OpenAI, Mega-Börsengang

OpenAI plant Mega-Börsengang mit Billionen-Bewertung

25.01.2026 - 18:00:12

OpenAI könnte noch 2026 an die Börse gehen – mit einer Bewertung von bis zu einer Billion US-Dollar. Das wäre einer der größten Börsengänge aller Zeiten. Das Unternehmen hinter ChatGPT braucht das Kapital für den teuren Kampf um die Vorherrschaft in der Künstlichen Intelligenz.

Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen. CEO Sam Altman sondiert bereits bei internationalen Investoren, darunter im Nahen Osten. In aktuellen Gesprächen wird OpenAI privat mit 750 bis 830 Milliarden Dollar bewertet. Ein gewaltiger Sprung: Erst im Oktober 2025 lag der Wert bei 500 Milliarden Dollar.

Der Zeitplan für den Börsengang (IPO) bleibt zwar flexibel. Doch der Druck wächst. Investoren müssten eine ungewöhnliche Wette eingehen: Sie würden in ein Unternehmen investieren, das erst ab 2030 profitabel werden soll.

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Der Hauptgrund für den Gang an die Börse ist schlicht der enorme Kapitalhunger. 2026 steht eine kritische Zäsur an: Allein in diesem Jahr fallen über 80 Milliarden Dollar an fälligen Verpflichtungen an. Ein Großteil davon ist mit Rechenleistungs-Verträgen mit Partner Microsoft verknüpft.

Die langfristigen Pläne sind noch gewaltiger. Für den Bau der nötigen Rechenzentren und Infrastruktur der nächsten KI-Generation plant OpenAI Ausgaben von schätzungsweise 1,4 Billionen Dollar innerhalb der nächsten acht Jahre. Ein Betrag, der selbst für Tech-Giganten beispiellos ist.

Trotz eines rasanten Umsatzwachstums auf 13 Milliarden Dollar 2025 verbrennt das Unternehmen weiter Geld. Die Entwicklung und der Betrieb von Modellen wie ChatGPT, GPT Image und dem Video-Tool Sora sind extrem kostenintensiv. Der freie Cashflow bleibt voraussichtlich noch Jahre negativ.

Wettlauf unter Giganten und der Druck der Börse

Die frischen Milliarden wären überlebenswichtig im erbarmungslosen Wettbewerb. Konkurrent Google hat mit seinem Gemini-Modell bereits eine “Alarmstufe Rot” bei OpenAI ausgelöst. Auch das von Ex-OpenAI-Mitarbeitern gegründete Anthropic drängt mit eigenen Börsenplänen auf den Markt.

Ein IPO wäre jedoch ein zweischneidiges Schwert. Er brächte nicht nur Kapital, sondern auch die strenge Aufsicht des öffentlichen Marktes. Quartalsberichte, Regulierung und der Druck von Aktionären – für Altman persönlich keine reizvolle Perspektive, aber wohl unvermeidlich.

Der Erfolg oder Misserfolg dieses Billionen-Deals wird zum Stresstest für die gesamte KI-Ökonomie. Können Anleger davon überzeugt werden, eine Vision zu finanzieren, deren Renditen in weiter Ferne liegen?

Die Mission AGI und der Weg zur Börsenreife

Eigentlich liegt der Fokus des Unternehmens nicht auf der Börse, sondern auf seiner Kernmission: der Entwicklung einer Künstlichen Allgemeinen Intelligenz (AGI). Doch die praktische Notwendigkeit diktiert das Tempo.

Um unabhängiger zu werden, baut OpenAI sein Geschäft aus. Es gibt Gerüchte über eigene Hardware und die Einführung von Werbung in der kostenlosen Version von ChatGPT. Parallel muss die komplexe Unternehmensstruktur, die aus einer Non-Profit-Organisation hervorging, für die Börse fit gemacht werden.

Die Umwandlung in eine “Public Benefit Corporation” war ein entscheidender Schritt. Sie ermöglichte die bisherigen Mega-Finanzierungsrunden. Ein Börsengang Ende 2026 wäre der logische Endpunkt dieser Transformation.

Die Tech- und Finanzwelt blickt gespannt nach San Francisco. Die Entscheidung der Anleger wird nicht nur über die Zukunft von OpenAI entscheiden. Sie wird auch das Signal sein, ob die Märkte bereit sind, die teuerste technologische Revolution unserer Zeit zu finanzieren.

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