OpenAI kauft Health-Tech-Startup Torch für Millionen
13.01.2026 - 22:21:12OpenAI verstärkt seinen Vorstoß in den Gesundheitsmarkt mit einer strategischen Akquisition. Das KI-Unternehmen übernimmt das Startup Torch, um fragmentierte Patientendaten zu vereinen. Der Deal soll zwischen 60 und 100 Millionen Euro wert sein.
Die Übernahme erfolgt nur sechs Tage nach dem Start von ChatGPT Health, einem spezialisierten KI-Assistenten für Gesundheit. Mit der Technologie von Torch will OpenAI aus dem allgemeinen Wellness-Tool einen persönlichen Gesundheitsnavigator machen. Das gesamte vierköpfige Torch-Team, inklusive der Gründer, wechselt zu OpenAI.
Im Zentrum steht Torchs Mission, ein „vereintes medizinisches Gedächtnis für KI“ zu schaffen. Die Technologie des Startups sammelt verstreute Gesundheitsdaten aus verschiedenen Quellen: Krankenhausakten, Laborwerte, Rezepte und Wearable-Daten. Diese Informationen liegen heute oft isoliert in verschiedenen Portalen – ein großes Hindernis für eine umfassende Patientenbetreuung.
Genau diese Lücke soll für ChatGPT Health geschlossen werden. Bisher konnte der Dienst nur begrenzt auf medizinische Daten zugreifen. Die Integration der Torch-Plattform soll die Infrastruktur liefern, um alles in einem KI-lesbaren System zu vereinen. Das Ergebnis: präzisere und kontextbewusstere Gesundheits-Einsichten für Nutzer.
Passend zum Thema vereinter Gesundheitsdaten: Viele Patientinnen und Patienten verstehen ihre Laborbefunde nicht – gerade diese Werte sollen ChatGPT Health künftig besser nutzen können. Ein kostenloser 25‑seitiger Report erklärt verständlich, welche Blutwerte wirklich wichtig sind, wann Sie handeln sollten und welche Spezialtests sinnvoll sind. Ideal, um eigene Daten besser einzuschätzen, bevor Sie sie zentral verknüpfen. Jetzt Laborwerte-Check herunterladen
Offensive im Milliardenmarkt Gesundheitswesen
Die Akquisition ist der jüngste Schritt in OpenAIs Ambitionen im Gesundheitssektor. Die schnelle Abfolge von Produktlaunch und Übernahme zeigt eine aggressive Expansionsstrategie. OpenAI kooperiert bereits mit großen US-Gesundheitsanbietern wie HCA Healthcare.
Das Torch-Team bringt wertvolle Erfahrung mit. Die Gründer arbeiteten zuvor bei Forward Health, einem KI-gestützten Primärversorgungs-Startup, das über 400 Millionen Euro einsammelte, bevor es 2024 den Betrieb einstellte. Diese Erfahrung im komplexen Gesundheitsmarkt ist für OpenAI Gold wert. Sie positioniert das Unternehmen im Wettlauf mit Tech-Giganten wie Google und Anthropic, die ebenfalls massiv in KI für Gesundheit investieren.
Die große Herausforderung: Vertrauen und Datenschutz
Die Vereinheitlichung von Patientenakten ist ein uralter Traum der Health-Tech-Branche. Sie verspricht bessere Diagnosen, personalisierte Therapien und mündigere Patienten. OpenAAnsatz ist neu: Die Lösung direkt in eine Plattform zu integrieren, die bereits Millionen für Gesundheitsfragen nutzen.
Doch der Weg ist steinig. Die größte Hürde sind die strengen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen im Gesundheitswesen. OpenAI betont, dass ChatGPT Health mit spezieller Verschlüsselung ausgestattet sei und Gesundheitsdaten nicht zum Training der KI-Modelle genutzt würden. Ob das für das nötige Nutzervertrauen reicht, um komplette Krankengeschichten anzuschließen, bleibt die entscheidende Frage. Der Erfolg dieser Integration könnte einen neuen Standard setzen, wie KI mit hochsensiblen Gesundheitsdaten umgeht.
Was Nutzer erwarten können
OpenAI will die Technologie von Torch schnell in ChatGPT Health einbauen. Das kurzfristige Ziel: Nutzern eine nahtlose Möglichkeit bieten, ihre Gesundheitsinformationen aus Laboren, Apotheken, Wearables und von Ärzten in einem einheitlichen Profil zusammenzuführen.
Langfristig könnte ein erfolgreicher Einsatz den Weg für einen mächtigen persönlichen Gesundheitsassistenten ebnen. Dieser könnte Trends erkennen, potenzielle Probleme melden und proaktive Ratschläge auf Basis der gesamten Krankengeschichte geben. OpenAI betont stets, dass seine Tools die professionelle medizinische Versorgung ergänzen, nicht ersetzen sollen. Die Übernahme von Torch ist dennoch ein deutlicher Schritt hin zu einem wissenderen KI-Partner für die persönliche Gesundheit. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Kombination aus KI und vereinten Daten ihr transformatives Versprechen einlösen kann – ohne Abstriche bei Privatsphäre und Sicherheit.
PS: Übrigens — bevor Sie Gesundheitsdaten zentral zusammenführen, hilft es, die eigenen Laborwerte zu kennen: Der Gratis-Report “Laborwerte‑Selbstcheck” enthält einen Selbsttest, erklärt TSH, Cholesterin & Co. und zeigt, welche Werte für Ärzt:innen wirklich relevant sind. So erkennen Sie Fehldeutungen früh und können bei der Datenfreigabe gezielter entscheiden. Laborwerte-Report sofort anfordern


