OpenAI plant Hardware-Offensive mit Jony Ive
20.01.2026 - 08:45:11OpenAI steigt mit einem KI-Begleiter in den Hardware-Markt ein – und holt sich Apples Design-Legende Jony Ive ins Boot. Die Vorstellung ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.
Das bestätigte der Politikchef des Unternehmens, Chris Lehane, beim Axios House Davos. Die Entwicklung markiert den bisher entschiedensten Schritt des Software-Giganten in den physischen Produkteraum. Ziel ist es, eine neue Kategorie persönlicher KI-Assistenten zu schaffen. Das Projekt, eine Kollaboration mit dem ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive, soll die Dominanz des Smartphones herausfordern. Es könnte neu definieren, wie Menschen im Alltag mit Künstlicher Intelligenz interagieren. Ein genaues Verkaufsdatum steht noch nicht fest, die geplante Vorstellung deutet aber auf einen Marktstart Anfang 2027 hin.
Der „bildschirmlose“ KI-Begleiter
OpenAI bricht mit dem bildschirmzentrierten Design, das die persönliche Technologie seit Jahrzehnten prägt. Das kommende Gerät soll ein bildschirmloser, sprachgesteuerter KI-Begleiter sein. Das Konzept dreht sich um eine intuitive, allgegenwärtige Interaktion. Der Nutzer kommuniziert über natürliche Konversation mit der KI, anstatt auf einem Display zu tippen.
CEO Sam Altman sprach bereits von einem „erschreckend einfachen“ Gerät. Es soll das Smartphone nicht ersetzen, sondern als ergänzendes „drittes Kern-Gerät“ neben Telefon und Laptop fungieren. Spekulationen zum Design deuten auf ein kompaktes, tragbares Objekt hin. Berichte beschreiben mögliche Entwürfe, die einem kleinen Pod, einem stiftförmigen Objekt oder hochentwickelten KI-Ohrhörern ähneln. Intern trug das Projekt Codenamen wie „Gumdrop“ oder „Sweetpea“. Im Fokus steht eine nahtlose Nutzererfahrung mit fortschrittlichen Audio-KI-Modellen.
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Die milliardenschwere Allianz mit Jony Ive
Zentral für das Hardware-Abenteuer ist die enge Zusammenarbeit mit Jony Ive. Der Design-Visionär hinter ikonischen Apple-Produkten wie iPhone und iPad bringt sein gesamtes Team ein. Die Partnerschaft wurde durch die Übernahme von Ives KI-Hardware-Startup io besiegelt. Das Geschäft wurde 2025 auf rund 6,5 Milliarden Euro beziffert.
Das gemeinsame Team, intern weiterhin „io“ genannt, leitet nun die Entwicklung der neuen Produktfamilie. Die Mannschaft wurde kürzlich durch Spitzentalente wie den ehemaligen Apple-Ingenieur Janum Trivedi verstärkt. Er war maßgeblich an Schlüsselfunktionen für iPadOS beteiligt. Diese Fusion von OpenAIs KI-Forschung mit Weltklasse-Design zeigt den Anspruch auf ein hochwertiges, benutzerfreundliches Produkt.
Vom Labor auf den Nachttisch: OpenAIs Strategiewende
Die Hardware-Ankündigung ist ein Eckpfeiler einer größeren Strategieänderung. OpenAI will die praktische, alltägliche Nutzung seiner Technologie vorantreiben. CFO Sarah Friar betonte kürzlich, der Fokus 2026 liege auf der „praktischen Adoption“. Die Hardware-Initiative ist der greifbarste Ausdruck dieser Strategie. Sie soll KI von einem Werkzeug hinter dem Bildschirm zu einem ständigen, physischen Begleiter machen.
Untermauert wird diese Langfristvision durch eine aktuelle Ausschreibung. OpenAI sucht US-amerikanische Fertigungspartner für eine widerstandsfähige Lieferkette. Gesucht werden Hersteller für Komponenten in den Bereichen Unterhaltungselektronik, Robotik und Rechenzentren. Dies offenbart einen Zehnjahresplan, um fortschrittliche Fertigung zu lokalisieren und eine robuste Infrastruktur für das „Intelligenz-Zeitalter“ aufzubauen.
Kann OpenAI den Hardware-Markt aufmischen?
Der Eintritt in den Hardware-Markt stellt eine direkte Herausforderung für Giganten wie Apple und Google dar. OpenAI wettet auf eine Zukunft, die weniger auf grafische Benutzeroberflächen angewiesen ist. Bisherige Versuche mit KI-Hardware anderer Firmen hatten nur begrenzten Erfolg. Oft scheiterten sie an umständlicher Bedienung oder fehlenden Anwendungsfällen.
Analysten sehen OpenAI jedoch in einer einzigartigen Position. Das Unternehmen vereint die weltweit führenden KI-Modelle, umfangreiche Nutzererfahrung durch ChatGPT und das Design-Genie von Jony Ives Team. Diese Kombination könnte die Hürden früherer Anbieter überwinden. Ein Erfolg des Produkts könnte einen Dominoeffekt in der Elektronikbranche auslösen und die Entwicklung KI-nativer Hardware beschleunigen.
Der lange Weg zur Produktfamilie
Die Tech-Welt blickt gespannt auf die zweite Hälfte 2026. Die anvisierte Vorstellung könnte nur der Anfang sein. Berichten zufolge hat Fertigungspartner Foxconn Anweisung, Kapazitäten für bis zu fünf verschiedene KI-Geräte bis Ende des Jahrzehnts vorzubereiten. Der Weg vom Forschungslabor zum vollwertigen Hardware-Hersteller ist gewaltig. Gelingt er, könnte OpenAI seine Position als prägende Technologiefirma dieser Ära zementieren – und unsere Beziehung zur digitalen Welt fundamental verändern.
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