Großprojekt, Stress

Neues Großprojekt erforscht Stress bei Studierenden

03.03.2026 - 15:51:33 | boerse-global.de

Ein neues Forschungsprojekt untersucht die psychische Gesundheit von Studierenden, nachdem eine Umfrage extrem hohen Stress in der jungen Generation offenbarte.

Neues Großprojekt erforscht Stress bei Studierenden - Foto: über boerse-global.de
Neues Großprojekt erforscht Stress bei Studierenden - Foto: über boerse-global.de

Fast die Hälfte der jungen Generation fühlt sich stark gestresst. Als Reaktion darauf startet diese Woche ein bundesweites Forschungsprojekt, das die psychische Gesundheit von Studierenden untersucht. Das Vorhaben wird mit rund 730.000 Euro vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von Swiss Life untermauert die Dringlichkeit: 48 Prozent der nach 1995 Geborenen fühlen sich bei Arbeit oder Ausbildung stark gestresst. Dieser Wert ist mehr als doppelt so hoch wie bei den Babyboomern. Leistungsdruck, finanzielle Sorgen und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben treiben die Belastung in die Höhe.

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Wie Stress den Körper umprogrammiert

Bei Dauerbelastung wird der natürliche „Kampf-oder-Flucht“-Mechanismus zum Problem. Der Körper schüttet ständig Stresshormone wie Cortisol aus. Das kann weitreichende Folgen haben.

Chronischer Stress führt zu niedriggradigen Entzündungen im gesamten Körper – auch im Gehirn. Forscher nennen dies Neuroinflammation und sehen Verbindungen zu psychischen Störungen wie Depressionen. Eine Studie der Universität Zürich zeigte, dass unter Stress ein Enzym aus Immunzellen ins Gehirn wandert. Es verändert die Funktion von Nervenzellen und kann zu sozialem Rückzug führen.

Die mentalen Folgen der Dauerbelastung

Die biologischen Veränderungen schlagen auf die Psyche durch. Ständige Anspannung ist ein zentraler Faktor für Burnout und emotionale Erschöpfung. Laut dem Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) gehört Stress zu den häufigsten Belastungen in der Bevölkerung.

Die Folgen reichen von Schlafstörungen und Gereiztheit bis zu schweren Erkrankungen. Experten warnen: Dauerstress erhöht das Risiko für Depressionen und Angststörungen signifikant. Viele Betroffene vernachlässigen soziale Kontakte, was die Krise weiter vertieft. Psychische Erkrankungen zählen inzwischen zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit.

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Was soll das neue Projekt leisten?

Unter Leitung der Universitätsmedizin Halle will der neue Forschungsverbund im DZPG Risikofaktoren früh erkennen. Gleichzeitig soll erforscht werden, welche Maßnahmen die psychische Widerstandsfähigkeit – die Resilienz – wirksam stärken.

Bisherige Daten deuten auf ein großes Problem hin: In manchen Fachbereichen zeigt bis zu ein Viertel der Studierenden depressive Symptome, ein Drittel leidet unter Angststörungen. An dem Projekt sind namhafte Einrichtungen wie das Leibniz-Institut für Resilienzforschung und die Charité Berlin beteiligt. Die Analyse kombiniert psychologische Daten mit neurobiologischen Markern.

Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für gezielte Präventionsprogramme an Hochschulen schaffen. Experten fordern schon jetzt bessere Rahmenbedingungen: mehr kostenlose Sportangebote, öffentliche Begegnungsräume und Aufklärung über psychische Gesundheit.

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