OpenAI: 100 Milliarden Euro für den KI-Wettlauf
20.02.2026 - 06:23:12 | boerse-global.deOpenAI sammelt über 100 Milliarden Euro ein und erreicht eine Bewertung von mehr als 850 Milliarden Euro. Das historische Finanzierungsrunden unterstreicht den Glauben der Tech-Giganten an die Zukunft der künstlichen Intelligenz.
Die Finanzspritze, angeführt von einem Konsortium aus Amazon, SoftBank, Nvidia und Microsoft, ist eine der größten Einzel-Finanzierungsrunden in der Technologiegeschichte. Sie verschafft OpenAI einen gewaltigen finanziellen Spielraum für den Ausbau seiner Infrastruktur und globale Expansion. Die erste Phase der Runde steht kurz vor dem Abschluss; die Zuteilungen unter den strategischen Investoren sollen bis Ende Februar finalisiert werden.
Ein Rekordinvestment mit strategischem Fokus
Die Struktur des Deals zeigt den immensen Kapitalbedarf des Unternehmens und die Bereitschaft der Investoren, ihn zu decken. Die Bewertung vor der Finanzierung liegt bei etwa 730 Milliarden Euro. Mit dem frischen Kapital überschreitet der Gesamtwert die Marke von 850 Milliarden Euro. Damit festigt OpenAI seinen Status als wertvollstes privates KI-Unternehmen der Welt – und mit deutlichem Abstand.
Die erste Tranche von über 100 Milliarden Euro wird von strategischen Unternehmensinvestoren geführt. Berichten zufolge könnte deren alleiniger Beitrag die 100-Milliarden-Euro-Marke erreichen, sollten sie am oberen Ende ihrer diskutierten Investitionssummen zusagen. Eine zweite Phase soll folgen und die Tür für Venture-Capital-Firmen, Staatsfonds und andere große Finanzinstitute öffnen. Das könnte die Gesamtsumme noch weiter in die Höhe treiben.
Nvidia investiert 30 Milliarden Euro
Unter den Schlüsselinvestoren finalisiert der Chip-Hersteller Nvidia offenbar eine Investition von 30 Milliarden Euro. Diese Bewegung scheint ein früher angekündigtes, langfristiges 100-Milliarden-Euro-Engagement aus dem Jahr 2025 zu ersetzen und deutet auf eine mögliche Strategieanpassung des KI-Hardware-Giganten hin. Die neue Vereinbarung könnte bereits an diesem Wochenende unterzeichnet werden.
Ein Großteil des neuen Kapitals wird OpenAI voraussichtlich direkt in den Kauf von spezialisierter Hardware reinvestieren – insbesondere in die fortschrittlichen Rechenchips, die für das Training und den Betrieb seiner komplexen KI-Modelle nötig sind. Die Beteiligung von Cloud-Giganten wie Amazon und Microsoft unterstreicht die symbiotische Beziehung zwischen OpenAI und der breiteren Tech-Infrastruktur.
Microsoft, ein langjähriger Partner, hat bereits Milliarden investiert und OpenAIs Technologie in seine Produktpalette integriert. Ein kürzlich überarbeitetes Abkommen sieht vor, dass Microsoft bis 2032 20 Prozent von OpenAIs Gesamtumsatz erhält. Diese zweijährige Verlängerung des Originaldeals stellt sicher, dass die beiden Unternehmen finanziell und operativ eng verbunden bleiben.
Der teure Weg zur Künstlichen Allgemeinen Intelligenz
Der massive Kapitalzufluss hat einen primären Zweck: die gewaltigen Kosten für den Aufbau und Betrieb fortschrittlicher KI zu finanzieren. OpenAI hat transparent gemacht, in den nächsten zehn Jahren Billionen von Dollar in KI-Infrastruktur investieren zu wollen, um sein Ziel der Entwicklung einer Künstlichen Allgemeinen Intelligenz (AGI) zu erreichen. Die aktuelle Finanzierungsrunde ist ein kritischer Schritt, um die dafür nötigen gewaltigen Rechenressourcen zu sichern.
Parallel zu den Finanzierungsnachrichten expandiert OpenAI aggressiv. Das Unternehmen sicherte sich kürzlich einen bedeutenden Infrastruktur-Deal in Indien mit der Tata Group, um ein 100-Megawatt-Rechenzentrum zu errichten. Langfristig sind bis zu einem Gigawatt geplant. Dieser Schritt, zusammen mit Plänen für Büros in Mumbai und Bengaluru, signalisiert eine strategische Hinwendung zu Vollpräsenz in wichtigen asiatischen Märkten. Es ist ein Versuch, der Cloud-Dominanz von Microsoft und Google in der Region direkter zu begegnen.
Kontext: Eine Bewertung, die Fragen aufwirft
OpenAIs Bewertung von über 850 Milliarden Euro platziert das Unternehmen in einer Elite-Liga und übertrifft die Marktkapitalisierung der meisten Unternehmen im S&P 500. Sie ist ein Beleg für das explosive Wachstum generativer KI und die breite Nutzung von Tools wie ChatGPT. Doch sie wirft auch Fragen zur Nachhaltigkeit und den Markterwartungen auf.
Das Unternehmen operiert weiterhin mit einem erheblichen Verlust, getrieben von atemberaubenden Betriebskosten. Schätzungen gehen von einem jährlichen „Burn Rate“ von über 17 Milliarden Euro aus. Profitabilität wird nicht vor 2029 erwartet. Die schiere Größe des Investments sendet Schockwellen durch die KI-Branche und erhöht die Wettbewerbskosten exponentiell. Es nährt auch Bedenken über eine mögliche KI-Blase und die Natur einer „zirkulären Finanzierung“, bei der Kapital von einem Partner eingesammelt wird, nur um es in die Produkte desselben Partners zu reinvestieren – wie im Fall von Nvidia-Hardware.
Mit diesem neuen finanziellen Polster ist OpenAI in der Lage, die Forschung an leistungsfähigeren KI-Modellen zu beschleunigen. Der Druck, seine technologische Führungsposition in massive, nachhaltige Umsätze zu verwandeln, wird immens sein. In der Zukunft erwägt das Unternehmen einen Börsengang (IPO) bereits Ende 2026 oder 2027. Ein Gang an die Börse wird als notwendiger Schritt gesehen, um die Billionen an Finanzmitteln zu sichern, die Analysten für den Sieg im AGI-Rennen für erforderlich halten.
Für Unternehmen und Entwickler, die von der nächsten KI-Welle betroffen sind, sind rechtliche Pflichten kein Zukunftsthema mehr. Die EU-KI-Verordnung ist seit August 2024 in Kraft und verlangt u. a. Kennzeichnung, Risikoklassifizierung und umfangreiche Dokumentation von KI-Systemen. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt kompakt, welche Pflichten jetzt gelten und wie Sie Bußgelder vermeiden. Kostenlosen KI-Verordnungs-Leitfaden herunterladen
Kontext: Eine Bewertung, die Fragen aufwirft
OpenAIs Bewertung von über 850 Milliarden Euro platziert das Unternehmen in einer Elite-Liga und übertrifft die Marktkapitalisierung der meisten Unternehmen im S&P 500. Sie ist ein Beleg für das explosive Wachstum generativer KI und die breite Nutzung von Tools wie ChatGPT. Doch sie wirft auch Fragen zur Nachhaltigkeit und den Markterwartungen auf.
Das Unternehmen operiert weiterhin mit einem erheblichen Verlust, getrieben von atemberaubenden Betriebskosten. Schätzungen gehen von einem jährlichen „Burn Rate“ von über 17 Milliarden Euro aus. Profitabilität wird nicht vor 2029 erwartet. Die schiere Größe des Investments sendet Schockwellen durch die KI-Branche und erhöht die Wettbewerbskosten exponentiell. Es nährt auch Bedenken über eine mögliche KI-Blase und die Natur einer „zirkulären Finanzierung“, bei der Kapital von einem Partner eingesammelt wird, nur um es in die Produkte desselben Partners zu reinvestieren – wie im Fall von Nvidia-Hardware.
Mit diesem neuen finanziellen Polster ist OpenAI in der Lage, die Forschung an leistungsfähigeren KI-Modellen zu beschleunigen. Der Druck, seine technologische Führungsposition in massive, nachhaltige Umsätze zu verwandeln, wird immens sein. In der Zukunft erwägt das Unternehmen einen Börsengang (IPO) bereits Ende 2026 oder 2027. Ein Gang an die Börse wird als notwendiger Schritt gesehen, um die Billionen an Finanzmitteln zu sichern, die Analysten für den Sieg im AGI-Rennen für erforderlich halten.
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