Multivitamine, Altern

Multivitamine bremsen das biologische Altern

12.03.2026 - 00:00:19 | boerse-global.de

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Multivitaminpräparate das biologische Altern messbar bremsen können. Der Lebensstil ist dabei deutlich wichtiger als die genetische Veranlagung.

Multivitamine bremsen das biologische Altern - Foto: über boerse-global.de
Multivitamine bremsen das biologische Altern - Foto: über boerse-global.de

Multivitamine können das biologische Altern messbar verlangsamen. Das belegt eine neue Studie, die kürzlich im Fachmagazin „Nature Medicine“ veröffentlicht wurde. Parallel liefern Schweizer Forscher faszinierende Einblicke in das Blut von Hundertjährigen. Die Botschaft ist klar: Der Lebensstil, vor allem die Ernährung, ist entscheidender als die Gene.

Harvard-Studie: Zwei Jahre jünger durch Pillen?

Ein Forschungsteam der Harvard Medical School untersuchte knapp 1.000 gesunde Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren. Über zwei Jahre nahm ein Teil täglich ein Multivitamin- und Multimineralstoffpräparat ein. Eine Kontrollgruppe erhielt ein Placebo.

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Die Wissenschaftler maßen den Effekt mit sogenannten epigenetischen Uhren. Diese analysieren DNA-Muster im Blut, die das wahre, biologische Alter verraten. Das Ergebnis: Die Multivitamin-Gruppe alterte biologisch langsamer. Je nach Messmodell waren die Probanden im Vergleich zur Placebo-Gruppe bis zu 2,6 Monate „jünger“.

Der parallel getestete Kakaoextrakt zeigte diesen Effekt nicht. Die Forscher sehen in den Präparaten eine sichere Intervention, besonders für ältere Menschen. Doch die Effekte bleiben moderat – eine ungesunde Ernährung können Pillen nicht ausgleichen.

Geheimnis der Hundertjährigen entschlüsselt

Während Harvard isolierte Nährstoffe prüfte, schaute die „Swiss100“-Studie auf das große Ganze. Schweizer Forscher analysierten das Blut von Menschen über 100 und verglichen es mit dem jüngerer Personen.

Das Ergebnis ist verblffend: Die Hundertjährigen wiesen bei 37 spezifischen Proteinen ein Profil auf, das dem junger Menschen ähnelt. Besonders auffällig waren extrem niedrige Marker für oxidativen Stress. Dieser Prozess, auch „Inflammaging“ genannt, gilt als Treiber für Alterskrankheiten.

Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Die Genetik bestimmt nur etwa 25 Prozent der Langlebigkeit. Die restlichen 75 Prozent werden durch den Lebensstil im Erwachsenenalter geprägt. Eine antioxidantienreiche Ernährung spielt die Schlüsselrolle.

Die Formel: Vielfalt statt Einfalt

Eine weitere Untersuchung führte den „Nährstoffvielfaltsindex“ ein. Sie zeigt: Menschen mit extremer Langlebigkeit halten eine bessere Balance verschiedener Nährstoffe.

Ernährungsexperten betonen den Wert pflanzenbasierter Kost. Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkorn liefern sekundäre Pflanzenstoffe, die Entzündungen hemmen. Bewährte Diäten wie die mediterrane Ernährung fördern zudem ein gesundes Darmmikrobiom – und das korreliert direkt mit verlangsamtem Altern.

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Paradigmenwechsel in der Altersforschung

Die aktuellen Studien markieren einen Wendepunkt. Der Fokus liegt nicht mehr nur auf der Lebensverlängerung, sondern auf der „Gesundheitsspanne“ – den Jahren in guter Gesundheit.

Der Markt für Longevity-Produkte boomt. Doch Experten mahnen zur Vorsicht. Die stärksten Effekte erzielt kein einzelnes Präparat, sondern das Zusammenspiel aus Ernährung, Bewegung und sozialen Kontakten. Die Pille für das ewige Jugend gibt es nicht, aber der Weg dorthin wird immer konkreter.

Personalisierte Ernährung als Zukunftsvision

Die Forschung geht weiter. Künftige Studien sollen größere und diversere Gruppen umfassen. Bluttests zur Bestimmung des epigenetischen Alters könnten bald Einzug in die Vorsorge halten.

Ärzte könnten dann den Erfolg von Ernährungsumstellungen quasi in Echtzeit messen. Die Entschlüsselung der 37 Proteine aus dem Blut der Hundertjährigen bietet zudem neue Ansatzpunkte für präventive Therapien. Das Ziel: Gesundes Altern für breitere Bevölkerungsschichten erreichbar machen.

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