OpenAI schaltet GPT-4o und ältere Modelle ab
13.02.2026 - 14:00:12OpenAI zieht den Stecker für beliebte KI-Modelle und zwingt Millionen Nutzer zum Umstieg auf GPT-5.2. Seit heute, Freitag, den 13. Februar 2026, sind die Modelle GPT-4o, GPT-4.1, GPT-4.1 mini und OpenAI o4-mini aus der Standardversion von ChatGPT verschwunden. Auch frühe GPT-5-Versionen wurden entfernt. Das Unternehmen konsolidiert sein Angebot und drängt alle Nutzer zum neuesten Modell.
Für Geschäftskunden gibt es eine Schonfrist bis zum 3. April. Die zugrundeliegenden Programmierschnittstellen (APIs) bleiben vorerst verfügbar. Die Änderung betrifft vorerst nur die Web- und Mobile-Oberfläche.
Unternehmen und Entwickler sollten sich jetzt auf die EU‑KI-Verordnung einstellen. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden fasst kompakt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung und Dokumentationsanforderungen zusammen – ideal für alle, die KI-Systeme entwickeln oder über APIs integrieren. Jetzt kostenlosen KI‑Verordnungs‑Leitfaden herunterladen
Die Abschaltung markiert das Ende eines Modells mit bewegter Geschichte. Bereits im August 2025, nach dem Launch von GPT-5, hatte OpenAI einen ersten Abschaltversuch unternommen. Der scheiterte am massiven Widerstand der Nutzer. Diese vermissten den „warmen“, natürlichen Gesprächston von GPT-4o, den die ersten GPT-5-Versionen nicht boten.
OpenAI zog das Modell damals zurück. In der Januar-Ankündigung hieß es, man habe diese „Persönlichkeitsmerkmale“ inzwischen in die neueren Flagship-Modelle integriert. GPT-5.2 solle nun den freundlichen, konversationellen Ton des Vorgängers erfolgreich imitieren. Die Daten scheinen dem Unternehmen Recht zu geben: Die Nutzung von GPT-4o war bis Ende Januar auf nur noch 0,1 Prozent der täglichen Interaktionen gesunken.
Vereinfachung und Fokus: Die Strategie hinter der Konsolidierung
Für den durchschnittlichen Nutzer bedeutet die Änderung vor allem weniger Auswahl. Neue Chats starten automatisch mit GPT-5.2. Alte Unterhaltungen bleiben in der Historie erhalten, werden aber bei Weiterführung auf die aktiven Modelle umgestellt.
Aus Sicht von Branchenanalysten ist dieser Schritt überfällig. Die Pflege mehrerer überlappender Modell-Generationen verursacht erheblichen Rechenaufwand. Indem OpenAI die „4er-Serie“ und frühe „5er“-Varianten einstellt, kann es Kapazitäten auf das leistungshungrigere GPT-5.2 und kommende Versionen konzentrieren.
Zudem wird die Nutzererfahrung vereinfacht. Die rasante Veröffentlichungspolitik Ende 2025 hatte die Auswahl mit fast einem Dutzend Modellen unübersichtlich gemacht. Berichten zufolge arbeitet OpenAI nun daran, „unnötige Verweigerungen“ und „übertrieben vorsichtige“ Antworten in GPT-5.2 zu reduzieren – eine direkte Reaktion auf die Flexibilität, die Nutzer an den alten Modellen schätzten.
Was kommt als Nächstes?
Die Abschaltung im Consumer-Bereich ist oft ein Vorbote für das Ende der API-Nutzung. Unternehmensentwickler sollten sich daher auf eine spätere Einstellung dieser Schnittstellen einstellen, auch wenn noch kein Datum feststeht.
Parallel treibt OpenAI die Entwicklung neuer Features voran. Das Unternehmen verfeinert Berichten zufolge Altersvorhersage-Technologien und elterliche Kontrollen. Dies könnte den regulatorischen Weg für spezialisierte Zugangsebenen zu bestimmten Modellen später im Jahr 2026 ebnen. Für den einstigen Goldstandard der generativen KI, GPT-4o, ist die Reise jedoch heute zu Ende gegangen.
@ boerse-global.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.


