NASDAQ, Milliarden

NASDAQ 100: 4,3 Milliarden für SpaceX-Anteile

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 23:00 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der NASDAQ 100 trotzt SpaceX-Abverkäufen dank KI-Rallye. SK Hynix feiert Börsendebüt, während Zinssenkungshoffnungen den Markt stützen.

NASDAQ 100: SpaceX-Verkäufe belasten, SK Hynix glänzt
Eine futuristische Rakete startet in den Sternenhimmel, überlagert von Finanzdaten und digitalen Elementen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der NASDAQ 100 zeigt sich am Freitag widerstandsfähig. Während ein fulminantes Börsendebüt im Chipsektor die Kurse stützt, belastet der massive Abverkauf bei SpaceX den Index. Mit einem Plus von 0,22 Prozent auf 29.791 Punkte rettet sich das Technologiebarometer ins Wochenende.

Der südkoreanische Speicherchip-Spezialist SK Hynix feierte einen Einstand nach Maß. Die ADR-Papiere schossen zum Nasdaq-Debüt um 14 Prozent auf 170 Dollar nach oben. Dieser Erfolg beflügelte die gesamte Branche rund um die Künstliche Intelligenz.

Meta kletterte parallel dazu um sechs Prozent. Eine positive Einschätzung der Bank of America trieb den Kurs an. Die Aktie von SanDisk profitierte derweil von der geplanten Aufnahme in den S&P 500. Das Papier legte um neun Prozent zu.

Ganz anders verlief der Handel für SpaceX. Die Aktie rutschte um 5,65 Prozent auf 151,35 Dollar ab. Damit nähert sich das Papier dem ursprünglichen Emissionspreis von 150 Dollar.

Index-Umbau sorgt für Verkaufsdruck

Institutionelle Investoren beendeten heute ihre erste Kaufphase bei SpaceX. Passive Fonds mussten Anteile für schätzungsweise 4,3 Milliarden Dollar erwerben. Nun scheint der Markt gesättigt zu sein.

Für zusätzliche Unruhe sorgten neue Indexfonds. Die sogenannten „De-Elon“-ETFs schließen gezielt Unternehmen wie Tesla und SpaceX aus. Währenddessen gaben auch Intel und Micron um zwei bis drei Prozent nach.

Charttechnik und Zinsaussichten

Technisch gesehen bleibt die Lage stabil. Der Index notiert mit 29.791 Zählern knapp über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Die Unterstützung bei 29.700 Punkten hielt dem heutigen Druck stand.

Die Marktteilnehmer setzen zunehmend auf eine Zinssenkung im Dezember. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt aktuell bei 80 Prozent. Dies stabilisiert die Renditen der Staatsanleihen.

Das nächste große Signal für die Tech-Riesen steht bereits fest. Am 6. August 2026 veröffentlichen mehrere Schwergewichte ihre Quartalsergebnisse. Bis dahin dürfte der Fokus auf der psychologisch wichtigen Marke von 30.000 Punkten liegen.

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