OpenAI, KI-Modelle

OpenAI schaltet beliebte KI-Modelle wie GPT-4o ab

16.02.2026 - 02:02:12 | boerse-global.de

OpenAI hat mehrere ältere KI-Modelle, darunter GPT-4o, abgeschaltet, um Ressourcen zu bündeln. Die Entscheidung betrifft rund 800.000 Nutzer und zwingt zur Migration auf neuere Architekturen.

OpenAI verabschiedet sich von mehreren älteren KI-Modellen, darunter der beliebte GPT-4o. Die Abschaltung markiert eine strategische Zäsur für die Plattform mit rund 800 Millionen wöchentlichen Nutzern und zwingt Entwickler wie Privatanwender zum Umstieg auf neuere Architekturen. Hinter der Entscheidung steht der Wunsch nach Effizienz und Fokus – doch eine lautstarke Minderheit der Nutzer trauert.

Strategische Konsolidierung für neueste KI-Generation

Die Abschaltung, die am vergangenen Freitag, dem 13. Februar 2026, in Kraft trat, betrifft neben GPT-4o auch die Modelle GPT-4.1, GPT-4.1 mini, o4-mini und erste Versionen von GPT-5. Für das Unternehmen ist es ein logischer Schritt: Trotz einer treuen Fangemeinde nutzten die alten Modelle zuletzt nur noch 0,1 Prozent der wöchentlichen Nutzer – etwa 800.000 Menschen.

„Durch die Konsolidierung können wir unsere Ressourcen bündeln und die Entwicklung unserer fortschrittlichsten Systeme beschleunigen“, so die offizielle Begründung. Das Ziel ist klar: Alle Nutzer sollen auf die neueren, effizienteren Modelle der GPT-5.1- und GPT-5.2-Serie migrieren. Die Nachfolger sollen dabei die Stärken ihrer Vorgänger aufgreifen; das Feedback zur „konversationellen Wärme“ von GPT-4o floss direkt in die Entwicklung ein.

Frust bei Nutzern, Klarheit für Entwickler

Für eine kleine, aber passionierte Nutzergruppe bedeutet die Abschaltung den Verlust eines kreativen Partners. In Online-Foren macht sich Enttäuschung breit. Es ist bereits der zweite Anlauf, GPT-4o zu pensionieren; ein erster Versuch nach dem Launch von GPT-5 wurde nach massivem Nutzerprotest zurückgenommen. Diesmal scheint die Entscheidung endgültig.

Die Entwickler-Community erhielt immerhin Vorlauf: Der Zugang zum API-Endpunkt chatgpt-4o-latest endet am 17. Februar. Die dreimonatige Übergangsfrist, angekündigt im November 2025, soll abrupte Brüche in Software-Projekten verhindern. Diese transparentere Kommunikation deutet auf einen professionelleren Umgang mit dem eigenen Ökosystem hin – ein Lernprozess für das einstige Forschungsinstitut.

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Reifeprüfung für eine globale Technologieplattform

Die geordnete Pensionierung alter Modelle ist ein Zeichen der Reife. Sie gleicht den Managed-Deprecation-Zyklen etablierter Softwarekonzerne. Bei einer Nutzerbasis in hundertmillionenhöhe werden die operativen Kosten und der Aufwand für die Pflege veralteter Systeme untragbar. Die Konsolidierung senkt diese Last und soll zudem Sicherheit und Effizienz erhöhen.

Gleichzeitig treibt OpenAI die Expansion im Unternehmenssegment voran. Mit Diensten wie „Frontier“ für die Verwaltung von KI-Agenten und einer neuen macOS-„Codex“-App zielt das Unternehmen gezielt auf Business-Kunden. Bei einem gemeldeten annualisierten Umsatz von über 20 Milliarden Euro ist der Fokus auf nachhaltiges, enterprise-taugliches Wachstum unübersehbar.

Die Ablösung von Kultmodellen wie GPT-4o ist ein notwendiger Schritt in dieser Evolution. Die Gretchenfrage lautet nun: Können die Nachfolger nicht nur ersetzen, sondern übertreffen, was die Vorgänger so besonders machte? Die Antwort darauf wird den Kurs von OpenAI in den kommenden Monaten maßgeblich bestimmen.

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