Niederösterreich startet Offensive für Unternehmensnachfolge
04.02.2026 - 04:35:12Niederösterreich und die Wirtschaftskammer starten eine Offensive für die Betriebsnachfolge. Sie wollen damit tausende Unternehmen und zehntausende Jobs sichern. Bis 2029 stehen in dem Bundesland über 8.400 Betriebe vor einem Generationenwechsel.
Die Initiative setzt auf erweiterte Beratung, finanzielle Anreize und bessere Vernetzung. Im Fokus stehen besonders das Gewerbe, der Handel sowie Tourismusbetriebe. Über 107.000 Arbeitsplätze hängen direkt von einer erfolgreichen Übergabe ab.
Warum die Nachfolge zur Zitterpartie wird
Die demografische Entwicklung trifft den Mittelstand mit voller Wucht. In ganz Österreich müssen bis 2029 rund 51.500 Unternehmen übergeben werden – fast ein Viertel aller Arbeitgeber. Ein Scheitern hätte fatale Folgen: Arbeitsplätze gehen verloren, Know-how verschwindet und ländliche Strukturen schwächen sich ab.
Früher war die Weitergabe innerhalb der Familie oft selbstverständlich. Heute gestaltet sich die Suche nach einem Nachfolger deutlich schwieriger. Die Gründe sind vielfältig:
* Fehlendes Interesse in der eigenen Familie
* Komplexe rechtliche und steuerliche Hürden
* Hoher Finanzierungsbedarf für die Übernahme
Doch der Aufwand lohnt sich: Über 60 Prozent der Nachfolger steigern nach der Übernahme den Umsatz. Rund 36 Prozent stellen sogar zusätzliches Personal ein.
Eine Betriebsübernahme gelingt nur mit einem klaren Plan. Viele Nachfolger scheitern an Finanzierung, fehlenden Umsatzprognosen oder unvollständigen Zahlen – das verhindert Förderungen und Bankkredite. Kostenlose Businessplan-Vorlagen erklären, wie Sie Unternehmenswert, Cashflow und Investitionsbedarf verständlich aufbereiten, inklusive Mustertexte für Banken und Checklisten speziell für KMU-Nachfolgen. Sofort anpassbar und praxisnah, damit die Übergabe nicht an Formalia scheitert. Ideal für Nachfolger, Berater und Förderstellen. Jetzt Businessplan-Vorlagen herunterladen
So hilft das neue Unterstützungspaket
Land und Wirtschaftskammer haben ein mehrstufiges Paket geschnürt. Ein zentraler Baustein ist die geförderte betriebswirtschaftliche Beratung durch externe Experten. Sie deckt Firmenwertermittlung, Strategieentwicklung und Finanzierung ab.
Bei der Finanzierung springt die NÖ Bürgschaften und Beteiligungen GmbH (NÖBEG) ein. Sie beteiligt sich an Übernahmen, wenn hohe Investitionen anstehen und eine Bankfinanzierung allein nicht reicht. Ergänzend gibt es spezielle Förderungen für Übergaben im ländlichen Raum.
Die Vernetzung verbessert die ausgebaute „Nachfolgebörse“ der Wirtschaftskammer. Auf dieser Online-Plattform können Betriebsangebote und -gesuche kostenlos veröffentlicht werden.
Ein Wettlauf gegen die Zeit
Die Sicherung der Unternehmensnachfolge ist für Niederösterreich existenziell. KMU sind das Rückgrat der regionalen Wertschöpfung und sichern die Nahversorgung. Eine erfolgreiche Übergabe erhält nicht nur Jobs, sondern schafft auch Raum für neue Impulse.
Die Verantwortlichen sehen in der Offensive eine Investition in die Zukunft. Sie soll die Übernahme eines bestehenden Betriebs als attraktive Alternative zur Neugründung etablieren. Der Vorteil für Nachfolger: ein etablierter Kundenstamm, erfahrene Mitarbeiter und bewährte Prozesse.
Wirtschaftsexperten bewerten den Ansatz als umfassend und praxisnah. Entscheidend für den Erfolg wird jedoch sein, wie unbürokratisch die Hilfen bei den betroffenen Unternehmern ankommen. Die Maßnahmen sind ab sofort verfügbar.
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