Brüssel, EU-Bürokratie

Österreich fordert in Brüssel weniger EU-Bürokratie

27.02.2026 - 00:00:45 | boerse-global.de

Österreichs Regierung kritisiert übermäßige Hürden beim Zugang zu EU-Fördermilliarden und drängt auf Vereinfachungen. Die Debatte prägt die Weichenstellung für die nächste Förderperiode ab 2028.

Österreich fordert in Brüssel weniger EU-Bürokratie - Foto: über boerse-global.de
Österreich fordert in Brüssel weniger EU-Bürokratie - Foto: über boerse-global.de

Österreichs Regierung verlangt einfachere Zugänge zu EU-Fördermilliarden. Bei einem Treffen des Kohäsionsrates in Brüssel forderte Minister Norbert Totschnig heute deutliche Vereinfachungen. Die Forderung kommt zur Halbzeit der aktuellen Förderperiode – und kurz vor den Weichenstellungen für die Finanzplanung ab 2028.

Bürokratie als "absolutes Problem"

Totschnig nannte die überbordende Bürokratie ein "absolutes Problem". Potenzielle Antragsteller wie Unternehmen oder Gemeinden würden von den komplexen Prozessen abgeschreckt. "Es ist kontraproduktiv, wenn Mittel da sind, aber keiner sie abrufen kann", so die Kritik des Ministers. Er plädierte für "ganz klare Vereinfachungen" und einen serviceorientierteren Ansatz. Diese Position teilen mehrere EU-Staaten in der laufenden Halbzeitbewertung.

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1,2 Milliarden für Österreichs Regionen

Was steht aktuell auf dem Spiel? In der laufenden Förderperiode von 2021 bis 2027 fließen rund 1,2 Milliarden Euro aus EU-Töpfen nach Österreich. Gelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Fonds für einen gerechten Übergang (JTF) sollen Investitionen von über 3,1 Milliarden Euro ermöglichen. Die national gebündelten Mittel fördern Forschung, KMU-Wettbewerbsfähigkeit sowie grüne und digitale Projekte.

Vom Innovationsraum bis zur Stadt-Agenda

Die Förderungen wirken in konkreten Vorhaben. Das Projekt "InnRaum³" zwischen Bayern und Oberösterreich erhält etwa 1,25 Millionen Euro. Es schafft einen grenzüberschreitenden Innovationsraum für Unternehmen und Start-ups. Parallel stärkt die EU-Städtische Agenda die Rolle von Städten. Sie soll sicherstellen, dass urbane Herausforderungen wie Klimawandel und Wohnungsbau in der EU-Politik besser berücksichtigt werden.

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Nächste Schritte: Neue Aufrufe und die Periode ab 2028

Bereits Ende März informiert eine nationale Online-Veranstaltung über neue Förderchancen. Programme wie die European Urban Initiative (EUI) bieten Städten dann Geld für innovative Projekte. Die größere Weichenstellung folgt aber für die Finanzperiode ab 2028. Die Debatte um Vereinfachung wird diesen Prozess maßgeblich prägen. Im Herbst erwartet Brüssel zudem Vorschläge der Kommission, um das neue EU-Klimaziel für 2040 – minus 90 Prozent Treibhausgase – zu erreichen. Dies wird künftige Förderungen noch stärker auf Nachhaltigkeit ausrichten.

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