Neuroplastizität, Training

Neuroplastizität: So formt Training unser Gehirn neu

06.02.2026 - 20:07:12

Körperliche und mentale Aktivität fördern die Anpassungsfähigkeit des Gehirns, was neue Therapien für neurologische Erkrankungen ermöglicht und die kognitive Leistung erhält.

Unser Gehirn kann sich ein Leben lang verändern und anpassen. Aktuelle Forschungen zeigen: Gezieltes Training setzt Hormone frei, die wie Boten des Wandels wirken und neue Verbindungen zwischen Nervenzellen schaffen. Dieser Prozess, Neuroplastizität genannt, ist die Grundlage für Lernen, Gedächtnis und Erholung nach Verletzungen.

Die Vorstellung, das erwachsene Gehirn sei starr, ist längst überholt. Es ist ein dynamisches Organ, das seine Struktur kontinuierlich umbaut – als Reaktion auf neue Erfahrungen und Anforderungen. Doch was treibt diese faszinierende Anpassungsfähigkeit an?

Hormone: Die heimlichen Architekten im Kopf

Eine zentrale Rolle spielen unsere Hormone. Sie beeinflussen als chemische Botenstoffe direkt die Kommunikation der Nervenzellen. Besonders die durch körperliche Aktivität freigesetzten Hormone wirken wie ein Turbo für die Gehirnstruktur.

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  • Negativer Einfluss: Chronischer Stress und Bewegungsmangel stören das hormonelle Gleichgewicht und können den Abbau von Nervenzellen begünstigen.
  • Positiver Einfluss: Regelmäßiges Training schafft dagegen ein Milieu im Gehirn, das sogar die Neubildung von Neuronen – besonders im gedächtnisrelevanten Hippocampus – unterstützt.

Gezieltes Training als „Dünger“ für die Synapsen

Sowohl körperliches als auch mentales Training sind effektive Werkzeuge, um die Neuroplastizität gezielt anzukurbeln.

Körperliche Aktivität regt die Produktion von Wachstumsfaktoren wie BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) an. Dieses Protein gilt als „Dünger für das Gehirn“ und fördert das Wachstum neuer Neuronen und Synapsen.

Mentales Training – etwa das Erlernen einer Sprache oder eines Instruments – aktiviert spezifische neuronale Netzwerke. Nach dem Motto „Was zusammenschießt, verknüpft sich“ werden dabei genutzte Verbindungen gestärkt. Besonders wirksam ist multisensorisches Lernen, das mehrere Sinne gleichzeitig anspricht.

Vom Labor in die Klinik: Neue Hoffnung für Therapien

Die Erkenntnisse revolutionieren die Behandlung neurologischer und psychischer Erkrankungen. In der Neurorehabilitation nach Schlaganfällen oder bei Krankheiten wie Parkinson werden gezielte Trainingsprogramme eingesetzt, um die Reorganisation des Gehirns zu fördern.

Auch bei Depressionen gewinnt körperliche Aktivität als Begleittherapie an Bedeutung. Sie hebt nicht nur die Stimmung, sondern verändert die neuronale Struktur auf fundamentaler Ebene. Vielversprechend sind Forschungen zu Hormonen wie Irisin, das von Muskeln produziert wird und neue Ansätze für Alzheimer-Therapien liefern könnte.

Die Zukunft: Maßgeschneiderte Gehirn-Pflege

Die Forschung arbeitet an personalisierten Programmen. Ein besseres Verständnis der individuellen hormonellen und genetischen Voraussetzungen soll Therapien präziser machen. Schon heute kommt virtuelle Realität in Studien zum Einsatz, um die Plastizität des Gehirns gezielt zu fördern.

Das Ziel ist klar: Die gezielte Steuerung unserer Neuroplastizität verspricht nicht nur bessere Behandlungen, sondern auch neue Wege, die kognitive Leistungsfähigkeit ein Leben lang zu erhalten.

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