OpenAI startet günstiges ChatGPT Go und testet Werbung
19.01.2026 - 05:13:12OpenAI macht KI für alle erschwinglich – und öffnet die Tür für Werbung. Mit dem neuen Abo-Modell ChatGPT Go und geplanten Anzeigen verfolgt das Unternehmen eine Doppelstrategie, um seine Nutzerbasis zu erweitern und neue Einnahmequellen zu erschließen.
Ein neues Preismodell für den Massenmarkt
Seit dem 16. Januar 2026 ist das günstigere Abonnement ChatGPT Go weltweit verfügbar. Für 8 Euro monatlich bietet es eine Brücke zwischen der kostenlosen Version und dem Premium-Abo ChatGPT Plus, das 20 Euro kostet. Ein Pro-Plan für Power-User liegt bei 200 Euro.
Die Einführung folgt einem erfolgreichen Pilotprojekt, das im August 2025 in Indien startete und sich auf 170 weitere Länder ausweitete. Laut OpenAI ist Go der am schnellsten wachsende Tarif – ein klares Signal für die Nachfrage nach einer erschwinglichen Einstiegsmöglichkeit in fortgeschrittene KI.
Zehnmal mehr Leistung für den Mittelbau
Was bekommen Nutzer für ihr Geld? Der Go-Plan bietet Zugang zum GPT-5.2 Instant-Modell mit deutlich höheren Nutzungslimits. Im Vergleich zur kostenlosen Version sind zehnmal mehr Nachrichten, Datei-Uploads und Bildgenerierungen möglich.
Viele Unternehmen unterschätzen die Folgen der neuen EU‑Regeln für KI. Die EU‑KI‑Verordnung bringt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und strikte Dokumentationsanforderungen mit sich – wer sie ignoriert, riskiert Bußgelder und Nachbesserungen. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Pflichten jetzt gelten und welche Schritte Entwickler, Produktmanager und Entscheider sofort umsetzen sollten. KI‑Verordnung: Jetzt kostenlosen Leitfaden herunterladen
Ein längerer Kontextspeicher erlaubt zudem kohärentere und persönlichere Gespräche über längere Zeit. Diese Funktion ist ideal für Aufgaben wie Schreiben, Lernen oder komplexe Problemlösungen. Der Plan zielt auf Studierende, Lehrkräfte, Kleinunternehmer und Hobby-Anwender, die mehr Leistung brauchen, aber nicht zum Premium-Tarif wechseln möchten.
Der große Wandel: Werbung kommt zu ChatGPT
Parallel zum Go-Start kündigte OpenAI einen Paradigmenwechsel an: Erstmals soll Werbung auf der Plattform getestet werden. Bisher finanzierte sich das Unternehmen ausschließlich über Abos und Enterprise-Lösungen.
Die Anzeigen sollen in den kommenden Wochen zunächst für eingeloggte erwachsene Nutzer in den USA eingeführt werden. Sie erscheinen klar gekennzeichnet am Ende der KI-Antworten und sollen thematisch zum Gespräch passen. Ausgenommen sind sensible Themen wie Gesundheit oder Politik sowie Nutzer unter 18 Jahren.
Wichtig für das Vertrauen: OpenAI betont, dass Gespräche nicht an Werbetreibende weitergegeben werden und die Anzeigen die organischen Antworten der KI nicht beeinflussen. Werbefrei bleiben die Plus-, Pro-, Business- und Enterprise-Pläne.
Reifender Markt sucht nachhaltige Geschäftsmodelle
Diese Doppelstrategie spiegelt einen reifenden KI‑Markt wider. Nach dem anfänglichen Hype suchen Unternehmen wie OpenAI nach nachhaltigen Einnahmequellen, um die immensen Infrastrukturkosten zu decken.
Der Preis von 8 Euro macht ChatGPT wettbewerbsfähiger gegen eine wachsende Zahl von KI-Assistenten und könnte die Akzeptanz vor allem in preissensiblen Schwellenländern erhöhen. Branchenbeobachter sehen hier einen Shift: Nicht mehr nur die reinen Modellfähigkeiten stehen im Fokus, sondern auch Verteilung, Preisgestaltung und die Bildung von Nutzergewohnheiten.
Das bewährte Modell – kostenlose Nutzung durch Werbung querzufinanzieren – könnte OpenAI helfen, die Grundlagenforschung zu finanzieren und den Basisdienst zugänglich zu halten. Der Erfolg der Werbetests in den USA wird über Tempo und Umfang einer internationalen Einführung entscheiden.
Die Zukunft: Wahlfreiheit mit Kompromissen
Für Verbraucher bedeutet die Entwicklung mehr Wahlfreiheit: Leistungsstärkere KI-Tools sind nun zu einem niedrigeren Preis erhältlich. Der mögliche Kompromiss: die Konfrontation mit Werbung.
Die Schlüsselfrage wird sein, ob der Go-Plan kostenlose Nutzer zu zahlenden Kunden konvertieren kann, ohne die teureren Plus-Abos zu kannibalisieren. Die kommenden Monate werden zeigen, wie diese vielschichtige Strategie die Zukunft der Consumer-KI und OpenAIs Position im Wettbewerb prägen wird.
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