OpenAI, GPT-52

OpenAI macht GPT-5.2 mit Persönlichkeits-Update gesprächiger

24.01.2026 - 00:44:12

OpenAI aktualisiert die Standardeinstellung von GPT-5.2 Instant für flüssigere Gespräche. Nutzer behalten volle Kontrolle über die Anpassung, während die KI-Branche den subjektiven Nutzerkomfort als Wettbewerbsvorteil entdeckt.

OpenAI stattet sein KI-Modell GPT-5.2 mit einer natürlicheren Standard-Persönlichkeit aus. Das Update soll die Interaktion für Millionen Nutzer intuitiver machen und markiert einen Branchentrend: KI soll nicht nur klüger, sondern auch angenehmer im Umgang werden.

Seit dem 22. Januar 2026 erhalten Nutzer des schnellen GPT-5.2 Instant eine aktualisierte Standardeinstellung. Diese macht den Chatverlauf flüssiger und kontextabhängiger. Statt nur präzise Informationen zu liefern, passt sich die KI nun besser dem Gesprächsverlauf an. Das Ziel: Der Dialog soll sich weniger roboterhaft und mehr wie ein natürliches Gespräch anfühlen. Diese Verfeinerung folgt nur gut einen Monat nach dem ursprünglichen Release der GPT-5.2-Serie im Dezember 2025, die vor allem die Kernfähigkeiten in Logik und Codierung verbesserte.

Vom Informationsbot zum Gesprächspartner

Im Kern der Neuerung steht eine angepasste System-Prompt für die Instant-Variante des Modells. Laut OpenAI soll die KI dadurch besser in der Lage sein, ihren Tonfall an den Kontext des Dialogs anzupassen. Frühe Tests des GPT-5.2-Modells hatten bereits einen wärmeren, gesprächigeren Ton angedeutet. Das Update baut diesen Charakterzug nun gezielt aus.

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Die KI soll so zum fähigeren Partner für Aufgaben wie Brainstorming, Texterstellung oder allgemeine Informationssuche werden. Dieser Schritt spiegelt ein langfristiges Ziel wider: die persönliche Anpassung der KI-Persönlichkeit für jeden Nutzer. Doch was bedeutet das konkret für die tägliche Nutzung?

Volle Kontrolle bleibt bei den Nutzern

Trotz des neuen Standards betont OpenAI, dass die Nutzerkontrolle Priorität behält. Das Update entfernt nicht die umfangreichen Personalisierungsfunktionen, die das Unternehmen im vergangenen Jahr eingeführt hat. Nutzer können über das „Personalisierung“-Menü in den Einstellungen die neue Standardeinstellung überschreiben und das Verhalten der KI feinjustieren.

Dort lassen sich verschiedene Basisstile und Tonlagen auswählen. Zudem können spezifische Merkmale individuell angepasst werden – etwa die „Wärme“ und „Begeisterung“ des Modells hoch- oder runterregeln. Auch die Häufigkeit von Formatierungen wie Überschriften oder die Neigung, Emojis zu verwenden, ist einstellbar. Diese Werkzeuge stellen sicher, dass Nutzer, die eine direktere KI bevorzugen, diese Erfahrung beibehalten können. Dieser Ansatz wurde durch Feedback zu früheren Modellen geprägt, deren Persönlichkeit manchmal als zu gefällig empfunden wurde.

Teil einer breiteren Plattform-Offensive

Das Persönlichkeits-Update ist nur eine von mehreren Neuerungen in einem turbulenten Start ins Jahr 2026 für OpenAI und signalisiert ein hohes Entwicklungstempo. Am 20. Januar kündigte das Unternehmen ein Update für ChatGPT Voice für zahlende Nutzer an, das die Befolgung von Anweisungen verbessert.

Im Fokus der Plattformsicherheit steht zudem ein neues Altersvorhersagemodell für Consumer-Tarife. Dieses System nutzt Verhaltens- und Kontosignale, um mutmaßlich minderjährige Nutzer zu identifizieren und entsprechende Schutzmaßnahmen anzuwenden. Im Enterprise-Bereich wurde die Partnerschaft mit ServiceNow vertieft. Das Unternehmen wird GPT-5.2-Modelle direkt in seine Plattform einbetten, um eine neue Automatisierungsebene zu ermöglichen. Die globale Einführung des günstigen Abos „ChatGPT Go“ unterstreicht zudem die Strategie, den Zugang zu den KI-Tools zu verbreitern.

Analyse: Der subjektive „Vibe“ wird zum Wettbewerbsvorteil

Die gezielte Fokussierung auf die „Persönlichkeit“ unterstreicht eine Reifung der KI-Branche. Da sich die technischen Kernfähigkeiten großer Sprachmodelle der führenden Labore angleichen, werden Nutzererfahrung und das subjektive „Gefühl“ der Interaktion zu entscheidenden Unterscheidungsmerkmalen. Ein Modell, das nicht nur präzise, sondern auch angenehm im Umgang ist, wird mit größerer Wahrscheinlichkeit täglich genutzt.

Dieses Update kann als direkte Reaktion auf Nutzerfeedback gesehen werden. Frühere KI-Versionen, auch OpenAIs eigenes GPT-4o, erhielten teils Kritik für Persönlichkeiten, die als zu unterwürfig oder nervig empfunden wurden. Indem OpenAI den Standard subtiler konversationell gestaltet und gleichzeitig mächtige Anpassungswerkzeuge bereitstellt, versucht das Unternehmen, eine Balance für eine breite Nutzerbasis zu finden. Diese Strategie anerkennt, dass es keine einzelne „richtige“ Persönlichkeit für einen KI-Assistenten gibt.

Ausblick: Die Zukunft ist personalisiert

Das GPT-5.2-Update ist ein weiterer Schritt in Richtung einer Zukunft, in der Nutzer ihre KI-Assistenten an ihren individuellen Kommunikationsstil anpassen können. Die fortgesetzten Investitionen in Personalisierung deuten auf eine langfristige Vision hin, in der die KI-Interaktion hochgradig maßgeschneidert ist. Die Fähigkeit, Tonfall, Stil und sogar „Charakter“ zu definieren, dürfte zum Standard werden.

Die Branche wird genau beobachten, wie Nutzer auf die neue Standard-Persönlichkeit reagieren. Da KI zunehmend in komplexe Arbeitsabläufe integriert wird, ist die Fähigkeit dieser Systeme, eine konsistente und kontextangemessene Persönlichkeit zu wahren, entscheidend für den Aufbau von Nutzervertrauen und langfristige Akzeptanz.

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