OpenAI, Sweet

OpenAI plant mit 'Sweet Pea' den Angriff auf Apple

24.01.2026 - 04:45:12

OpenAI plant mit dem Headset 'Sweet Pea' den Einstieg in den Hardware-Markt. Das Gerät mit lokalem KI-Chip soll ab 2026 bis zu 50 Millionen Mal verkauft werden und etablierte Ökosysteme herausfordern.

OpenAI will mit eigenen KI-Kopfhörern den Wearable-Markt aufmischen. Ein umfangreicher Leak verrät Details zum ersten Consumer-Gerät des KI-Giganten.

Die Pläne des KI-Vorreiters für den Einstieg in die Hardware-Branche liegen offen. Ausgerechnet zum Weltwirtschaftsforum in Davos sickerten Design, Spezifikationen und ambitionierte Verkaufsziele für das erste große Produkt durch: ein KI-gesteuertes Headset mit dem Codenamen ‘Sweet Pea’. Das Gerät soll als „tragbares KI-Gateway“ die etablierten Ökosysteme von Apple und Samsung herausfordern. Ein hochrangiger OpenAI-Manager bestätigte diese Woche indirekt die Gerüchte und nannte die zweite Hälfte 2026 als Zeitraum für eine offizielle Vorstellung.

Ein radikales Design abseits der Masse

Die geleakten Informationen deuten auf eine völlig neue Form hin. Statt klassischer In-Ear-Kopfhörer soll ‘Sweet Pea’ als Hinter-dem-Ohr-Gerät ausgeführt sein – ähnlich modernen Hörgeräten. Ein eiförmiger Metallkörper bildet die Basis, von dem zwei kapselartige Elemente um das Ohr herumführen. Diese unkonventionelle Bauweise könnte mehr Platz für Akku und Prozessorleistung bieten.

Verantwortlich für das Aussehen zeichnet das Designbüro LoveFrom von Star-Designer Jony Ive. OpenAI hatte Ives Startup ‘io’ im Mai 2025 für rund 6,5 Milliarden Euro übernommen – ein klares Signal für den Hardware-Kurs. Das Ziel ist ein Gerät, das sich optisch und haptisch von aktuellen Smartphones abhebt und, wie CEO Sam Altman es ausdrückte, „ruhiger und weniger aufdringlich“ wirkt.

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Lokale KI-Power für sofortiges Verstehen

Das Herzstück soll ein hauseigener, leistungsstarker 2-Nanometer-Prozessor von Samsung sein. Dieser Chip ermöglicht es, viele KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät auszuführen. Das reduziert die Abhängigkeit von der Cloud und macht Antwortzeiten nahezu verzögerungsfrei. Für komplexere Aufgaben greift ‘Sweet Pea’ natürlich auf OpenAIs Cloud-Modelle zurück. Dieser hybride Ansatz verspricht eine neuartige Mensch-Maschine-Interaktion.

Ein Array aus Sensoren, darunter Mikrofone und möglicherweise Kameras, soll dem Gerät eine kontextuelle Wahrnehmung der Umgebung verleihen. Die Vision: Ein persönlicher KI-Assistent, der nicht erst aktiviert werden muss, sondern situativ und proaktiv assistiert – und vielleicht sogar andere Geräte steuern kann. Die Stückkosten sollen näher an einem Smartphone als an herkömmlichen Kopfhörern liegen, was auf eine Premium-Positionierung hindeutet.

Foxconn soll 50 Millionen Stück produzieren

Die Ambitionen sind gewaltig. OpenAI plant angeblich, im ersten Jahr 40 bis 50 Millionen Einheiten abzusetzen. Das wäre kein Nischenprodukt, sondern ein Angriff auf den Massenmarkt. Um diese Stückzahlen zu stemmen, hat das Unternehmen laut Berichten eine Partnerschaft mit dem Fertigungsriesen Foxconn geschlossen. Die Produktion soll vorrangig in Vietnam laufen.

‘Sweet Pea’ ist offenbar nur der Anfang. Dem Leak zufolge hat OpenAI eine Pipeline mit mindestens vier weiteren KI-Geräten. Dazu gehören ein bildschirmloser Stift mit dem Codenamen ‘Gumdrop’, potenzielle Smart Glasses und ein heimassistenten-ähnliches Gerät. Die Strategie zielt auf ein eigenes Ökosystem KI-nativer Hardware ab.

Der harte Kampf um die Gunst der Nutzer

Der Vorstoß in die Hardware bedeutet eine fundamentale strategische Wende für OpenAI. Vom reinen Software- und Forschungsunternehmen will sich der Konzern zu einem vertikal integrierten KI-Anbieter entwickeln – vom Modell bis zum Endgerät. Damit tritt es in direkte Konkurrenz zu Apple, dessen Stärke die lückenlose Integration von Hardware und Software ist.

Die größte Hürde wird sein, Nutzer davon zu überzeugen, ein weiteres separates Gerät mit sich zu führen und zu laden. Dafür muss die User Experience so überzeugend sein, dass sie den Komfort der gewohnten Ökosysteme übertrumpft. Das Scheitern anderer KI-Hardware wie des ‘Humane Ai Pin’, der für Performance-Probleme kritisiert wurde, zeigt die Schwierigkeiten. Doch OpenAI verfügt über immense finanzielle und technologische Ressourcen – ein gewaltiger Vorteil für einen Newcomer.

Mit einer möglichen Markteinführung bereits im September 2026 steht der KI-Pionier nun unter Beobachtung. Gelingt der Wurf, könnte ‘Sweet Pea’ den Startschuss für ein neues Kapitel geben, in dem ambientes, KI-gesteuertes Computing das Smartphone als primäre Schnittstelle zum Digitalen ablöst.

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