem Weg zum resilienten Staat
Die Allianz könnte zum Blaupause für KI in hochregulierten Umgebungen werden. Ihr Erfolg misst sich daran, ob sie über Pilotprojekte hinausgeht und messbare Verbesserungen für die Behörden liefert.
Langfristig könnte diese Integration eine neue Klasse von für den Public Sector gehärteten KI-Tools hervorbringen. Das Ziel ist nicht bloße Automatisierung, sondern ein widerstandsfähigerer, reaktionsschnellerer Staat. Ob die Vision aufgeht, wird sich in den kommenden Monaten der Implementierung zeigen.
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