NRW-Justiz startet Offensive für 1.700 Nachwuchsjuristen
07.02.2026 - 10:23:11Nordrhein-Westfalen geht mit einer beispiellosen Personaloffensive gegen den drohenden Fachkräftemangel in der Justiz vor. Während am Berufskolleg Geldern heute Hunderte Schüler für den Staatsdienst begeistert wurden, läuft im Hintergrund die größte Einstellungswelle seit Jahren an.
Ausbildungstag als Türöffner
Am „Tag der Ausbildung“ in Geldern präsentierte sich die Justiz von ihrer modernen Seite. Statt trockener Broschüren gab es Speed-Dating mit Ausbildern und eine App, die Interessierte spielerisch zu den Ständen führte. Die Justizvollzugsanstalt Geldern warb nicht nur für den Vollzugsdienst, sondern zeigte das gesamte Spektrum – von der Justizfachangestellten bis zum Verwaltungsexperten.
„Wir müssen aus den Amtsstuben herauskommen“, erklärt ein Organisator die Strategie. Die Justiz wolle das Image der verstaubten Behörde ablegen und direkt in den Schulen um die klugen Köpfe konkurrieren. Der persönliche Kontakt soll Hemmschwellen abbauen.
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Düsseldorf prescht mit 1.700 Stellen vor
Die lokale Aktion ist Teil eines Großprojekts. Justizminister Dr. Benjamin Limbach kündigte Ende Januar an, 2026 mehr als 1.700 Rechtsreferendare einzustellen. Das sind 37 Prozent mehr als im Vorjahr und entspricht dem Höchststand von 2023.
Hintergrund ist die absehbare Pensionierungswelle bis 2030. Richter, Staatsanwälte und erfahrene Verwaltungsbeamte gehen in den Ruhestand. Die Masseneinstellungen sollen verhindern, dass der Rechtsstaat in eine personelle Krise schlittert.
Die Bewerbungsverfahren laufen dezentral in den Oberlandesgerichtsbezirken Düsseldorf, Hamm und Köln. Monatliche Einstellungstermine sollen Absolventen Planungssicherheit geben – ohne lange Wartezeiten nach dem Examen.
Digitale Akte als Trumpfkarte
Ein entscheidendes Argument für die junge Generation: Seit 1. Januar 2026 arbeitet die NRW-Justiz komplett mit der elektronischen Akte. „Kein Papierberg mehr, sondern modernes digitales Arbeiten“, betonen die Recruiter in Geldern.
Für Digital Natives ist das ein wichtiges Kriterium. Die vollständige Umstellung auf die E-Akte beseitigt das Vorurteil von der technischen Rückständigkeit des Staatsdienstes. Gleichzeitig passt sich die Ausbildung an: Neue Verordnungen für Justizfachangestellte setzen seit August 2025 stärker auf digitale Datenverwaltung.
Wettlauf um die besten Köpfe
Der Termin in Geldern war nur der Auftakt. Schon Ende Februar folgt die Jobmesse Essen, im März der Karrieretag in derselben Stadt. Die Konkurrenz schläft nicht: Private Kanzleien, Versicherungen und andere Behörden buhlen um dieselben Absolventen.
Kann die Doppelstrategie aus Masseneinstellungen und persönlicher Ansprache den Demografie-Gap schließen? Die ersten Bewerber in Geldern zeigten sich interessiert – angelockt von der Kombination aus sicherer Perspektive und modernisiertem Arbeitsumfeld. Der Marathon um den Justiz-Nachwuchs hat gerade erst begonnen.
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