OpenAI, Gründer

OpenAI holt sich Gründer von Thinking Machines Lab zurück

15.01.2026 - 07:13:12

OpenAI gewinnt drei Top-Forscher von seinem milliardenschweren Start-up-Rivalen Thinking Machines Lab zurück. Der personelle Coup stärkt die Forschungsmacht des KI-Giganten und schwächt den ambitionierten Newcomer.

OpenAI reißt mit der Rückkehr von Top-Forschern die Kontrolle über das begehrte KI-Talent zurück – und demonstriert seine Macht. Für den hoch bezahlten Start-up-Rivalen ist es ein herber Rückschlag.

Die Rückholaktion des KI-Riesen trifft Thinking Machines Lab ins Mark. Weniger als zwei Jahre nach ihrer Gründung verliert die ambitionierte Start-up-Schmiede zwei Mitgründer und einen Forscher an ihren früheren Arbeitgeber OpenAI. Barret Zoph und Luke Metz, die einst OpenAI verließen, um das neue Unternehmen mit aufzubauen, kehren nun zurück. Für das mit Milliarden bewertete Thinking Machines Lab ist das ein schwerer Schlag in der Frühphase.

Die Personalbewegung unterstreicht den erbitterten Kampf um die klügsten Köpfe der Künstlichen Intelligenz. Sie zeigt auch die immense Anziehungskraft etablierter Giganten. Für gut finanzierte Newcomer wird es immer schwieriger, ihr Spitzentalent zu halten.

Ein gestaffelter Paukenschlag

Die Nachricht von dem personellen Erdbeben verbreitete sich am Mittwoch in zwei Akten. Zuerst gab Mira Murati, CEO von Thinking Machines Lab, bekannt, dass sich das Unternehmen von Mitgründer und Technologiechef Barret Zoph getrennt habe. Als neuen CTO präsentierte sie Soumith Chintala, einen erfahrenen KI-Veteranen.

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Doch die ganze Dimension des Auszugs offenbarte sich weniger als eine Stunde später. Fidji Simo, OpenAIs CEO für Anwendungen, teilte in einem internen Memo und einem Social-Media-Post mit, dass Zoph, Mitgründer Luke Metz und Forscher Sam Schoenholz allesamt zu OpenAI zurückkehren. Simo betonte, der Schritt sei seit Wochen in Planung gewesen – ein Hinweis auf eine strategisch koordinierte Rückholaktion.

OpenAI festigt seine Forschungs-Vormacht

Die Rückkehr der Schlüsselfiguren ist ein strategischer Coup für OpenAI. Das Unternehmen treibt die Entwicklung nächster Modell-Generationen wie GPT-5 voran. Die Rückkehrer bringen tiefes Wissen und bewährte Expertise mit.

Barret Zoph ist dabei eine besonders wertvolle Rückgewinnung. Bei OpenAI war er zuvor Vizepräsident für Forschung und eine treibende Kraft beim Alignment-Team für Kernprojekte wie ChatGPT. Luke Metz gilt ebenfalls als angesehener Experte für Deep Learning.

Indem OpenAI dieses Wissen zurückholt, entzieht es gleichzeitig einem potenziellen Konkurrenten wertvolle Kompetenz. Branchenbeobachter deuten den Schritt als klares Signal: Der KI-Pionier will seine technologische Führungsposition zementieren und seine Pipeline beschleunigen. Der Wettbewerb mit anderen großen Labs und Tech-Konzernen verschärft sich.

Ein herber Dämpfer für den Start-up-Star

Für Thinking Machines Lab ist der Verlust zweier Mitgründer ein enormer Rückschlag. Das 2024 von Mira Murati gegründete Unternehmen hatte viel Aufmerksamkeit und Kapital auf sich gezogen. 2025 sammelte es in einer Seed-Runde satte zwei Milliarden US-Dollar ein – bei einer Bewertung von unglaublichen zwölf Milliarden.

Das Start-up hatte ein Elite-Team aus prominenten Forschern von OpenAI, Meta und Mistral AI zusammengestellt. Doch der aktuelle Abgang zeigt den immensen Druck, unter dem auch die am besten finanzierten Newcomer stehen. Die Ressourcen, Rechenkraft und etablierte Infrastruktur von Giganten wie OpenAI wirken wie ein mächtiger Sog.

Es ist nicht der erste hochkarätige Abgang bei Thinking Machines Lab. Bereits im Oktober 2025 war Mitgründer Andrew Tulloch zu Meta gewechselt. Der Kampf, das Gründungsteam zusammenzuhalten, scheint anzuhalten.

Der unerbittliche Krieg um KI-Talente

Dieser Vorfall ist ein Paradebeispiel für den anhaltenden „Talent-Krieg“ im Silicon Valley. Die Nachfrage nach Top-KI-Forschern hat eine beispiellos wettbewerbsintensive Umgebung geschaffen. Tech-Giganten locken mit Millionen-Paketen und der Verheißung, an zukunftsweisenden Projekten zu arbeiten.

Die Rückkehr von Zoph, Metz und Schoenholz zu OpenAI demonstriert: Selbst der Reiz, ein neues Unternehmen mit Milliarden im Rücken aufzubauen, kann von der Stabilität und Skalierung eines etablierten Leaders überwogen werden. Im aktuellen KI-Rennen ist Talent die wertvollste – und volatilste – Währung.

Was kommt jetzt?

Die Rückkehr der Forscher positioniert OpenAI für eine Phase beschleunigter Entwicklung. Die Integration von Zoph, Metz und Schoenholz in Schlüsselprojekte soll die Fähigkeiten der Grundlagenmodelle vorantreiben.

Für Thinking Machines Lab geht es nun darum, diesen Führungswechsel zu bewältigen. Unter neuem CTO Soumith Chintala muss das Unternehmen beweisen, dass es seinen ambitionierten Kurs trotz des Verlusts von Gründern halten kann. Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Wird der Start-up-Star stabilisieren und seine Versprechen einlösen? Oder wird er zur Warnung für alle, die es mit den Titanen der KI-Branche aufnehmen wollen?

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