Neuseeland startet KI-Beratungs-Pilot für kleine Unternehmen
13.01.2026 - 06:39:12Neuseeland will kleinen Firmen mit gezielter Förderung den Einstieg in Künstliche Intelligenz erleichtern.
Die Regierung in Wellington hat ein Pilotprogramm zur KI-Beratung gestartet. Es richtet sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die die Technologie nutzen wollen, aber unsicher sind, wie sie beginnen sollen. Das Programm kombiniert Fachberatung mit finanzieller Unterstützung – ein Modell, das auch für deutsche Mittelständler interessant sein könnte.
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Herzstück des Programms ist ein Co-Funding-Modell. Ausgewählte Unternehmen erhalten bis zu 50 Prozent der Kosten für einen individuellen KI-Implementierungsplan erstattet, maximal 15.000 Euro. Ziel ist es, über allgemeine Lösungen hinauszugehen. Erfahrene Spezialisten analysieren dafür die spezifischen Betriebsabläufe, Kundenstruktur und Mitarbeiterkompetenzen jedes Teilnehmers.
Die Regierung hat zunächst rund 700.000 Euro aus dem Haushalt des Wirtschaftsministeriums (MBIE) bereitgestellt. Die Förderung deckt nicht nur die Planung, sondern auch erste Schritte zur Umsetzung ab. So soll sichergestellt werden, dass die Theorie in die Praxis übergeht.
Gezielte Umsetzung über etablierte Netzwerke
Der Pilot startet am 19. Januar 2026 und läuft bis mindestens Ende Juni. In der ersten Phase sollen mindestens 51 KMU unterstützt werden. Um zielgerichtet zu arbeiten, nutzt die Regierung das bestehende Regional Business Partner Network.
Ab Ende Januar werden Teilnehmer aus dem bestehenden Kundenstamm dieses Netzwerks eingeladen. Der Fokus liegt auf klarer Guidance zu kritischen Themen: Datenschutz, effektives Datenmanagement und der verantwortungsvolle Einsatz von KI. Genau diese Hürden schrecken viele kleine Unternehmen oft ab.
Globale Trendwende: Staaten helfen KMU bei Digitalisierung
Die Initiative kommt zu einer Zeit, in der KMU weltweit mit der Technologie-Adaption kämpfen. Häufige Barrieren sind unklare Geschäftsrelevanz, Sicherheitsbedenken, hohe Kosten und Fachkräftemangel. Das neuseeländische Programm setzt genau hier an.
Es ist Teil eines internationalen Trends. Erst am 12. Januar 2026 kündigte die walisische Regierung ein 2,5-Millionen-Euro-Programm zur KI-Einführung für ihre KMU an. Die Botschaft ist klar: KI soll zum Gleichmacher werden. Sie ermöglicht kleineren Betrieben, Prozesse zu optimieren, repetitive Aufgaben zu automatisieren und Wachstumschancen zu nutzen, die bisher Großunternehmen vorbehalten waren.
Pilot als Grundstein für nationale KI-Strategie
Die Ergebnisse des Pilots werden genau ausgewertet. Sie sollen zeigen, ob gezielte Unterstützung die Digitalisierung beschleunigen und messbare Produktivitätssteigerungen bringen kann. Dies wird über einen möglichen landesweiten Roll-out entscheiden.
Das Programm ist ein Baustein von “Neuseelands Strategie für Künstliche Intelligenz (2025)”. Diese sieht ein enormes wirtschaftliches Potenzial vor. Schätzungen zufolge könnte allein generative KI der Wirtschaft bis 2038 rund 70 Milliarden Euro bringen – etwa 15 Prozent des heutigen BIP.
Parallel investiert die Regierung bis zu 64 Millionen Euro über sieben Jahre in das New Zealand Institute for Advanced Technology. Damit will das Land innovative KI-Forschung vorantreiben, eigene Expertise auf Weltklasseniveau bringen und seine globale Wettbewerbsfähigkeit stärken.
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