OpenAI, GPT-5

OpenAI treibt GPT-5 mit spezialisierten KI-Modellen voran

16.02.2026 - 02:00:12 | boerse-global.de

OpenAI stellt spezialisierte Coder-KIs vor und pensioniert ältere Modelle, um die GPT-5-Familie als leistungsstarke, vielseitige Plattform auszubauen.

OpenAI setzt mit spezialisierten Coder-KIs und der Ausmusterung alter Modelle voll auf seine GPT-5-Familie. Die Strategie zielt auf eine breitere, leistungsfähigere Plattform ab.

Seit dem bahnbrechenden Start von GPT-5 im August 2025 hat OpenAI seine KI-Architektur konsequent weiterentwickelt. Jetzt treibt das Unternehmen die Spezialisierung voran: Mit neuen, auf Coding optimierten Modellen und der gezielten Pensionierung älterer Systeme baut OpenAI seine Plattform strategisch aus. Diese Schritte markieren einen Wendepunkt weg vom reinen Allzweck-Chatbot hin zu einer diversen KI-Infrastruktur für professionelle Anwendungen.

Neuer Coder-KI läuft auf alternativer Hardware

Am 12. Februar stellte OpenAI GPT-5.3-Codex-Spark in einer Forschungsvorschau vor. Das Modell ist eine kleinere, kostengünstigere Variante des bereits bekannten GPT-5.3-Codex und wurde für Echtzeit-Coding-Aufgaben entwickelt – etwa für gezielte Code-Bearbeitungen oder das Umstrukturieren von Logik.

Die Besonderheit: Codex-Spark ist das erste OpenAI-Modell, das ausschließlich auf Hardware des KI-Chip-Startups Cerebras läuft. Diese Entscheidung ist ein bemerkenswerter Schritt, baut das Unternehmen doch traditionell auf Nvidia-Technologie. Sie signalisiert eine mögliche Diversifizierung der Hardware-Partnerschaften, was den von wenigen Playern dominierten KI-Chipmarkt ins Wanken bringen könnte.

KI half bei der Entwicklung ihrer selbst

Noch bedeutsamer ist eine andere Ankündigung vom selben Tag: Die größere GPT-5.3-Codex-Variante war maßgeblich an ihrer eigenen Entwicklung beteiligt, insbesondere beim Debugging der Trainingsprozesse. Diese Art von recursivem Selbstverbesserungszyklus gilt als Meilenstein in der KI-Forschung. Er deutet auf eine Zukunft hin, in der KI-Modelle ihre eigenen Entwicklungszyklen mit immer weniger menschlichem Eingreifen beschleunigen können.

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Die neuen Codex-Modelle sind für agentenbasiertes, fortgeschrittenes Programmieren konzipiert. Sie können komplexe Frontend-Generierung übernehmen und große Software-Repositories debuggen. Während Spark mit einem 128k-Kontextfenster und rein textbasierten Prompts limitierter ist, ist es auf Geschwindigkeit und sofortige Unterstützung optimiert – ein Werkzeug für Entwickler, das nahezu ohne Verzögerung assistiert.

Aus für GPT-4: Ressourcen konzentrieren

Parallel zu den Neuvorstellungen zog OpenAI einen klaren Schlussstrich: Am 13. Februar 2026 wurden mehrere ältere Modelle aus der ChatGPT-Oberfläche entfernt. Betroffen sind GPT-4o, GPT-4.1 und diverse Mini-Versionen.

Hintergrund ist die Nutzungsstatistik. Der Großteil der ChatGPT-Aktivitäten lief bereits auf den neueren Modellen. Das Feedback zum beliebten, konversationellen Ton von GPT-4o floss direkt in die Entwicklung von GPT-5.1 und GPT-5.2 ein. Diese sollen hohe Leistung mit größerer Benutzerkontrolle über Persönlichkeit und Stil verbinden. Die API-Angebote bleiben vorerst unverändert, doch die Konsolidierung auf der Nutzeroberfläche bündelt alle Ressourcen auf die GPT-5-Generation.

Fundament: Der Start von GPT-5

All diese Entwicklungen bauen auf dem Start von GPT-5 im August 2025 auf. Es wurde als intelligentestes, schnellstes und zuverlässigstes Modell des Unternehmens angekündigt. Ein entscheidender Fortschritt war die Einführung eines vereinheitlichten Systems, das intelligent zwischen schnellen Antworten und tiefgründigerem, komplexem Reasoning wechseln kann.

Erstmals hatten auch kostenlose Nutzer Zugang zum gleichen Basismodell wie Bezahlende – wenn auch mit Nutzungslimits. Die Leistungsverbesserungen betrafen vor allem die Reduzierung von Ungenauigkeiten, das Befolgen von Anweisungen und State-of-the-Art-Resultate beim Schreiben, Programmieren und bei gesundheitsbezogenen Anfragen. Für hochkomplexe Probleme steht mit GPT-5 Pro eine leistungsstärkere Version bereit.

Ausblick: Mehr Spezialisierung und reale Anwendungen

Die Erweiterung des GPT-5-Ökosystems zeigt den Fokus auf eine robuste, vielseitige KI-Plattform. Die Anwendung von GPT-5 in spezialisierten wissenschaftlichen Bereichen unterstreicht den wachsenden Realwelt-Einfluss. Das Biotech-Unternehmen Ginkgo Bioworks demonstrierte etwa ein KI-gesteuertes autonomes Labor für biologische Experimente.

Die Zukunft der Plattform dürfte von weiterer Spezialisierung und Autonomie geprägt sein. Die selbstentwickelnde KI könnte nur der Vorbote fortschrittlicherer Formen KI-getriebener Forschung sein. Damit könnte sich der Zeitplan für zukünftige Durchbrüche erheblich verkürzen. OpenAIs Weg ist klar: Die praktische Nutzbarkeit und Leistung der KI für ein stetig wachsendes Spektrum komplexer, realer Aufgaben soll weiter gesteigert werden.

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