OpenAI, Cerebras-Chips

OpenAI setzt auf Cerebras-Chips für ultraschnelle KI

14.01.2026 - 23:30:11

OpenAI revolutioniert seine KI-Infrastruktur mit einer milliardenschweren Partnerschaft. Der KI-Pionier integriert Spezialprozessoren von Cerebras Systems, um Antwortzeiten seiner Modelle massiv zu beschleunigen – ein strategischer Schlag gegen die Dominanz herkömmlicher Grafikchips.

Der mehrjährige Vertrag hat ein Volumen von über zehn Milliarden US-Dollar. Kern der Vereinbarung ist der Einsatz von Cerebras’ einzigartigen, wafergroßen KI-Chips in OpenAIs Plattform. Diese Spezialhardware soll die Geschwindigkeit bei der KI-Inferenz – dem Ausführen trainierter Modelle – um bis zum 15-fachen gegenüber aktuellen GPU-Systemen steigern. Für Millionen Nutzer dürften sich Chat-Interaktionen damit deutlich natürlicher anfühlen.

OpenAI wird schrittweise bis 2028 Rechenkapazitäten von 750 Megawatt bei Cerebras aufbauen. Diese gewaltige Infrastruktur zählt zu den größten Hochgeschwindigkeits-Deployments für KI-Inferenz weltweit. Sie soll die nächste Welle der KI-Innovation tragen: von komplexen autonomen Agenten bis hin zu kreativen Tools.

„Cerebras liefert eine dedizierte Lösung für Aufgaben mit niedriger Latenz“, erklärt Sachin Katti von OpenAI. Die Technologie adressiere gezielt den Engpass bei der Antwortzeit. Herkömmliche Systeme nutzen oft Cluster aus vielen, miteinander verbundenen GPUs. Die Kommunikation zwischen diesen Chips kann die Geschwindigkeit ausgebremster Modelle bremsen.

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Cerebras setzt dagegen auf einen radikal anderen Ansatz. Das Unternehmen baut riesige Chips auf einem einzigen Silizium-Wafer. Auf dieser Fläche vereinen sie Rechenleistung, Speicher und Hochgeschwindigkeits-Kommunikationspfade. Dieses Design minimiert Verzögerungen und ist perfekt auf Inferenz optimiert.

Markt in Bewegung: Druck auf Nvidia & Co.

Die Allianz sendet ein klares Signal an den von Nvidia dominierten KI-Hardware-Markt. OpenAI diversifiziert damit seine Lieferkette und setzt auf eine für Inferenz optimierte Alternative. Könnte dies den Siegeszug spezialisierter Prozessoren beschleunigen?

Die Strategie unterscheidet sich von der anderer Tech-Giganten. Konzerne wie Google, Amazon und Meta entwickeln eigene KI-Chips, um Leistung und Effizienz zu kontrollieren. OpenAI geht den Weg der Partnerschaft, um schnell auf marktreife Spitzentechnologie zugreifen zu können.

Marktbeobachter sehen in dem Deal erheblichen Innovationsdruck für etablierte Chip-Hersteller. Nach der Ankündigung notierten die Aktien von Nvidia und AMD leicht unter Druck. Die Botschaft ist klar: Im Wettrennen um die schnellste KI-Infrastruktur ist ein neuer, mächtiger Mitspieler aufgetaucht.

Die Vision: KI so flüssig wie ein Gespräch

Langfristig geht es um mehr als nur schnellere Antworten. Andrew Feldman, Mitgründer und CEO von Cerebras, zieht einen historischen Vergleich: „Der potenzielle Impact von Echtzeit-Inferenz ähnelt der Transformation durch Breitband-Internet.“ Damals entstanden komplett neue Anwendungskategorien.

In den kommenden Jahren sollen Nutzer die Fortschritte in OpenAIs gesamter Produktpalette spüren. Denkbar sind KI-Coding-Assistenten mit Echtzeit-Vorschlägen, kreative Tools für hochauflösende Bilder in Sekunden oder Agenten, die komplexe Aufgaben ohne Verzögerung ausführen.

„Diese gesteigerte Geschwindigkeit ist entscheidend, um die nächste Generation von KI-Anwendungen freizuschalten“, betont OpenAI-Präsident Greg Brockman. Der gestaffelte Rollout bis 2028 soll sicherstellen, dass die Infrastruktur mit dem exponentiellen Wachstum der Nachfrage nach leistungsstarken und intelligenten Systemen Schritt halten kann.

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